„Die Höhle der Löwen“ (1): Laufmaus, Musik-App & ein kulinarisches Highlight

Die Löwen testen die App Classplash
Die Löwen testen die App Classplash

TVNOW / Bernd-Michael Maurer

06.09.2021 12:50 Uhr

Dagmar Wöhrl, Nico Rosberg, Ralf Dümmel, Judith Williams, Georg Kofler, Carsten Maschmeyer und Nils Glagau verteilen wieder Geld. Die neue Staffel „Die Höhle der Löwen“ hält einige Highlights bereit. Darunter ein Sportgerät, kulinarischen Genuss aus Istanbul und eine Musik-App.

„Die Höhle der Löwen“ ist zurück und feiert Jubiläum! Heute Abend (06. September) um 20:15 Uhr startet auf VOX die 10. Staffel und die stellt die Löwen direkt in der Auftaktfolge vor eine musikalische Herausforderung.

Ralf Dümmel testet Classplash

TVNOW / Bernd-Michael Maurer

„Classplash“ aus Karlsruhe

Rui (35, Ingenieur) und Carlos Duarte Ramalheiro (41, Diplom-Musikpädagoge) präsentieren den Löwen „Classplash“. Dahinter steckt eine Musik-Lern-App für Kinder. Musik hat in dem Leben der beiden Brüder schon immer eine große Rolle gespielt. Carlos ist seit über 20 Jahren selbst begeisterter Musiker, Musikpädagoge und leitet sogar eine eigene Musikschule: „In meiner täglichen Arbeit sehe ich die positiven Effekte des Musizierens. Doch Noten schrecken vor allem Kinder davon ab, ein Instrument zu lernen.“ Mit „Classplash“ soll das anders werden. In der App ähnelt die Musik-Lernwelt einem Computerspiel.

Durch Punkte werden Noten gesammelt, doch anstatt eines Joysticks werden echte Instrument benutzt. „Ich entwickelte das Konzept mit meinen Schülern und Schülerinnen und bewarb mich bei einem internationalen Lehrerwettbewerb. Das Resultat: Ich erhielt die Auszeichnung als innovativster Lehrer der Welt. Diese Auszeichnung hat unser Leben verändert, denn von nun an hatten wir ein großes Ziel“, erzählt Carlos. Sein Bruder Rui ergänzt: „Wir haben Lern-Apps für unterschiedliche Musik-Instrumente entwickelt. Dabei lernen Kinder spielerisch das Instrumente spielen und Noten lesen.“

Insgesamt haben die Brüder sechs Apps für unterschiedliche Musikinstrumente und unterschiedliche Altersstufen entwickelt. Um ihr Produkt bestmöglich zu präsentieren, haben sie auch fü die Investor:innen Instrumente mitgebracht. Mit Blockflöten und Ukulelen bitten sie zum gemeinsamen Konzert. Wer wohl die richtigen Töne trifft und einsteigt? Ihr Angebot an die Löwen: 350.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

TVNOW / Bernd-Michael Maurer

„Laufmaus“ aus Emsdetten

Ein Arzt, ein Finanzspezialist und ein Marketing-Profi haben sich zusammengetan, um den Löwen die „Laufmaus“ zu präsentieren. Was dahintersteckt? Ein Griffelement, dessen Handhabung automatisch für eine entspannte und gesündere Körperhaltung sorgen soll. Anlass für die Erfindung ist ein persönlicher Schicksalsschlag von Sport- und Allgemeinmediziner Horst Schüler. 2007 erlebte der Arzt einen schweren Autounfall: „Ich erlitt Rückenmarksverletzungen im Bereich der Halswirbelsäule und ich verlor die Kontrolle über meine Arme und meine Beine.

Es begannen sieben harte Jahre mit einer komplizierten Operation und Reha. Ich hatte starke Verkrampfungen im Bereich der Hände und Arme, aber ich fand eine Entlastungsposition, die meine Verkrampfungen minderten.“ Damals formte er sich aus Knete ein Tool, das ihn dabei unterstützte, bestimmte Positionen seiner Armer und Hände ermüdungsfrei beibehalten zu können. „Dieses kleine Hilfsmittel brachte mich tatsächlich wieder auf die Beine. Ich begann sogar wieder mit dem Lauftraining und bin heute zu hundert Prozent wieder beschwerdefrei“, so der 69-Jährige.

Damit auch andere Betroffene von der Erfindung profitieren können, hat er gemeinsam mit Martin Rutemöller, Oliver Baumgärtel und Thomas Pieper die „Laufmaus“ entwickelt. Um mit der „Laufmaus“ durchstarten können, benötigen die Gründer ein Investment von 280.000 Euro und bieten dafür 17,5 Prozent ihrer Firmenanteile.

Judith Williams testet die Laufmaus

TVNOW / Bernd-Michael Maurer

„Osmans Töchter“ aus Berlin

Das kulinarische Highlight der Folge liefern die Gründerinnen Arzu Bulut (48), Yudum Korkut (33) und Constanza Hörrmann (26). Im Alter von 25 Jahren entschloss sich Arzu einen anderen Lebensweg als ihre traditionelle Familie einzuschlagen: „Ich erfüllte mir alles, wovon ich geträumt hatte. Ich fing an zu studieren, absolvierte ein Auslandssemester in England und Hongkong und reiste um die Welt.“ Ihre Liebe zum Essen brachte sie auch nach Istanbul. „Dort entdeckte ich die Vielfalt der türkischen Küche, die mir bis dato so nicht klar war.“ Ohne jegliche Hilfe verwirklichte sie sich ihren Traum und eröffnete 2012 mit ihrer Geschäftspartnerin das erste Restaurant namens „Osmans Töchter“.

Mittlerweile gibt es bereits zwei Filialen in Berlin. Auf der Speisekarte stehen Meze. „Das sind typische türkische traditionelle Speisen, die man sich in die Mitte des Tisches stellt“, erklärt Gründerin Yudum. Neben den Restaurants starteten die drei Gründerinnen einen Onlineshop. „Wir wollten auch die Gäste kulinarisch verwöhnen, die keinen Tisch mehr bei uns bekommen haben. Mitten in unserer Planung kam dann die Pandemie und wir mussten die Restaurants schließen. So hatten wir noch mehr Gründe, unsere Speisen auch für daheim anzubieten“, so Constanza.

Ihr Sortiment umfasst 25 Meze-Variationen, die täglich frisch produziert werden und online bestellt werden können. Das Angebot an die Löwen? Für 170.000 Euro bieten die drei Frauen 20 Prozent ihrer Firmenanteile an.