Samstag, 27. Januar 2018 17:37 Uhr

Anna Brüggemann: Flammender Aufruf gegen den Teppichluder-Look

Im Februar ist wieder Berlinale. Anna Brüggemann hat mit einem Post eine Aktion für mehr Gleichberechtigung auf dem Film-Festival gestartet. So wünscht sich die Schauspielerin mehr Kreativität bei der Kleiderwahl und weniger klassische Rollenverteilung.

Anna Brüggemann: Flammender Aufruf gegen den Teppichluder-Look

Foto: WENN.com

Die 36-Jährige hat vor der Berlinale angesichts der #MeToo-Debatte eine Aktion für Gleichberechtigung initiiert. Mit einem Post der Seite „Nobody’s Doll“ (etwa: Niemandes Puppe) rief sie auf Facebook dazu auf, bei der im Februar anstehenden Berlinale auf die klassische Rollenverteilung in der Kleiderordnung zu verzichten. „Die Gleichberechtigung ist auf dem roten Teppich noch nicht angekommen“, kritisierte Brüggemann. „Der Druck, der auf Frauen lastet, noch immer viel zu dünn, makellos und alterslos zu sein“, werde stiefmütterlich behandelt.

Dem „Spiegel“ (Samstag) sagte die Schauspielerin und Drehbuchautorin, sie wolle mehr Kreativität statt Uniformierung – auf dem roten Teppich und auch im Fernsehen. „Nur so werden wir das Rollenbild des Pin-ups endlich hinter uns lassen.“

Zwangsauftritte, um anderen zu gefallen

Brüggemann monierte, dass Kolleginnen sich in Kleider oder Schuhe zwängten, nur um anderen zu gefallen. Sie schrieb: „Die Frauen zwängen sich in enge Röcke, zeigen Dekolleté, balancieren auf sehr hohen, sehr dünnen Absätzen, und die Männer versuchen, möglichst markant und nonchalant ihre Bodies zu präsentieren. (…) Wir Frauen tun nach wie vor Dinge, die unbequem für uns sind, unpraktisch, Dinge, von denen wir glauben, daß wir sie machen müssen, um dem unsichtbaren Dritten zu gefallen. Dieser unsichtbare Dritte ist nach wie vor ein Mann.“

Quelle: instagram.com

„Das hier ist kein Aufruf, in Sack und Asche zu gehen“, schrieb sie weiter. „Dies hier ist ein Aufruf, die eigene Schönheit zum Leuchten zu bringen und sie nicht durch reale oder eingebildete Zwänge einzukerkern.“ Fast 30 Kolleginnen und Kollegen aus der Branche unterzeichneten ihren Aufruf.

Wie sie sich das konkret vorstellt, sagte sie allerdings nicht. Wir werden es weiter beobachten. Danke Anna! (dpa/KT)

Quelle: instagram.com

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