Freitag, 15. Juni 2018 11:52 Uhr

Insolvenz: Boris Becker beruft sich jetzt auf diplomatische Immunität

In London läuft derzeit ein Insolvenzverfahren gegen Boris Becker. Jetzt macht der einstige Tennistar seinen Diplomatenstatus geltend. Wird ihm das helfen?

Insolvenz: Boris Becker beruft sich jetzt auf diplomatische Immunität

Becker ist Sonderattaché der Zentralafrikanischen Republik. Foto: Daniel Reinhardt

Boris Becker (50) beruft sich im Insolvenzverfahren gegen ihn in London auf diplomatische Immunität. Das bestätigte sein Anwalt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Becker hatte im April mitgeteilt, dass er von der Zentralafrikanischen Republik zum Sonderattaché für Sport und kulturelle Angelegenheiten in der Europäischen Union ernannt worden sei. Der Posten sei ein Ehrenamt, hatte es geheißen.

Britische Medien hatten bereits am Donnerstag berichtet, Beckers Anwälte hätten einen entsprechenden Antrag auf Immunität beim High Court in London eingereicht. Ob sich Becker mit dem Schritt dem Zugriff seiner Gläubiger entziehen kann, war noch offen.

Quelle: instagram.com

Immunität schützt nicht vor Bankrott

Die ‚Bild‘-Zeitung zitiert derweil einen Michael Gibbs vom staatlichen Insolvenzdienst in London: „Boris Becker wird am 21. Juni 2018 von seiner Insolvenz entbunden. Diplomatische Immunität kann seinen Bankrott nicht beeinträchtigen. Nicht jetzt und nicht in Zukunft. Wenn er einen diplomatischen Posten besetzt, hat dies keinen Einfluss auf seinen Bankrott.“

Auf Instagram postete Becker unterdessen einen Mutmacher der besonderen Art: „Halt Dich von negativen Menschen fern. Sie haben einen Problem für jede Lösung.“ Kann sein. Muss aber nicht. (dpa/KT)

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