15.07.2020 15:04 Uhr

John Legend wirft der Grammy-Verleihung Rassismus vor

John Legend hat zwar selbst bereits elf Grammy-Awards zu Hause stehen, trotzdem sieht er bei der prestigeträchtigen Verleihung noch nicht die gleichen Chancen für alle.

imago images / Starface

Vor Kurzem hatte sich Rapper P. Diddy, auch bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Sean Combs, darüber beschwert, dass die Grammys nicht fair seien, weil die Jury jedes Jahr eine ganze Menge Musik von schwarzen Rap-Künstlern einfach ignorieren würde.

„Jedes Jahr tut ihr uns damit weh“

John, der dieses Jahr zum Teil der Jury der Recording Academy ernannt wurde, pflichtete dem anderen Musiker nun bei. Dem Magazin „Entertainment Weekly“ gegenüber sagte John:

„Es ist fast unmöglich für einen schwarzen Künstler, den Preis für ‚Album des Jahres‘ zu gewinnen. Wie viele Jahre müssen wir Beyoncé abgewiesen sehen? Kanye hat noch nie gewonnen. Es ist irgendwie verrückt … Wir müssen etwas tun, denn das ist eine schreckliche Bilanz und Diddy hat Recht, wenn wir uns darüber beschweren.“

„Ich spreche über den Schmerz!“

Die Grammys wurden oft dafür kritisiert, dass Rapper aus den Hauptkategorien ausgeschlossen wurden und Diddy kritisierte die Recording Academy, als er den „Grammy Salute to Industry Icons“-Award bei der jährlichen Clive Davis Pre-Grammy-Gala im Januar entgegennahm:

„Ich sage das mit Liebe zu den Grammys, denn ihr müsst das wirklich hören: Jedes Jahr tut ihr uns damit weh. Mann, ich spreche über den Schmerz. Ich spreche hier für all diese Künstler, für die Produzenten, für die Führungskräfte.“

Und weiter: „In den großen Worten von Erykah Badu: ‚Wir sind Künstler und wir sind sensibel mit unserem S***.‘ Für die meisten von uns ist das alles, was wir haben. Das ist unsere einzige Hoffnung. Um die Wahrheit zu sagen: Hip-Hop wurde von den Grammys nie respektiert. Schwarze Musik wurde von den Grammys nie respektiert.“ (Bang)