19.09.2020 15:00 Uhr

Helge Schneider: Tour im nächsten Jahr ist unwahrscheinlich!

Schlechte Nachrichten für alle Fans der singenden Herrentorte: Ausnahmekünstler Helge Schneider glaubt nicht, dass seine Tour im neuen Jahr stattfinden kann.

imago images / Andreas Weihs

Ausnahmekünstler Helge Schneider (65) liebt und braucht die Bühne. Doch auf die ganz große wird die singende Herrentorte wohl noch eine ganze Weile verzichten müssen.

Schneider glaubt nicht an die Tour

Doc Schneider hatte für kommendes Jahr eine Tour geplant, auf der er seine neue Platte vorstellen wollte. Dass die aber stattfinden wird, bezweifelt er. „Es ist mittlerweile tatsächlich so weit gekommen, dass ich mich sehr wundern würde, wenn die Tournee stattfindet“, so Schneider im Interview mit dem „Musikexpress“. Schuld daran ist natürlich die Corona-Pandemie.

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Herrentorte wählt Hinterhof statt großer Halle

Um wenigstens in den warmen Monaten irgendwie auftreten zu können, hat sich Super-Schneider aber etwas einfallen lassen. „Wir sind jetzt in kleiner Besetzung mit ein oder zwei Wohnmobilen unterwegs, schmieren vorher ein paar Brote und spielen meist unter freiem Himmel“, so der Musiker im Interview. Der 65-Jährige spielt im Moment lieber „auf dem Hinterhof eines Blues-Clubs für 150 Leute“, als in halbleeren Hallen.

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Jetzt geht‘s doch noch auf Sommertournee – ohne Autos!

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„Ich habe ganz früh gespürt, was alles auf uns zukommen wird“

Über die erste Zeit während der Corona-Krise sagt Helge Schneider in dem Interview: „Als im Januar bereits Nachrichten über Corona in China kursierten, da fing ich automatisch an, keinem mehr die Hand zu geben. Ich habe ganz früh gespürt, was alles auf uns zukommen wird. Wir haben daher unsere Konzerte Anfang des Jahres richtig ausgekostet. Bei dem letzten, das war in Halle, da mussten die Besucher bereits Zettel ausfüllen mit zweimal ankreuzen, dass sie kein Fieber haben – und es durften auch nicht mehr als 1.000 kommen. Letztlich waren dann 999 da und ich habe meinen Leuten gesagt, das war es jetzt auf ganz lange Sicht. Wir haben uns dann noch mal sehr anarchistisch aufgeführt.“

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Schneider: Kein Ender der Corona-Krise in Sicht

Und auch, dass Corona bald vorbei sein wird, glaubt der Sänger nicht, wie er im Interview mit dem „Musikexpress“ deutlich macht: „Leider nicht. Es wird nicht so sein, dass wir jetzt in drei Monaten wieder normale Verhältnisse haben. Allein diese Angst, die jetzt so viele erlebt haben, die wird bleiben und vieles verändern. Ich denke, mindestens 50 Prozent der Bevölkerung fürchten sich wirklich vor dem Virus … und das ist ja auch berechtigt! Ich weiß noch, als ich zum ersten Mal jemand hier mit Maske gesehen habe, bei uns in der Straße. Da dachte ich, das ist ja wie in einer verrückten Utopie – und heute geht es mir so, wenn ich jemanden ohne Maske sehe.“

(SKy)

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