28.10.2020 19:04 Uhr

Matthew McConaughey wollte für diesen lausigen Job Karriere opfern

Matthew McConaughey hätte die Schauspielerei beinahe aufgegeben, um Wildnisführer oder Dirigent eines Sinfonieorchesters zu werden.  Der 50-jährige Schauspieler zog es in Erwägung, seinen Beruf als Schauspieler an den Nagel zu hängen.

imago images / AAP

Frauenschwarm Matthew McConaughey schaffte zwar seinen Durchbruch in Hollywood mit Romantikkomödien wie „Wedding Planner – Verliebt, verlobt, verplant“ von 2001 oder „Wie werde ich ihn los – in 10 Tagen?“ von 2003, jedoch hatte er von diesem Genre bald die Nase voll und wollte sich mit ernsteren Dingen beschäftigen.

Hat er genug von der Schauspielerei?

Und er hatte eine Vielzahl neuer Karriereoptionen im Sinn. Im Gespräch mit Oprah Winfrey in „The Oprah Conversation“ auf Apple TV+ gab er zu: „Ich habe mich mit dem Gedanken an andere Karrieren beschäftigt, ich habe mich damit beschäftigt, High-School-Fußballtrainer zu werden.“

Und weiter: „Ich habe die Möglichkeit des Leiters des Symphonieorchesters in Erwägung gezogen, ich habe mich mit dem Beruf des Wildnisführers, und dem des Schullehrers beschäftigt. Ich wollte nicht zurückgehen.“

Er bleibt Komödien fern

Doch schließlich kam Matthew zu einer Erkenntnis, die ihn dazu brachte, seinen Karriereweg fortzusetzen, da er wusste, dass große „Belohnungen“ vor ihm liegen könnten. „Und ich begann das Gefühl zu bekommen, dass, auch wenn dies umso schwieriger wird, dies bedeutet, dass es auf der anderen Seite mehr Belohnungen gibt“, so der Texaner weiter.

Und er sollte Recht behalten. Für seine Rolle in „Dallas Buyers Club“ (2013) hungerte sich McConaughey die Kilos runter und wurde für seine Darbietung mit einem Oscar belohnt. Komödien blieb er bis heute fern und war stattdessen in erfolgreichen Filmen wie ‚Interstellar‚ und ‚The Wolf of Wall Street‚ oder der Miniserie ‚True Detective‚ zu sehen.

Er wurde als Teenager sexuell missbraucht

Matthew McConaughey berichtet in seiner neuen, veröffentlichten biographischen Abhandlung „Greenlights“ so emotional und offen über seine Lebenserfahrungen wie nie zuvor. Zu Beginn seines Buches erwähnt der 50-jährige Schauspieler auch zwei Situationen sexuellen Missbrauchs als er ein Teenager war.

Matthew McConaughey kategorisiert diese Ereignisse in seinem Leben als „grüne, gelbe und rote Lichter“. Er betrachtet sie als Momente, die ihn beschleunigten oder zum Innehalten brachten oder eben Tiefpunkte waren.

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Er wurde bewusstlos geschlagen

Der erste Missbrauchs-Vorfall ereignete sich im Alter von 15 Jahren, der zweite im Alter von 18 Jahren. „Als ich 15 war, erpresste man mich das erste Mal zum Sex“, schreibt der Oscar-Preisträger in seinem Buch. Der gebürtige Texaner fügt hinzu: „Ich war mir sicher, dass ich wegen vorehelichem Sex zur Hölle fahre. Heute kann ich nur hoffen, dass das nicht der Fall ist.“

McConaughey schreibt auch über eine spätere Zeit, in der er von einem Mann offenbar vergewaltigt wurde, als er 18 Jahre alt war. Der habe ihn damals „bewusstlos geschlagen und auf die Ladefläche eines Lieferwagens geworfen“.

Der Schauspieler geht nicht weiter ins Detail über den sexuellen Missbrauch. Er sagte lediglich gegenüber dem „People“-Magazin: „Ich habe mich nie als Opfer gefühlt.“ Und: „Es gibt viele Beweise dafür, dass die Welt sich gegen mich verschworen hat, um mich glücklich zu machen“, erklärte McConaughey. (Bang/KT)