„Club der guten Laune“ am Boden: Was der Senderchef sagt und wer die Show aufmischen könnte

Paul VerhobenPaul Verhoben | 13.05.2022, 20:00 Uhr
Max Giermann Club der guten Laune
Max Giermann als Klaus Kinski

IMAGO / Eventpress

Das neue Langweiler-Projekt "Club der Guten Laune" sorgt wohl auch bei SAT.1 für zunehmend schlechte Stimmung. Gähnend langwellige Promis und Spiele, die die Angst schüren jemals selber bei einem derartigen Cluburlaub seine Zeit verschwenden zu müssen. Nun äußerte sich Doppel-Senderchef Daniel Rosemann zu dem Mittwochs-Desaster bei SAT.1.

Hinzu kommt die unglückliche Programmierung parallel zur Sendezeit des deutlich unterhaltsameren und schon drei Wochen länger laufenden Formats „Kampf der Realitystars“ bei der Münchner Konkurrenz. Ganz zu schweigen von dem lächerlichen Glauben, die völlig überschätzte Jenny Elvers könnte die Quote nach oben treiben.

Es ist dies der bereits zweite Flop nach dem arg konstruierten Format „Prominent getrennt – Die Villa der Verflossenen“, dass bei RTL schnell aus der Prime Time flog.

Der grundlegende Fehler bei dieser neuen SAT.1-Show, die auf das abgesetzte Format „Promis unter Palmen“ folgte: Die Urlaubsgäste werden sich selbst überlassen und Aufgaben und Spiele werden vor der Tür abgelegt! Was i8st denn das für ein Cluburlaub?




Klare Worte: „Wir waren enttäuscht“

Jedenfalls äußerte sich SAT.1 und ProSieben-Senderchef Daniel Rosemann zu dem verunglückten Start vom „Club der guten Laune„, bei dem auch nach Folge 2 einfach nicht mehr als 740.000 einschalten wollen.

„Weder dieses Format noch zu viele andere Slots machen uns gerade gute Laune“, sagte er im Interview mit dem Branchendienst dwdl.de. „Wir waren natürlich enttäuscht am Morgen nach der ersten Sendung, weil ich davon überzeugt bin, dass wir einen sehr prominenten Cast und ein sauber produziertes Reality-Vergnügen angeboten haben.“ Hmmh, das sehen die meisten wohl ganz anders.

Club der guten Laune
Club der guten Laune: Jenny Elvers singt

SAT.1

Rosemann legt mit einer ernüchternden, aber realistischen Einschätzungen nach.

Er erklärte: „Es gibt nicht mehr das Publikum, das ohne ein klares Versprechen einschaltet, weil etwas Neues auf einem Sender läuft. Somit kommt auch eine Sendung, die nur okay ist, nicht mehr ins Ziel. Wir müssen immer einen besonderen Reizpunkt setzen. Auch aufgrund der Streamingdienste ist der Markt ein ganz anderer geworden.“

Wie der „Club der guten Laune“ zum Spaßspektakel umfunktioniert werden könnte

Apropos Reizpunkt: Welche Idee dem „Club der Guten Laune“ vielleicht deutlich besser zu Gesicht gestanden hätte, ist womöglich die hier: ein überkandidelter Host quasi als Clubanimateur, der seine Gäste rund um die Uhr aufscheucht und mit bösen Überraschungen quält. Und das am besten mit professionellen Comedians – immer ein Neuer wechselnd pro Folge!

Dafür hätte man sicher Top-Comedians gewinnen können, weil sie ja ein anderes Unterhaltungs-Level als dass der Bewohner bedienen. Die Berufs-Komiker würden halt in Gestalt eines Animateurs ihren Job machen und der Show als wechselnde Gaststars eine völlig neue Richtung mit besonders viel Spaß geben. Das Konzept: Pleiten, Pech und Pannen in der Clubanlage – verursacht durch die Animateure…

Man stelle sich nur echte Spaßvögel wie Katastrophen-Komiker Konrad Stoeckel (siehe Video oben), die hysterische Desirée Nick oder Multitalent Tahnee als hyperengagierte Animateure vor! Oder gar Max Giermann als Clubanimateur Klaus Kinski – „du dumme Sau“! (Naja jetzt geht mit uns die Fantasie durch…)

Für hartnäckige Fans die nächste Hiobsbotschaft: Weiter geht’s mit dem „Club der guten Laune“ wegen Fußball bei SAT.1 erst am 25. Mai. Fußball! Was für eine gute Nachricht.