23.09.2020 17:00 Uhr

In «Windbound» segeln Spieler um ihr Leben

Das Spiel «Windbound» erinnert stilistisch stark an verschiedene «Zelda»-Titel von Nintendo. Doch das Indie-Abenteuer ist viel mehr als nur eine müde Kopie.

Deep Silver/Koch Media/dpa-tmn

Entspanntes Reisen sieht anders aus: Mitten auf dem Meer erleidet die junge Frau Kara Schiffbruch und wird an den Strand einer einsamen Insel gespült. Dort muss sie schon bald ums Überleben kämpfen – denn auf der Insel lauern wilde Tiere, bösartige Monster und viele andere Gefahren. So beginnt „Windbound“, ein neues Abenteuerspiel des australischen Entwicklers 5 Lives Studios.

Geschichte ohne Charaktere

Bei ihrer Abenteuerreise ist Kara ganz auf sich allein gestellt: In „Windbound“ treffen Spielerinnen und Spieler keinen anderen Charakter. Eine Geschichte erzählt der Titel trotzdem: Wer wissen will, warum die Inseln unbewohnt sind, muss dort Ruinen untersuchen und dem geisterhaften Flüstern lauschen, das zu hören ist.

Im Mittelpunkt steht aber der Kampf ums Überleben. So gilt es etwa, immer vor Anbruch der Dunkelheit einen geeigneten Unterschlupf zu finden, denn viele der nachtaktiven Tiere sind sehr gefährlich.

Jagen, kochen, segeln

Tagsüber wird Kara von der Gejagten zur Jägerin und kann Tiere mit Pfeil und Bogen jagen – oder, etwas friedlicher, Pflanzen sammeln. Danach müssen die Nahrungsmittel über dem Feuer zubereitet werden. Anders als in vielen Spielen ist das keine Beschäftigungstherapie, sondern lebenswichtig.

Um in „Windbound“ Fortschritt zu machen, muss Kara von Insel zu Insel segeln, in einem selbstgebauten Boot natürlich. Der anfangs etwas klapprige Kahn lässt sich im Verlauf des Spiels weiter ausbauen oder verbessern – genau wie Karas Waffen. Die dafür nötigen Materialien finden Spieler in der Wildnis oder müssen sie aus den Körpern gejagter Tiere herstellen. Geschenkt gibt es in „Windbound“ nichts.

Zwei Modi zur Auswahl

Wer es nicht ganz so stressig mag und lieber die schöne, fast wie handgemalt wirkenden Bilder des Spiels genießen will, kann aber ebenfalls auf seine Kosten kosten. Denn „Windbound“ bietet zwei Modi: neben dem Survival-Modus, in dem jeder Fehltritt Karas letzter sein könnte, gibt es den deutlich gnädigeren Storyteller-Modus. So wird es vielleicht doch noch etwas mit dem entspannten Reisen.

„Windbound“ von Deep Silver/Koch Media und 5 Lives Studios ist für den PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch und Google Stadia erhältlich und kostet je nach Plattform etwa 30 Euro.

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