„Bachelor in Paradise“: Lauf Samira! Warum Männer wie Serkan Gift sind

Serena ShtreziSerena Shtrezi | 01.11.2021, 22:30 Uhr
„Bachelor in Paradise“: Lauf Samira! Warum Männer wie Serkan Gift sind
„Bachelor in Paradise“: Lauf Samira! Warum Männer wie Serkan Gift sind

Foto: RTL

Wer „Bachelor in Paradise“ verfolgt gehört wohl aktuell entweder zur Front Serkan oder Samira. Doch eigentlich muss endlich mal eine Lanze für Samira gebrochen werden, denn trotz Redegewandtheit, einer gewissen Intelligenz und Rationalität, kommt die schöne Bachelor-Teilnehmerin einfach nicht gegen die Manipulationen eines Serkan an.

Serkan Yavuz (28): Ein charmanter Frauenversteher, oder doch eher ein Narzisst wie aus dem Handbuch? Zuerst wickelt er Samira um den Finger, schläft mit ihr, will dann doch Chanelle, wird sauer, wenn Samira das nicht okay findet. Dann zieht in der neuen Folge Donya ein, und Serkan ist auch wieder am Start.

Anstatt seine manipulative Art einzusehen ist er sich sicher: Die Frauen sind das Problem.

Serkan Yavuz und seine Machtspielchen

Lassen wir doch mal das charmante Verhalten des Frauenverstehers Revue passieren: 2019 eroberte der Charmeur als Bachelorette-Kandidat das Herz von Carina Spack. Nach einem Jahr Beziehung rechnet er bitter mit der schönen Blondine ab: „Für mich war es gar keine Beziehung. Für mich war es rausgeschmissene Zeit“, sagt er bei „Guten Morgen Deutschland“. Damals konnte Serkan mit Humor und Einfühlungsvermögen in der Sendung die Zuschauer für sich gewinnen. Doch sein Statement zu Carina zeigt: Irgendwas stimmt mit dem Kerl nicht. Jetzt ist er bei „Bachelor in Paradise“ wieder auf der Suche nach seiner Seelenverwandten. Geeeenau.

Mit Lügen und Intrigen ans Ziel

Man muss schon zugeben: Anfangs versteht Serkan es, mit seinem Humor, gespielter Selbstironie und Charme die Frauen und ZuschauerInnen um den Finger zu wickeln. Schnell wird aber klar, wie widersprüchlich sein Verhalten ist, denn was Serkan sagt und wie er letztendlich handelt, das sind zwei Paar Schuhe. Ein klassischer Blender also. In Folge 1 der aktuellen „Bachelor in Paradise“– Staffel stellt der Beau gleich klar: „Ich werde hier und da ausprobieren, alles oder nichts! Die schnellste Zunge im Paradies, das bin immer noch ich!“. Den Frauen sagt er das natürlich nicht.

„Bachelor in Paradise“: Lauf Samira! Warum Männer wie Serkan Gift sind

Foto: IMAGO / Horst Galuschka

Und so verfällt vor allem Samira gleich seinem unwiderstehlichen Charme, sie sind einfach „auf einer Wellenlänge“. Die Wellen werden dann auch prompt in der Love-Suite ausgelotet, also coital. Am nächsten Morgen folgt dann das klassische Fuckboy-Verhalten: Serkan distanziert sich von Samira, die weiß nicht mehr wo oben und unten ist, und das neue Objekt der Begierde ist Chanelle.

Der ewige Eiertanz eines Narzissten

Nicht nur, dass Serkan beim Umwerben von Channelle kackendreist behauptet, er hätte in der Love-Suite mit Samira nur gekuschelt: Er will nämlich auch nichts überstürzen, der Gute. Zu Lorik, seinem BFF meint er auch, dass er Chanelle einfach immer noch gut findet und hofft, dass Samira in der Villa nicht rumerzählt, dass sie „rumgeleckt haben und so“. Gott, wie anziehend dieser Kerl ist.

Serkans Masche: Lovebombing vom Feinsten

Leider hat sich Samira schon Hals über Kopf in den Selbstdarsteller verliebt. Deshalb sucht sie auch trotz all der Red Flags immer noch Erklärungen und versucht, Serkan rational und offen zu konfrontieren. Bei dem kommt aber nur unverständliches Gestammel, Neckereien und Gaslighting als Antwort: „Ich hab doch nie gesagt, dass ich dich nicht gut finde“. Und weil er weiß, dass Samira echte Gefühle für ihn hat, geht das bei ihr natürlich runter wie Öl. Zur Versöhnung (obwohl er sie vor Chanelle verleugnet hat), reicht dann schon ein läppisches Kompliment: „Sogar die Zuschauer sehen doch, was du für eine Süße bist“. Kotzalarm.

