21.09.2020 12:09 Uhr

Lady Gaga: „Ich hasste es, ein Star zu sein!“

Lady Gagas größter Feind war sie selbst. Der "Joanne"-Star ist eine der größten Sängerinnen seit der Jahrhundertwende, doch auch eine Ikone wie sie ist nicht immer zu 100% von sich selbst überzeugt.

imago images / POP-EYE

Auch große Stars zweifeln mitunter oft an sich und Lady Gaga gehört dazu. Die Musikerin gab nun zu, dass es eine Zeit gab, in der sie sich selbst total aufgegeben hatte und es hasste, berühmt zu sein.

Lady Gaga hasste lange ihren Fame

Sie erklärte nun im Gespräch mit „Sunday Morning“: „Ich meine, ehrlich gesagt, ich habe mich einfach total aufgegeben. Ich hasste es, berühmt zu sein. Ich hasste es, ein Star zu sein. Ich fühlte mich erschöpft und aufgebraucht.“

Und weiter: „Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber ich sah immer wieder das Klavier an und dachte: ‚Du hast mein Leben ruiniert.‘“

„Mein größter Feind war Lady Gaga“

Damals habe sie innerlich quasi dem Klavier die Schuld gegeben, sie zu Lady Gaga gemacht zu haben. „Mein größter Feind war Lady Gaga. Das dachte ich: Mein größter Feind ist sie. Ich konnte nicht ins Lebensmittelgeschäft gehen. Wenn ich mit meiner Familie zum Abendessen gehen wollte, kam jemand an den Tisch. Es ging immer um Lady Gaga.“

Mittlerweile hat die Sängerin, die mit bürgerlichem Namen Stefani Germanotta heißt, aber Frieden mit ihrem Bühnen-Alter-Ego geschlossen und weiß, dass sie ohne das Singen genau so wenig leben könnte. „Ich schwöre auf meine zukünftigen ungeborenen Kinder. Ich weiß nicht warum, aber ich muss. Das muss ich tun. Singen, das muss ich.“

Alles auf (Neu)Anfang

Lady Gaga lässt die dunklen Tage hinter sich. Ihr Song „911“ und das dazugehörige Musikvideo stellen für sie einen Neuanfang dar. Der „911“-Clip ist voller bunter, unterhaltsamer Bilder, beinhaltet aber eine ernste Botschaft.

Es spielt in der Wüste, zunächst ist die Künstlerin mit Augenbinde scheinbar ohne Orientierung. Sie erblickt einen Reiter und folgt ihm in einen Innenhof. Dort erwarten sie verschiedene Personen, deren Handlungen auf den ersten Blick verwirrend wirken. Die Sängerin wird Teil des bunten Treibens, ehe der Clip eine unvorhergesehene Wendung nimmt.

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This short film is very personal to me, my experience with mental health and the way reality and dreams can interconnect to form heroes within us and all around us. I’d like to thank my director/filmmaker Tarsem for sharing a 25 year old idea he had with me because my life story spoke so much to him. I’d like to thank Haus of Gaga for being strong for me when I wasn’t, and the crew for making this short film safely during this pandemic without anyone getting sick. It’s been years since I felt so alive in my creativity to make together what we did with “911”. Thank you @Bloodpop for taking a leap of faith with me to produce a record that hides in nothing but the truth. Finally, thank you little monsters. I’m awake now, I can see you, I can feel you, thank you for believing in me when I was very afraid. Something that was once my real life everyday is now a film, a true story that is now the past and not the present. It’s the poetry of pain.

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„Werde ich sterben?“

Lady Gaga wacht als Patientin auf einer Bahre auf, das Make-up verschwommen, die Stirn blutig. Sanitäter kümmern sich um sie, im Hintergrund ist das Szenario eines Verkehrsunfalls zu erkennen. „Werde ich sterben?“, fragt die 34-Jährige unter Tränen. Eine Antwort erhält sie nicht.

Mit dem etwa vier Minuten langen Clip teile die Künstlerin etwas „sehr Persönliches“, wie sie am Freitag (18. September) bei Instagram erklärt. Es handle sich um ihre Geschichte, „meine Erfahrung mit psychischer Gesundheit und die Art und Weise, wie Realität und Träume sich miteinander verbinden“. Die Bilder sprechen für sich.

In einem kürzlich veröffentlichten „Billboard“-Interview sprach Lady Gaga schon einmal über ihre Vergangenheit, die offenbar geprägt war von Stunden des Kettenrauchens, Weinens und Trinkens. „Früher wachte ich jeden Tag auf und erinnerte mich daran, dass ich Lady Gaga war – und dann wurde ich depressiv“, erzählte sie. Die Künstlerin litt an Depressionen. „Meine Existenz an und für sich war eine Bedrohung für mich.“ (Bang/KT/SpotOn)

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