Dienstag, 19. Juni 2018 22:21 Uhr

Boris Becker: „Es ist Fakt, dass ich Diplomat von Zentralafrika bin“

Was für ein Sommertheater! Mit einem zentralafrikanischen Diplomatenpass hofft Boris Becker sein Insolvenzverfahren in London beenden zu können. Doch aus dem Land kommen widersprüchliche Signale. Die Tennis-Legende bleibt dabei: Ich bin „heute Diplomat von Zentralafrika“.

Boris Becker: "Es ist Fakt, dass ich Diplomat von Zentralafrika bin"

Foto: WENN.com

Der Streit um die angebliche diplomatische Immunität von Tennis-Legende Boris Becker (50) geht in die nächste Runde. Eine Sitzung dazu am Londoner High Court endete am Montag dem britischen Sender ITV zufolge zunächst ohne endgültige Entscheidung.

Bis das Gericht über die Immunität Beckers befunden habe, solle das Insolvenzverfahren aber vorerst bestehen bleiben. Eine weitere Anhörung finde nicht vor dem 5. Oktober statt, zitierte ITV den Richter. Die britischen Insolvenzverwalter und das Gericht wollten dies am heutigen Dienstag nicht bestätigen oder kommentieren.

„Diplomatenstatus mit Privilegien“

Mit Blick auf das Insolvenzverfahren hatten Beckers Anwälte in der vergangenen Woche Aufsehen erregt – mit der Mitteilung, der Ex-Sportstar sei rechtlich nicht mehr zu belangen, und zwar wegen diplomatischer Immunität. Sie beriefen sich dabei auf einen ehrenamtlichen Posten, den Becker im April an der zentralafrikanischen Botschaft in Brüssel übernommen hatte.Doch das wies der Außenminister der Zentralafrikanischen Republik einem Bericht der „Welt“ zufolge am Montag zurück. Becker genieße keine diplomatische Immunität, sagte Charles Armel Doubane der Zeitung. (Wir berichteten).

Becker selbst meldete sich heute zu dem Pass-Gezerre zu Wort. „Es ist aber nun eine Realität, es ist ein Fakt, dass ich heute Diplomat von Zentralafrika bin“, sagte er in einem per Video veröffentlichten Interview vom „Top Magazin Frankfurt“. Sein Posten als „Attaché für die Beschaffung von Mitteln für sportliche, kulturelle und humanitäre Angelegenheiten“ habe nichts mit einem laufenden Insolvenzverfahren gegen ihn zu tun. Es sei „richtig, dass mein Diplomatenstatus einige Privilegien beinhaltet. Zum Beispiel Immunität bei den besonderen Fällen, das muss man prüfen, aber das ist für mich nicht vordergründig wichtig.“ Er persönlich habe vom Botschafter der Zentralafrikanischen Republik im April den „Pass“ bekommen.

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