Sonntag, 24. Juni 2018 15:39 Uhr

Ähm, zuviel Hitze für diesen VW-Bus?

Mit seiner grotesken Kunst sorgt Erwin Wurm immer wieder für Aufsehen. Künstlerische Grenzen kennt der Österreicher dabei nicht. Für ihn ist auch die Wurst Kunst.

Ähm, zuviel Hitze für diesen VW-Bus?

Hotdog-Bus: Kunst und Essen in einem. Foto: Johannes Schmitt-Tegge

Würstchen sind ein gern genutztes Symbol des österreichischen Künstlers Erwin Wurm – nun hat der Bildhauer sich das amerikanischste aller Würstchen vorgenommen: den Hotdog. In einem New Yorker Park hat er einen senfgelben Bus parken lassen, aus dem an Wochenenden kostenlos Hotdogs verteilt werden. Der ausgebeulte, dickliche Kleinbus im Stadtteil Brooklyn erinnert an Wurms „Fat Car“-Serie aus fetten Autos. Im Hintergrund des „Hot Dog Bus“ ist auf der anderen Flussseite die Skyline der Stadt zu sehen.

Einwanderer hatten den Hotdog – eine Brühwurst im weichen Brötchen, serviert oft mit Senf oder Ketchup – im 20. Jahrhundert in den USA beliebt gemacht.

Der „Hot Dog Bus“ sei „großzügig und demokratisch“, teilt der Public Art Fund mit, der das Projekt mit Hilfe von Spenden möglich gemacht hat. Die Aktion spiele aber auch auf die Verbindung des bekannten Street Food zu Wurms Heimatland Österreich an. An einem Wochenendtag verteilten sie bis zu 1200 Hotdogs, sagte eine Mitarbeiterin der Deutschen Presse-Agentur am Samstag.

Startete 2015 als Curry-Bus

Wurm ist dafür bekannt, Grenzen zwischen Skulptur und Betrachter zu durchbrechen. Erst die Gäste machen den „Hot Dog Bus“ komplett, deren Körpermasse sich durch das Essen der Hotdogs so verändert, wie Wurm den Bus hat anschwellen lassen. 2015 diente er in Wolfsburg bereits als „Curry Bus“, aus dem Currywurst verkauft wurde. Unten im Video sieht man ein Making Of. In Deutschland hatte Wurm 2014 auch groteske Würstchen-Skulpturen gezeigt, die mit Wurstärmchen und -beinchen Klassiker der Bildhauerei parodieren.

Erwin Wurm stammt aus Bruck an der Mur bei Graz und lebt und arbeitet in Wien und Limberg. Der „Hot Dog Bus“ ist an einem Pier in Brooklyn jedes Wochenende bis Ende August zu sehen. (dpa/KT)

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