08.08.2020 10:45 Uhr

Jella Haase hätte immer gerne mal ein spießigeres Leben

Jella Haase hat offen über Selbstzweifel gesprochen. Die 27-jährige Schauspielerin hat mit ihren Kinofilmen große Erfolge gefeiert. Und doch musste auch sie wegen der Corona-Krise zurückstecken.

imago images / Andre Lenthe

Deshalb konnte sie sich einige Zeit nehmen, um durch Deutschland zu reisen. Haase dazu: „Ich hatte sechs Wochen Theaterferien, war in der Pfalz auf einer Hochzeit und habe dann Urlaub in Deutschland gemacht. Ich war mit Freundinnen an der Ostsee und in der Uckermark. Ausschlafen, mit den Girls frühstücken, an den Strand legen… Ganz entspannt. Ich hatte nicht vor weiter wegzufahren oder wegzufliegen. Insofern hat Corona da keine Pläne durchkreuzt.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von JELLA.haase (@jella_h) am Jul 11, 2020 um 9:51 PDT

Sie wär gern etwas spießiger

Angesprochen auf ihre eigene Zufriedenheit sagte sie jetzt im Interview mit „Tagesspiegel“: „Ich bin ein glücklicher Mensch, aber natürlich gibt es immer wieder Momente, in denen ich Selbstzweifel habe. In denen ich mir wünsche, dass mein Leben etwas spießiger ist und ich viel ernster bin, klügere Sachen sage und mich so verhalte, dass ich toll rüberkomme.“

Jella ist gerne albern

Und weiter: „Das clasht dann mit der Realität, weil ich eigentlich ziemlich unbedarft bin. Die Dinge poltern einfach aus mir heraus und ich fühle mich wohl, wenn ich albern sein und lachen kann. Aber ich wünsche mir, dass die Leute mich sehen und ernst nehmen.“ Vor einigen Jahren sei noch einiges anders gewesen…

Sehnsucht nach politischen Filmen

„Früher habe ich mir nie Gedanken über meine Außenwirkung gemacht. Sachen sind einfach passiert und meistens war das auch gut so. Ich habe das Glück, dass ich im deutschen Kino eine große Bandbreite abdecken kann. Mittlerweile stelle ich mir aber immer mehr die Frage: Was möchte ich drehen? Und wie möchte ich wahrgenommen werden? Mir machen kommerzielle Komödien Spaß. Trotzdem ist da auch die große Sehnsucht nach Filmen wie ‚Berlin Alexanderplatz‚, die man als politisches Sprachrohr nutzen kann.“ Für ihre Rolle in „Berlin Alexanderplatz“ wurde Jella Anfang des Jahres immerhin auch für den Deutschen Filmpreis nominiert.

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Vo da kennt man sie

Jella Haase war 2011 erstmals im Kino zu sehen, als sie in der Komödie „Männerherzen“ mitspielte. Große Bekanntheit erlangte sie aber erst rund zwei Jahre später, als sie bei „Fack ju Göthe“ als Chantal vor der Kamera stand. (Bang)