07.10.2020 15:21 Uhr

Paul McCartney: Alleine aus der Alkoholsucht

Beatles-Urgestein Paul McCartney hatte nach der Trennung der Band schwere Alkohol-Probleme. In einem Interview hat er jetzt verraten, wie er sich selbst therapiert hat.

imago images / ZUMA Press

Er gilt als der erfolgreichste Songwriter in der Geschichte der Popmusik: Beatles-Legende Paul McCartney. Zusammen mit John Lennon († 40) schrieb McCartney die meisten Songs für die Beatles. Im Jahr 1970 trennten sich die Wege der Beatles-Mitglieder McCartney, Lennon, Ringo Starr und George Harrison nach etwa zehn Jahren. Das Ganze ging an McCartney nicht spurlos vorbei: Er stürze in Depressionen und Alkoholsucht.

„Saufen oder schlafen.“

In einem Interview mit dem „Focus“ antwortete er auf die Frage, ob der Druck der Musikbranche Einfluss auf seine Psyche genommen habe, mit: „Ja, das würde ich schon sagen. Aber um ehrlich zu sein, habe ich meine Probleme mit Alkohol gelöst. Ich hatte einfach keine Zeit für psychische Probleme, da hieß es eher: Scheiß drauf, saufen oder schlafen. Trotzdem bin ich sicher, dass mich all das beeinflusst hat, weil es einfach eine deprimierende Zeit war.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an The McCartney’s visit to East Hampton. New York, 1975 #ThrowbackThursday #TBT #PaulMcCartney #NewYork #McCartney #EastHampton #1975 @lindamccartney #LindaMcCartney Ein Beitrag geteilt von Paul McCartney (@paulmccartney) am Mär 15, 2018 um 10:33 PDT

McCartney war sein eigener Psychiater

Obwohl Depression und Sucht beides sehr ernstzunehmende Erkrankungen sind und in den meisten Fällen psychologische und ärztliche Hilfe benötigen, hat Paul McCartney sich selbst helfen können: „Ich glaube, das ist mir gelungen, die Depressionen hinter mir zu lassen, indem ich mir sagte: ‚Okay, das ist echt scheiße, und ich muss was dran ändern.‘ Also hab ich was geändert. Das ist wohl mein Weg – so was wie mein eigener Psychiater zu sein. Man sagt sich: ‚Hey, das ist doch uncool, du bist gar nicht so schlecht, wie du denkst.'“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an „There are so many great memories at Abbey Road. It’s very hard to choose one, but just to pick out of the bunch, I think it was recording the orchestra on ‘A Day In The Life’“ ? From Abbey Road to his own home studio, Paul shares his favourite recording studio stories in this month’s website Q&A. Link in bio ? Photo by @marymccartney Ein Beitrag geteilt von Paul McCartney (@paulmccartney) am Mai 28, 2020 um 8:45 PDT

Kein Facebook für McCartney

Vor wenigen Tagen hat McCartney bereits gestanden, dass Social Media trotz seines Ruhms nichts für ihn wäre: „Ich weiß noch, wie ich mal mit Gwyneth Paltrow essen ging, und sie fragte, ob ich eine Facebook-Seite hätte. Ich sagte Ja, dass ich aber nicht häufig draufschauen würde. Sie war total schockiert und meinte: Das kann aber echt gefährlich werden.“ Seine Antwort: „Tja, schätze, da hast du wohl recht, aber ich hab für so was einfach keine Zeit. Ich schaue mir diese ganzen Sachen oberflächlich an, aber eigentlich üben sie keinerlei Anziehungskraft auf mich aus. Ich verzieh mich lieber in eine Ecke und versuche, einen Song zu schreiben.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Paul @amoebahollywood playing his unannounced #AmoebaGig ? #ThrowbackThursday #TBT ? ‘Amoeba Gig’ will be released tomorrow on digital, CD, 2 x 180g black vinyl and limited edition colour vinyl. #PaulMcCartney Ein Beitrag geteilt von Paul McCartney (@paulmccartney) am Jul 11, 2019 um 9:40 PDT

Galerie

Zu viel Druck bei Instagram

In seinem engsten Umfeld sei Social Media aber ein größeres Thema: „Viele Leute in meiner Familie nutzen Instagram, und ich sage immer: ‚Ich kann nicht glauben, dass du dir das antust. Du musst dir doch jedes Mal, wenn du ein Bild postest, einen cleveren Spruch dazu einfallen lassen.‘ Das ist der schlimmste Druck auf Erden! Da macht man einfach nur ein Foto von seinem Frühstück, und dann muss man irgend so etwas dazu sagen wie: ‚Brötchen zum Frühstück – gibt’s bei uns nicht nur sonntags.‘ Mir macht sowas einfach keinen Spaß.“ (Bang/KuT)