Donnerstag, 29. August 2019 16:10 Uhr

Peter Maffay: Huldigung von höchster Stelle

Man kennt sich: Herr Maffay und Herr Steinmeyer 2010. Foto: Starpress

Frank-Walter Steinmeier gratuliert dem Musiker vorab zu seinem 70. Geburtstag am 30. August. Er stellt dabei dessen Engagement nicht zuletzt gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit heraus.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem vom Schlagersänger zum Deutschrock-Star gewandelten Peter Maffay zu dessen 70. Geburtstag am 30. August gratuliert. „Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit sind die zentralen Themen, die aus Ihren Liedern zu uns sprechen“, schrieb das Staatsoberhaupt laut Mitteilung vom Mittwoch. „Dass diese Begriffe keine Selbstverständlichkeit sind, dass sie immer wieder erkämpft und verteidigt werden müssen – dafür stehen Sie mit Ihrer Musik genauso wie mit Ihrer Biographie.“ Maffay begeistere sein Publikum seit 50 Jahren. Ganze Generationen fänden sich in seiner Musik wieder.

„Für die Vision einer besseren Welt“

Die Peter-Maffay-Stiftung arbeite seit vielen Jahren mit dem Peres Center for Peace des ehemaligen israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres zusammen. Maffay und seine Mitarbeiter trügen zur Aussöhnung, zum Dialog und zur Verständigung zwischen Juden, Christen und Muslimen, zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen bei.

„Wer ein freiheitliches, ein lebenswertes Land will, der muss einstehen, der muss aufstehen gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in jeder Form“, sagte Steinmeier. „Sie sind aufgestanden und stehen ein für die Vision einer besseren Welt, für Völkerverständigung und für Toleranz durch Brückenbauen. Für das und so vieles mehr sage ich Ihnen heute meinen Dank.“

In Maffay neuen Album „Jetzt“, das pünktlich zum Siebzigsten erscheint, findet Maffay überaus warnende Worte und singt vor allem über den Klimawandel. Im Musikvideo werden Bilder von Neonazis und Adolf Hitler gezeigt zu der Frage: „Wollen wir wieder warten, bis der Morgen kommt?“. (dpa/KT)

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