13.10.2020 10:32 Uhr

Kai Schumann lernte seinen syrischen Vater nie kennen

Kai Schumann spricht über sein Aufwachsen ohne Vater. Er stammt aus der ehemaligen DDR und ist ohne seinen syrischen Vater aufgewachsen. 

imago images / Horst Galuschka

Der Schauspieler Kai Schumann lebte zusammen mit seiner Mutter in einer DDR-Kommune, seinen syrischen Vater lernte er dagegen nie kennen. Das habe ihn bis heute tief geprägt.

„Ein Vater hat mir gefehlt“

„Ein Vater hat mir immer gefehlt und fehlt mir noch heute, auch wenn ich dieses Gefühl oft verleugnet habe“, gesteht der „Doctor’s Diary“-Darsteller. „Aber ich habe viele enge Freunde und jeder von ihnen gibt mir etwas, was sich insgesamt zu einer großen, reichhaltigen, männlichen Energie formt. So habe ich mir wohl über die Jahre meinen eigenen Superdad geformt.“

Quelle: instagram.com

Er ist ein „Superdad“

Als Vater eines Sohnes kann er diese „Superdad“-Qualitäten auch wunderbar weitergeben. Im Gespräch mit dem „Psychologie“-Magazin gibt der 44-Jährige Einblicke in das Leben in der DDR-Kommune aus seiner Kindheit.

„Es war wie ein großer loser Verbund mit starker Verbundenheit. Ich fühlte mich früh – vielleicht zu früh – erwachsen, weil ich dauernd von älteren Menschen umgeben war. Es wurde immer viel diskutiert über alles und nichts“, packt Kai aus.

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Das hat er mitgenommen

Rückblickend weiß er zu schätzen, was er aus dieser Zeit mitgenommen hat. „Diese Offenheit hat mich früh flexibel im Denken und Handeln werden lassen“, stellt der TV-Star heraus.

„Und dennoch habe ich mich oft gefühlt wie Harry Haller aus Hermann Hesses ‚Steppenwolf‘, der auf dem Treppenabsatz sitzt und sich in das bürgerliche Idyll hinter der mit Spitzendeckchen verhangenen Tür träumt.“

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