Kate Winslet findet ihr Leben dank Corona besser?

Kate Winslet findet ihr Leben dank Corona besser?

IMAGO / PA Images

11.02.2021 17:45 Uhr

Kate Winslet hat dank der Coronavirus-Pandemie viel mehr Zeit für sich selbst. Der Virus hat ihr Leben entschleunigt! Der 45-jährigen Schauspielerin fiel es immer schwer, Zeit für sich selbst zu finden oder Dinge für sich selbst zu tun – sei es auch nur eine Massage zu bekommen.

Doch die Gesundheitskrise und der damit verbundene Lockdown hat Kate Winslet gelehrt, wie wichtig es ist „wirklich sanft“ mit sich umzugehen. „Wissen sie, ich nehme mir nie Zeit für mich selbst, wirklich nicht.“

„Oh, ich habe wohl zu viel Toast gegessen“

Und weiter: „Die Leute sagen so oft zu mir: ‚Oh, du musst dich mal massieren lassen‘. Und ich denke: ‚Was? Dafür habe ich keine Zeit.‘ Also habe ich es ehrlich gesagt genossen, mich einfach mal richtig zu schonen. Wenn ich eine Woche hatte, in der ich dachte: ‚Oh, ich habe wohl zu viel Toast gegessen. Oh, na ja.‘ Oder: ‘Oh vielleicht sollte ich mehr Sport treiben. Oh, vielleicht mache ich das nächste Woche.‘ Ich lerne gerade irgendwie zu sagen: ‚Oh, das ist egal'“, gibt sich Winslet gelassen.

Die Coronavirus-Pandemie hat der Oscar-Preisträgerin vor allem auch ins Gedächtnis gerufen, wie kurz das Leben sein kann. Im Gespräch mit „Variety“ fügt der „Der Vorleser“-Star hinzu: „Das Leben ist zu kurz, genieße einfach diese Zeit und ich kümmere mich nicht um all den Mist. Ich denke, ich würde gerne ein bisschen davon festhalten, um ehrlich zu sein.“

„Titanic“-Ruhm hatte auch Schattenseiten

Der Ruhm, den Kate Winslet durch „Titanic“ erlangte, brachte auch so einige negativen Seiten mit sich. Besonders die britische Presse sei nicht besonders nett zu ihr gewesen. Durch ihre Rolle als Rose DeWitt Bukater in „Titanic“ wurde die 45-Jährige an der Seite von Leonardo DiCaprio (46) auf einen Schlag weltweit berühmt. Doch der plötzliche Ruhm hatte auch seine Schattenseiten. Wie die Schauspielerin nun verriet, fühlte sie sich besonders von der britischen Presse „schikaniert“.

„Es war wie Tag und Nacht von einem Tag auf den anderen“, erinnert sich Winslet im „WTF“-Podcast von US-Comedian Marc Maron (57). Sie sei sofort in einen „Selbstschutz-Modus“ gegangen, nachdem der Film von Regisseur James Cameron (66) erschienen war. „Mein Körper wurde ständig gemustert und ich wurde sehr viel kritisiert – die britische Presse war nicht gerade nett zu mir. Ich fühlte mich schikaniert, wenn ich ehrlich bin“, so Winslet weiter.

Sie war nicht bereit für den Ruhm

Das sei schlicht „furchtbar“ gewesen und sie habe nur gehofft, dass es vorbeigehen würde. „Es ging natürlich vorbei, aber das machte mir auch klar, dass, wenn das es heißt, berühmt zu sein, ich absolut nicht bereit dazu war, berühmt zu sein. Definitiv nicht“, erklärt Winslet, die eigentlich schon seit ihrer frühen Kindheit vor der Kamera stand und für ihre Rolle in dem Drama „Sinn und Sinnlichkeit“ 1996 mit einem BAFTA-Award als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde. Für die gleiche Rolle war sie auch für einen Oscar nominiert. Als „Titanic“ herauskam, war Winslet 22 Jahre alt und sie habe damals noch „gelernt, wie man schauspielert“.

Nach der Geburt ihrer ersten Tochter Mia (20) im Jahr 2000 habe sich „all dieses Zeug einfach in Luft aufgelöst“. Sie sei nicht mehr unter die Lupe genommen worden und Winslet habe sich auch nicht mehr darum gekümmert: „Mein Fokus lag auf meinem Kind und das war alles, was zählte“, so die mittlerweile dreifache Mutter weiter. (Bang/KT)