Diese Stars kamen schon öfter mit dem Gesetz in Konflikt

Tari TamaraTari Tamara | 24.04.2022, 14:45 Uhr
Johnny Depp
Skandal-Nudel Johnny Depp

IMAGO / ZUMA Wire

Prominente genießen einen großen Bekanntheitsgrad und oftmals die Bewunderung der Massen. Zumindest insoweit sie sich zu präsentieren und zu benehmen wissen.

Doch dass auch Prominente nur Menschen und als solche mit Fehlern und Schwächen behaftet sind, beweisen die kleinen und großen Skandale, die sie bisweilen unvorteilhaft in die Schlagzeilen bringen. Und manchmal sogar hinter Gitter. Im Folgenden eine Liste mit Prominenten, die mit dem Gesetz in Konflikt gerieten – und dabei mehr als nur Erklärungsnöte hatten.

Uli Hoeneß – Steuerhinterzieher san mia!

Uli Hoeneß galt einst als das bärbeißige, moralische Gewissen der Bayern. Berüchtigt war er als „Abteilung Attacke“, wenn er sich über andere Bundesliga-Akteure und deren Verfehlungen öffentlich echauffierte. Dem moralisierenden Zeigefinger der Bayern hätte man noch nicht mal zugetraut, listig den TÜV zu überziehen (ja, das geht – mehr dazu kann man hier lesen).

Doch damit war spätestens Schluss, als herauskam, dass Uli Hoeneß im großen Stil Steuern hinterzogen hatte. Zwischen 2001 und 2006 spekulierte Uli Hoeneß an der Börse. Standesgemäß tat er dies mit einem diskreten Konto in der Schweiz. 2013 zeigte sich Hoeneß beim Finanzamt selbst an, was ihm kurz darauf in seinem Haus am Tegernsee Besuch von Ermittlern einbrachte. Ein Haftbefehl wurde dabei gegen Kaution zunächst abgewendet.

Dabei schien sich Hoeneß seiner Sache noch sicher zu sein und schloss den Rücktritt als Präsident des FC Bayern München konsequent aus. Nach einem 8:0-Votum blieb er tatsächlich Vorsitzender des Aufsichtsrats der FC Bayern München AG und wurde auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern gefeiert. Doch im Rahmen des Prozesses kam dann die Ernüchterung. Hoeneß gestand, 18,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Die Summe der hinterzogenen Steuern wurde jedoch noch um 10 Millionen höher, wie die Steuerfahndung herausfand. Hoeneß wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Im Juni 2014 trat Hoeneß die Haftstrafe an, wurde aber bereits rund ein halbes Jahr danach zum „Freigänger“ – und kurz darauf vorzeitig aus der Haft entlassen.

Winona Ryder – Reichtum schützt nicht vor Kleptomanie

US-Schauspielerin Winona Ryder hatte ihren Durchbruch in den 80ern und 90ern. Insbesondere für ihre Rollen in diversen Tim Burton Filmen (Dracula, Beetlejuice, Edward mit den Scherenhänden). Doch um die Jahrtausendwende bekam die Karriere einen kräftigen Knick – öffentlichkeitswirksam begleitet von legalen Verfehlungen. Am 12. Dezember 2001 wurde Ryder in Beverly Hills wegen Ladendiebstahls verhaftet und beschuldigt, Designerkleidung und Accessoires im Wert von 5.500 US-Dollar in einem Kaufhaus in der Saks Fifth Avenue gestohlen zu haben. Sie unterzeichnete zwei zivilrechtliche Forderungen in den Sicherheitsbüros des Ladens, bevor sie vom Beverly Hills Police Department verhaftet wurde. Dieses verpflichtete Ryder, für die gestohlenen und abgegebenen Waren zu bezahlen.

