19.09.2020 11:00 Uhr

Sylvie Meis spricht über ihre dunkelsten Stunden

An diesem Wochenende heiratet Sylvie Meis ihren Verlobten Niclas Castello in Florenz. Schon seit Wochen strahlt sie diesem Termin entgegen. Doch das Leben der 42-Jährigen war nicht immer so beschwingt und sorgenfrei.

imago images / POP-EYE

2009 erkrankte Moderatorin Sylvie Meis an Krebs – und in ihr noch sehr junges Leben tritt damals mit gerade einmal 31 Jahren eine ganz furchtbare Angst. Die vor dem eigenen Tod. In einem Interview hat sie jetzt offen über die schlimmste Zeit ihres Lebens und über die langen und dunklen Schatten ihrer Krebserkrankung gesprochen. Wie sie überlebt hat, was ihr bis heute Angst und wie es war, plötzliche eine Glatze zu haben.

Sylvie Meis: Rückblick auf ihre Krebserkrankung

Vor elf Jahren wurde bei der 42-jährigen Moderatorin Brustkrebs diagnostiziert. Eine schwere Zeit, in der sich die Holländerin auch von ihren geliebten Haaren trennen musste und eine Glatze trug. Zeitgleich gingen die Dreharbeiten für „Das Supertalent“ los, bei dem die Blondine in der Jury saß. Wie sie damit umging, erzählte sie jetzt in einem „Gala“-Interview: „Ich erinnere mich noch daran, dass wenige Tage, nachdem ich meine erste Perücke bekommen habe, ein großer Pressetermin für „Das Supertalent“ anstand. Serena hat mir einen Pony geschnitten, ohne diesen hätte man nämlich den Ansatz der Perücke viel stärker gesehen.“

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Tränen nach dem ersten Auftritt mit Perücke

Weiter erklärt sie: „Sich das erste Mal mit einer Perücke den Fotografen zu zeigen und mitzubekommen, wie die Leute darüber sprechen und nachfragen, war nicht einfach. Natürlich habe ich hinterher geweint und mich total verunsichert gefühlt. Aber als dieser Moment vorbei war, habe ich mir gesagt: Dann ist jetzt eben die Zeit für Experimente.“

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Es war die Zeit für Haar-Experimente

Und das bedeutete für die Hamburgerin konkret: „Ich konnte einfach machen und musste mich nicht zurücknehmen. Alle wussten Bescheid, was ich gerade durchlebe. Also habe ich mich ein bisschen ausgetobt: Wellig, glatt, hochgesteckt – wir haben einfach alles ausprobiert. Genau das soll auch den Teilnehmerinnen der DKMS LIFE Kosmetikseminare ermöglicht werden. Auch aus der Zeit danach, als ich zwar wieder Haare, aber eine Kurzhaarfrisur hatte, habe ich das Beste gemacht.“

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Sylvie Meis warnt: „Krebs macht keine Pause“

Die Haare sind inzwischen wieder eine traumhafte Mähne, doch das Trauma bleibt. Daher geht Sylvie offen mit ihrer Erkrankung um und macht so bis heute vielen Patientinnen und Patienten Mut. Anlässlich der DKMS-LIFE-Kampagne „Krebs macht keine Pause“ sagte sie im Interview: „Es hat mein Leben gerettet, dass ich gleich zum Arzt gegangen bin. In Zeiten von Corona hätte ich vielleicht auch gedacht: Ich gehe erstmal nicht, weil es nicht so dringend ist.“

Während der Pandemie würden Themen wie Krebs momentan nicht richtig beachtet, so Meis weiter: „Das Schlimme ist ja, dass während des Lockdowns viele dringende Behandlungen unterbrochen werden musste. Corona ist schrecklich, bedrohend und hoch aktuell, aber wir dürfen nicht die Menschen vergessen, deren lebensnotwendige Krebsbehandlungen unterbrochen wurden oder gar nicht erst beginnen konnten.“ Und weiter: Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an Krebs denke.“

Sylvie Meis: Traumhochzeit mit Traummähne

Hoffentlich liegen diese dunklen Tage hinter Sonnenschein Sylvie. Aktuell geniesst sie aber garantiert ihr viertägiges Hochzeitsfest in Florenz mit ihrem Verlobten Niclas Castello. Nach Pre-Wedding-Party mit Gästen wie Ralf Möller und einem Vorab-Check beim Standesamt, dürften sich die beiden Turteltauben am heutigen Samstag (19. September) jede Minute das Jawort geben… (Bang/KUT)

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