Donnerstag, 18. Januar 2018 09:11 Uhr

Brigitte Bardot nennt #MeToo-Debatte „scheinheilig und lächerlich“

Die französische Filmikone Brigitte Bardot (83) hat ihre ganz eigene Meinung zur #MeToo-Debatte. Sie nennet die Klagen von Schauspielerinnen über Belästigung „scheinheilig“.

„Was Schauspielerinnen angeht, und nicht Frauen im Allgemeinen, ist das in der großen Mehrheit der Fälle scheinheilig, lächerlich, uninteressant“, sagte Bardot in einem Interview, das das französische Magazin „Paris Match“ am Mittwoch in Auszügen online veröffentlichte. Viele Schauspielerinnen gäben sich gegenüber Produzenten als „Anmacherinnen“, um eine Rolle herauszuschlagen, so Bardot. „Danach erzählen sie, dass sie belästigt wurden, damit man von ihnen redet… In Wirklichkeit schadet ihnen das statt ihnen zu nützen.“

Sie selbst sei in ihrer Schauspielkarriere niemals Opfer sexueller Belästigung geworden, sagte die 83-Jährige. „Und ich fand es charmant, dass man mir sagt, dass ich schön bin oder einen netten kleinen Hintern habe. Diese Art von Kompliment ist angenehm.“ In den veröffentlichten Auszügen von „Paris Match“ ist offensichtlich nicht die gesamte Antwort Bardots auf die Frage nach Schauspielerinnen, die sexuelle Belästigung anprangern, abgebildet.

Bardot wurde als Sexsymbol bekannt

Vorwürfe gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein, Schauspielerinnen sexuell belästigt zu haben, hatten die #MeToo-Debatte um Sexismus und sexuelle Gewalt losgetreten.

Bardot („Und ewig lockt das Weib“) wurde in den 1950er und 1960er Jahren als Sexsymbol bekannt. Sie verabschiedete sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere von der Leinwand und setzt sich seitdem für den Tierschutz ein. Sie machte auch wiederholt Schlagzeilen mit ihrer Sympathie für die französische Rechtsaußen-Partei Front National. (dpa/KT)

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