30.09.2020 10:50 Uhr

Meghan klagt über ihre Darstellung in den Medien

Herzogin Meghan klagt über die mediale Verzerrung ihrer Worte. Nicht erst seit Prinz Harry und seine Frau von ihren royalen Pflichten zurückgetreten sind und in die USA gezogen sind, wird die ehemalige Schauspielerin als kontroverse Figur betrachtet.

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Auch dass die 39-Jährige die amerikanischen Bürger zum Wählen aufgerufen hat und öffentlich die Black Lives Matter-Bewegung unterstützt, ruft Kritik hervor. Angehörige der britischen Krone halten sich traditionell aus politischen Angelegenheiten heraus.

„Du musst Humor diesbezüglich haben“

Meghan selbst weist diese Vorwürfe dagegen als ungerecht zurück. „Wenn man auf die Sachen zurückblickt, die ich gesagt habe, dann ist das, was am Ende aufrührerisch ist, die Interpretation der Leute davon. Aber wenn man sich das anhört, was ich tatsächlich sage, dann ist es nicht kontrovers“, stellte sie beim digitalen „Most Powerful Women“-Gipfel klar.

„Und manches davon ist einfach eine Reaktion auf Dinge, die nicht passiert sind. Ich denke, du musst Humor diesbezüglich haben, obwohl es sehr gefährlich sein kann, etwas falsch zu interpretieren, das nicht einmal existiert hat.“

„Wir brauchen verlässliche Medien und Nachrichtenquellen“

Auch aus diesem persönlichen Grund fordert die „Suits„-Darstellerin einen authentischen Journalismus. „Wir brauchen verlässliche Medien und Nachrichtenquellen, die uns die Wahrheit erzählen“, wünscht sie sich. „Wenn du weißt, dass etwas falsch läuft, dann berichte es und sprich darüber.“

Herzogin Meghan muss im Prozess gegen die „Mail On Sunday“ erneut eine Niederlage einstecken. Die kürzlich erschienene Biografie über sie und Prinz Harry darf die Gegenseite in ihrer Verteidigung verwenden.

Biografie darf vor Gericht gegen sie verwendet werden

Die 39-Jährige klagt wegen einer Persönlichkeitsrechtsverletzung gegen die britische Zeitung „Mail on Sunday“ und deren Verlag Associated Newspapers. Anlass für den Prozess ist die Veröffentlichung eines handschriftlichen Briefes von Meghan an ihren Vater Thomas Markle (76) aus dem Jahr 2018, der von der „Mail on Sunday“ abgedruckt worden war.

Die Herzogin sieht darin einen Missbrauch privater Informationen und sich selbst in ihren Persönlichkeits- und Datenschutzrechten verletzt. Bei einer Gerichtsanhörung musste Meghan nun einen Rückschlag hinnehmen.

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Die Verteidigung ihrer Persönlichkeitsrechte

Das Gericht hat laut BBC News entschieden, dass die Gegenseite ihre Verteidigung ändern darf und „Finding Freedom“, die am 11. August erschienene Biografie über die Herzogin und Ehemann  in ihrer Argumentation verwenden kann. Der Verlag möchte mit der Biografie zeigen, dass die Herzogin mit den Autoren des kürzlich veröffentlichten Buches zusammengearbeitet hat, um ihre Version bestimmter Ereignisse darzustellen.

Unter anderem soll sie den Autoren auch Informationen zu dem Brief an ihren Vater weitergegeben und sich dabei in gutes Licht gestellt haben – die Verteidigung ihrer Persönlichkeitsrechte wird damit angezweifelt. Die Anwälte der Herzogin bestreiten die Zusammenarbeit.

Im Juli hatte das Sussexpaar in einer Stellungnahme versichert, nicht mit den Autoren Omid Scobie und Carolyn Durand im Austausch gewesen zu sein. Die Gerichtsverhandlung ist für Januar 2021 angesetzt und soll zehn Tage dauern. Meghan soll im Gericht dann auch auf ihren Vater treffen. (Bang/KT/SpotOn)

 

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