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Warum Samira denkt, sie wird verrückt

Samira selbst gesteht den anderen Teilnehmerinnen: „Ey in der Früh wenn ich aufstehe hab ich schon Bauchweh, weil ich nicht weiß, was er heute wieder abzieht.“ Also irgendwo schlummert wohl noch ein Funke gesunder Menschenverstand, denn auch einer Samira wird nach einer heißen Nacht in der Love-Suite klar, dass Serkans Worte irgendwie nur Schall und Rauch sind. Einerseits zeigt er ihr durch liebevolle Gesten, dass er sie gern hat (er küsst sie dann doch offiziell vor Chanelle und allen anderen), nur um im nächsten Moment wieder Zweifel zu haben. Denn als nun die neue Schönheit Donya einzieht, erklärt sich Serkan sofort als Roomguide bereit. Und anstatt klar zu kommunizieren, dass er vergeben ist, fällt auch Donya wieder auf seinen Charme herein und wählt ihn fürs erste Date.

Der auserwählte Serkan strotzt natürlich nun vor Selbstbewusstein und schämt sich auch nicht Donya beim Date zu sagen, dass sie nicht so sein Fall ist, und er was mit Samira am Laufen hat. Wow, so viel Ehrlichkeit kennt man ja gar nicht von Serkan. Wenn er dann nicht im zweiten Satz schon wieder sagen würde: „Aber das heißt ja nicht, dass zwischen uns zweien nicht noch etwas Magisches entstehen könnte.“ Gott Serkan.

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Typisch Narzisst: Die Frauen sind immer das Problem

Samira ist nun völlig verunsichert und eingeschüchtert, aber wieder schafft es der Macho ihre Zweifel aus dem Weg zu räumen und Samira denken zu lassen, sie sei eine „kleine Furie“. Also liegt es natürlich nur wieder an den Frauen, die „haben alle einfach denselben Knacks“, meint Serkan zu Lorik. Sein Frauenbild bestätigt sich auch, als Carina herausfindet, dass Serkan in der ganzen Gruppe erzählt, sie würde mit den Männern nur ein falsches Spiel spielen. Die konfrontiert ihn deshalb auch sofort. Was nun folgt ist das, was Sigmund Freud wohl klassische Projektion nennt: Serkan wirft Carina vor, mit den Männern nur zu spielen und sich auf keinen festlegen zu wollen. Kann man sich nicht ausdenken.

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Gibt es da überhaupt normale Kerle?

Männer wie Serkan sind immer rastlos, immer auf der Jagd. Es wird immer eine schönere, heißere, begehrenswertere Frau kommen, die sie erobern möchten. Egal wie sehr sich Frauen wie Samira ins Zeug legen, wie offen sie mit ihren Gefühlen umgehen. Letztendlich ist natürlich das ganze Format kein Nährboden für eine gesunde Beziehung, aber es offenbaren sich schon einige offensichtliche Bindungsstörungen. Auch Serkans bester Freund Lorik gehört zum selben Schlag: Der diffamiert sich mit einem Frauenbild aus dem letzten Jahrhundert quasi selbst. Seine Affäre Denise wird nämlich, als sie am Abend ein bisschen Spaß hat, prompt bestraft. Mit einer Spuckattacke. Richtig romantisch.

Serkan bezieht auf Instagram Stellung

Leider kann man nicht einmal davon ausgehen, dass Serkan in der neuen Staffel „Bachelor in Paradise“ den Fuckboy nur für die Einschaltquoten gibt. Er stellt nämlich in seiner aktuellen Instagram Story klar, dass er im echten Leben genauso ist, wie er in der Bachelor-Villa gezeigt wird. Daraus kann wirklich nur eine Konsequenz gezogen werden: Samira, Lauf! Und an alle anderen Frauen da draußen, die vielleicht auch einen Serkan zu Hause haben: Lauft.

„Bachelor in Paradise“: Lauf Samira! Warum Männer wie Serkan Gift sind

Foto: Serkan Yavuz / Instagram