25.09.2020 22:43 Uhr

Lizzo: „Es ist normal, fett zu sein“

Lizzo steht der Body Positivity-Bewegung inzwischen sehr kritisch gegenüber. Die Musikerin ist für ihr Engagement für mehr Inklusivität bekannt.

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Trotzdem distanziert sie sich Lizzo (32) von der Bewegung, die auf Social Media inzwischen überall zu finden ist. „Wenn du jetzt nach dem Hashtag suchst, siehst du schlankere Mädchen, kurvigere Mädchen. Viele weiße Mädchen“, erklärt sie. „Ich bin froh, dass diese Konversation inzwischen im Mainstream-Narrativ angekommen ist“, so die Künstlerin.

Quelle: instagram.com

Kernaussage wurde geändert

„Was mir nicht gefällt, ist, dass die Leute, für die diese Bezeichnung kreiert wurde, nicht davon profitieren. Mädchen mit Rückenfett, Mädchen mit Bäuchen, die nach unten hängen, Mädchen mit Oberschenkeln, die nicht getrennt sind. Mädchen mit Dehnungsstreifen.” Mit der „Kommerzialisierung“ der Bewegung sei die Kernaussage jedoch verändert worden.

Lizzo wird weiter machen

Deshalb identifiziere sich die Rapperin auch nicht länger damit und wirbt stattdessen für „Body Normativity“. So schildert sie im Gespräch mit dem „Vogue“-Magazin: „Ich will meinen Körper normalisieren. Und nicht einfach sagen ‚Oh, schaut euch diese coole Bewegung an. Fett zu sein ist Body Positivity. Nein, fett zu sein ist normal. Ich denke, dass ich es den Menschen, die es gestartet haben, mittlerweile schulde, nicht einfach hier aufzuhören.“

Veränderungen sind nicht immer angenehm

Die „Truth Hurts“-Künstlerin würde den Diskurs über Schönheitsideale am liebsten von Grund auf ändern. „Die Leute müssen sich unwohl fühlen, damit wir uns weiter verändern können. Veränderung ist immer unangenehm, nicht wahr?“, fügt sie hinzu. Gegenüber „Me“ erklärte sie zuletzt: „Es ist doch verrückt, dass es überhaupt als polarisierend gilt, das Wort fett zu verwenden. Wenn ich mich selbst als fett bezeichne, sagen die Leute: ‚Nein, du bist nicht fett, du bist wunderschön!‘ Als ob das eine das andere ausschließt!“

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In Lizzo’s Kultur ist es ein Kompliment

Besonders weiße Menschen hätten ein Problem mit der Bezeichnung, so Lizzo: „In meiner Kultur ist es ein Kompliment, wenn du einen fetten Arsch hast. Ich habe immer gelacht, wenn Weiße in Fernsehshows fragen: ‚Sieht mein Hintern in dieser Hose fett aus, Donna?‘ Als wäre es das Schlimmste auf der ganzen Welt!

(Bang/KT)

(Cec)

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