FernsehrichterinBarbara Salesch: Mildes Urteil über ihre Comeback-Show bei RTL

Die TV-Richterin Barbara Salesch meldet sich zurück.
Die TV-Richterin Barbara Salesch meldet sich zurück.

Federico Gambarini/dpa

dpadpa | 06.09.2022, 11:30 Uhr

Sie ist inzwischen 72 Jahre alt und vielleicht Deutschlands bekannteste Richterin. Jetzt arbeitet sie wieder für RTL.

Die TV-Richterin Barbara Salesch ist zurück und hat bei ihrer ersten Sendung auf RTL am Montagvormittag eine gute Quote eingefahren. Fast jeder zehnte Fernsehende ab 11.00 Uhr entschied sich für die Sendung der inzwischen 72-Jährigen – die Einschaltquote lag bei 9,4 Prozent. Das entsprach am Montag etwa 490.000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Vor rund zehn Jahren hatte Salesch mit 61 Jahren die TV-Robe abgestreift und ihre Sendung „Richterin Barbara Salesch“ nach mehr als 2300 Ausgaben bei Sat.1 beendet. Bei RTL heißt die Sendung nun „Barbara Salesch – Das Strafgericht“.

Montags bis freitags

Der Grund für ihr TV-Comeback: „RTL hat nicht lockergelassen.“ Über Monate habe der Kölner Sender „gebaggert“, bis sie schließlich zugesagt habe, erzählte Salesch, die inzwischen in einem Bauernhaus im ostwestfälischen Petershagen lebt, der Deutschen Presse-Agentur vor dem RTL-Comeback.

Salesch, geboren in Ettlingen in Baden-Württemberg, war Juristin am Landgericht Hamburg, bevor sie Ende 1999 zum Fernsehen ging und vor Kameras durch Gerichtsprozesse führte. Im Oktober 2000 wurde ihre Sendezeit vorgezogen auf den Nachmittag und auf eine Stunde verdoppelt. Die Fälle wurden fiktiv. Angeklagte, Nebenkläger und Zeugen wurden von Laiendarstellern gespielt.

Großer Hype Anfang der 2000er

Es gab damals Marktanteile bis über 30 Prozent. Saleschs Sendung löste damals eine Schwemme von Nachahmern aus, darunter „Das Jugendgericht“ und „Richter Alexander Hold“.

Mit „Richterin Barbara Salesch“, „Richter Alexander Hold“, „Das Strafgericht“ oder „Das Familiengericht“ erfreuten sich Gerichtssendungen als eigenes Genre vor allem in den 2000er Jahren großer Beliebtheit. Nach dem Hype ging das Interesse der Zuschauer und damit die Zahl der Gerichtsshows wieder deutlich zurück.

(dpa/Spot On)