Zurück zur Traummähne: Was hilft gegen Haarausfall?

Sibylle KyeckSibylle Kyeck | 10.12.2020, 05:14 Uhr
Zurück zur Traummähne: Was hilft gegen Haarausfall?
Zurück zur Traummähne: Was hilft gegen Haarausfall?

Foto: Shutterstock/ Batkova Elena

Haarausfall – neben Männern sind in Deutschland auch viele Frauen von dem Thema betroffen – allein 20 bis 30 Prozent leiden unter anlagebedingtem Haarverlust.

Mittlerweile gibt es viele Mittel auf dem Markt, die gegen die verschiedenen Arten des Haarausfalls wirksam sein sollen. Dazu zählen neben Hausmitteln von Großmuttern auch diverse Shampoos sowie Nahrungsergänzungs- und Haarwuchsmittel.

Die Ursachen für Haarausfall

Haarausfall (medizinisch: Alopezie) kann viele verschiedene Ursachen haben. Meist äußert er sich jedoch in einer von zwei Formen: dem anlagebedingten (hormonell-erblichen) Haarausfall oder dem diffusen Haarausfall. Der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie) wird durch eine genetische Überempfindlichkeit der Haarfollikel aufgrund eines bestimmten Geschlechtshormons verursacht. Typisch für diese Art des Haarausfalls sind bei Männern Geheimratsecken, eine Tonsur oder eine spätere Glatzenbildung. Bei Frauen hingegen lichtet sich das Haar häufig in der Scheitelregion.

Der diffuse Haarausfall – also das Ausdünnen der Haare auf der gesamten Kopfhaut –, der manchmal auch nur temporär vorkommt, hat verschiedene Auslöser. Körperlicher oder psychischer Stress, Schlafmangel, Zink- oder Eisenmangel, eine Fehlfunktion der Schilddrüse, chronische Erkrankungen, eine Infektion oder bestimmte Medikamente können dabei zum Haarverlust führen. Auch viele Prominente haben mit einem solchen temporären Haarausfalls zu kämpfen. Als Folge von Stress oder anderen körperlichen Mangelzuständen. Bei Hollywood-Star Alyssa Milano etwa kam der Haarausfall als Folge einer Corona-Infektion.

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Foto: Shutterstock/ ShotPrime Studio

Shampoos gegen Haarausfall

Eine simple Lösung gegen Haarausfall bei Frauen sind Shampoos, die es in der Apotheke und in der Drogerie zu kaufen gibt. Sie enthalten anregende Wirkstoffe wie etwa Koffein, die die Haarfollikel in der Kopfhaut vor dem „DHT-Hormon“ schützen sollen, das genetisch bedingten Haarausfall bedingt. Bei diffusem Haarausfall werden Frauen häufig basische Shampoos empfohlen, die das Haar ohne den Einsatz aggressiver Chemikalien reinigen und es mit Nährstoffen versorgen, die nicht über die Ernährung aufgenommen werden können. Eine Wunderwirkung darf man sich von Shampoos gegen Haarausfall aber nicht versprechen. Sie stärken vorhandenes gesundes Haar, sind normalerweise jedoch nicht dafür geeignet, dem Fortschreiten von krankhaftem Haarausfall dauerhaft die Stirn zu bieten.

Wie wirken Nahrungsergänzungsmittel?

Viele Frauen sehen den Grund für ihren Haarverlust in einer einseitigen oder ungesunden Ernährung. Liegt eine Mangelernährung vor, ist es in jedem Fall ratsam, die Ernährung umzustellen. Außerdem versprechen zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel, in Form von Pillen oder Kapseln, eine Bekämpfung des Haarausfalls von innen heraus. Denn sie enthalten viel Eisen, Zink und Biotin, also genau die Nährstoffe, die die Festigkeit der Haarwurzeln fördern.

Bei diffusem Haarausfall, doch ebenfalls bei stress- oder ernährungsbedingten Haarverlust können Nahrungsergänzungsmittel helfen. Denn diese Formen des Haarverlusts werden oft durch eine Mangelernährung herbeigeführt. Entsprechende Nahrungsergänzungsmittel können die Gesundheit vorhandener Haare verbessern. Sie dienen der diätischen Behandlung bei androgenetischen Haarwachstumsstörungen und Haarausfall.

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Foto: Shutterstock/ Rido

Welche Haarwuchsmittel helfen?

Mit Finasterid und Minoxidil gibt es zwei Wirkstoffe, die nachweislich gegen hormonell bedingten Haarausfall helfen. Laut einer Studie des österreichischen Netzwerks „medizin-transparent.at“ an der Donau-Universität Krems kann die regelmäßige Anwendung einer Minoxidil-Lösung mit zwei bis drei Prozent des Wirkstoffs auf der Kopfhaut bei rund drei von zehn betroffenen Männern zu kosmetisch signifikanten Besserungen führen. Bei Frauen mit hormonell verursachtem Haarausfall zeigt die Behandlung mit Minoxidil, das die Durchblutung der Haarfollikel ankurbelt und die Aktivität der Haarwurzeln unterstützt, ebenfalls Wirkung.

Nebenwirkungen können in Form von Hautreizungen, Jucken und Hautentzündungen auftreten. Außerdem könne Haarwuchs an unerwünschten Stellen außer der Kopfhaut kommen. Auch beim Einsatz von Finasterid zeigte sich nach sechs bis zwölf Monaten bei rund vier von zehn Männern eine Besserung des Haarwachstums. Gegen Haarausfall bei Frauen dürfte es dagegen nicht helfen, so die Forscher. Und sowohl für Minoxidil als auch Finasterid gilt: Wird die Behandlung abgesetzt, fällt auch das Haar wieder aus.

(KTAD)