24.09.2020 08:55 Uhr

Mandy Capristo über ihre Depressionen: „Ich wollte nicht mehr“

Mandy Capristo hat über ihre dunkelste Stunde gesprochen. Die 30-Jährige konnte in den 2000er-Jahren große Erfolge mit ihrer "Popstars"-Girlgroup Monrose erzielen, irgendwann trennten sich die drei Mädels und starteten Solo-Karrieren.

imago images / Future Image

Als Mandy war sie zunächst noch ziemlich erfolgreich, doch dann strebte sie einen Image-Wandel an und wollte unter ihrem Zweitnamen Grace eine zweite Karriere starten, die scheiterte. Grund dafür war eine dunkle Zeit in ihrem Leben.

Mandy Capristo spricht über ihre Depressionen

Auf die Frage, ob sie Depressionen hatte, antwortete Capristo jetzt im „Bild“-Interview: „Meine mentale Gesundheit hat definitiv darunter gelitten. Ich war permanent sehr traurig. Ich hatte keine Energie mehr und war oft müde.“

Weiter erklärt die schöne Sängerin: „Ich würde sagen, ich hatte leicht depressive Momente und habe mich ab diesem Moment angefangen mit dem Thema Depressionen zu befassen, da das nicht mein eigentliches Wesen ist. Ich mochte mich so selbst nicht.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Mandy Capristo (@mandycapristo) am Mai 27, 2020 um 12:13 PDT

„Ich wollte nicht mehr schön gemacht werden“

Und weiter: „Ich war einfach zu schlecht drauf, um Musik zu machen, die inspiriert. Egal wie schlecht ich mich gefühlt habe, ich habe immer versucht positiv zu bleiben – da ich wusste, dass ich die einzige bin, die mich da rausbekommt. Dadurch habe ich wieder Energie bekommen. Dass kann ich jedem empfehlen, dem es auch so geht. Nimm es selbst in die Hand.“

Und so schaffte es die Sängerin: „Ich habe die kleinen Dinge gemacht, die mich glücklich machen. Waldspaziergänge, Currywurst mit Freunden, ohne Make-up rausgehen. Ich habe das Designer-Kleid gegen den Mickey-Mouse-Schlafanzug getauscht. Die echten Dinge halt.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Mandy Capristo (@mandycapristo) am Mär 24, 2020 um 11:56 PDT

„In meinem Herz passierte nichts mehr“

Mandy geht noch tiefer ins Detail: „Ich wollte nicht mehr schön gemacht werden. So habe ich mich wieder gefühlt. Ab einem gewissen Zeitpunkt hatte ich ja nichts mehr gefühlt. In meinem Herz passierte nichts mehr. So konnte ich auch keine Platten mehr machen. Ich wollte nicht von meiner Trauer erzählen. Dafür bin ich nicht der Künstler. Das will keiner von mir hören.“

Der ganze Rummel um sie und ihre Person, den sie schon seit einem jungen Alter mitmachen musste, wurde Mandy irgendwann zu viel, wie sie vor einigen Monaten im Gespräch mit  „Bunte.de“ gestand.

Galerie

Irgendwann wurde Mandy alles zu viel

„Es hat sich alles irgendwie in die falsche Richtung entwickelt.“ Gestört habe sie vor allem, wie ihre Person in den Medien dargestellt wurde. „Und dann habe ich gesagt: ‚Okay, ich gehe einen Schritt zurück.‘ Ich hatte mein Team an meiner Seite und wusste, ich brauche jetzt mal einen Moment für mich“, so Mandy.

Ihre Entscheidung, ein Leben in der Öffentlichkeit zu führen, habe sie aber bis heute nicht bereut – trotz der Schwierigkeiten. „Wenn man so jung ist, weiß man nicht, was auf einen zukommt.“

Und weiter: „Es gibt gewisse Dinge, auf die bist du nicht vorbereitet. Wir sind alle nur Menschen und da fließen dann auch mal Tränen über gewisse Dinge, die man so in der Form einfach nicht erwartet hat“, gibt die 30-Jährige offen zu. (Bang)

Das könnte Euch auch interessieren