Anne-Sophie Mutter kritisiert Umgang mit der Kultur

Anne-Sophie Mutter hofft, dass die Konzerthäuser bald wieder geöffnet werden können.

Markus Scholz/dpa

28.01.2021 11:56 Uhr

Die Kulturbranche leidet ganz besonders unter der Corona-Pandemie. Manche Maßnahmen kann Anne-Sophie Mutter nicht wirklich nachvollziehen.

Die in Baden geborene Stargeigerin Anne-Sophie Mutter (57) hat den strengen Umgang der Politik mit der Kulturbranche scharf kritisiert.

Dass der kulturelle Raum von der Politik als „Superspreader-Raum“ dargestellt worden sei und Musikerinnen und Musiker ein Berufsverbot auferlegt bekommen hätten, habe nichts mit einer positiven Entschleunigung zu tun, sagte Mutter der „Badischen Zeitung“.

„Für die rund 50.000 Soloselbständigen in der Branche sind die Zeiten ruinös, zumal die sogenannten Novemberhilfen bis Ende Januar noch nicht geflossen sind.“ Sie könne nicht nachvollziehen, warum der Besuch eines Museums gefährlicher sein soll als der Einkauf in einem Drogeriemarkt. Sie erwarte zumindest, dass bei den ersten Lockerungen auch die Konzerthäuser wieder geöffnet würden.

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