Der Bezirksstaatsanwalt von Los Angeles stellte ein Team von gleich acht Staatsanwälten zusammen und erhob vier Anklagen gegen Ryder. Diese engagierte ihrerseits einen Staranwalt. Sie wurde beschuldigt, während des Prozesses Drogen konsumiert zu haben, darunter Oxycodon, Diazepam und Vicodin (ohne valide Rezepte). Sie wurde wegen schweren Diebstahls, Ladendiebstahls und Vandalismus verurteilt, aber vom Vorwurf des Einbruchs freigesprochen. Im Dezember 2002 wurde sie zu drei Jahren Bewährung, 480 Stunden gemeinnütziger Arbeit, 3.700 US-Dollar Geldstrafe und 6.355 US-Dollar Entschädigung für den Saks Fifth Avenue-Laden verurteilt und ihr wurde befohlen, an einer psychologischen Drogenberatung teilzunehmen. Am 18. Juni 2004 überprüfte der Richter am Obersten Gerichtshof Ryders Bewährungsbericht und stellte fest, dass sie 480 Stunden gemeinnützige Arbeit geleistet hatte und die Verbrechen somit auf Ordnungswidrigkeiten reduziert werden konnten. Sie blieb bis Dezember 2005 auf Bewährung und konnte einige Jahre später ihre Karriere recht erfolgreich wiederbeleben.

Johnny Depp – Auch vor Gericht ein vertrautes Gesicht

Winona Ryder war auch dafür in den Schlagzeilen, weil sie mit ihrem Co-Star und Zunftgenossen Johnny Depp von 1989 bis 1993 liiert war. Doch auch Johnny Depp ist kein Unschuldslamm und hat in der Vergangenheit schon des Öfteren seinen inneren Jack Sparrow kanalisiert.Oft genug, dass er schon eigentlich eine eigene Liste wert wäre:

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  • Depp wurde 1989 in Vancouver verhaftet, weil er einen Wachmann angegriffen hatte, nachdem die Polizei gerufen worden war, um eine laute Party in seinem Hotelzimmer zu beenden.
  • Er wurde 1994 auch in New York City verhaftet, nachdem er sein Hotelzimmer, wo er mit Kate Moss (seiner damaligen Freundin) wohnte, erheblich beschädigt hatte. Die Anklage gegen ihn wurde fallen gelassen, nachdem er sich bereit erklärt hatte, 9.767 US-Dollar Schadenersatz zu zahlen.
  • Depp wurde 1999 erneut verhaftet, weil er sich vor einem Restaurant in London mit Paparazzi geprügelt hatte.
  • Im Jahr 2012 verklagte die Professorin Robin Eckert Johnny Depp und drei Sicherheitsfirmen. Sie behauptete, 2011 bei einem Konzert in Los Angeles von Depps Leibwächtern mit unbilliger Härte behandelt worden zu sein. Während des Vorfalls wurde sie wohl mit Handschellen gefesselt und über den Boden gezogen, was zu Verletzungen einschließlich eines ausgerenkten Ellbogens führte. Sie argumentierte vor Gericht, dass Depp als Weisungsbefugter der Sicherheitsleute nicht eingegriffen habe. Depp einigte sich außergerichtlich mit Eckert.
  • Im April 2015 verstießen Johnny Depp und seine damalige Frau Amber Heard (und diese Beziehung wäre schon wieder eine eigene Liste wert) gegen australische Einfuhrbestimmungen, als sie es versäumten, zwei Hunde beim Zoll zu deklarieren, als sie zu Dreharbeiten nach Queensland flogen. Heard bekannte sich schuldig, Quarantäne-Dokumente gefälscht zu haben und redete sich auf Schlafentzug heraus.
  • Im März 2016 brach Depp die Geschäftsbeziehungen zu seiner Verwaltungsgesellschaft TMG ab und verklagte sie im Januar 2017 wegen angeblich unsachgemäßer Verwaltung seines Geldes und Schulden in Höhe von über 40 Millionen US-Dollar. TMG erklärte, dass Depp für sein eigenes fiskalisches Missmanagement verantwortlich sei und verklagte ihn im Gegenzug wegen säumiger Gebühren. Mit einer weiteren Klage bedachte Depp im Januar 2017 auch seine eigenen Anwälte. Beide Klagen wurden beigelegt, die erste im Jahr 2018 und die zweite im Jahr 2019.
  • Im Jahr 2018 wurde Johnny Depp von zwei ehemaligen Leibwächtern wegen unbezahlter Gebühren und unsicherer Arbeitsbedingungen verklagt. Die Klage wurde 2019 beigelegt. Im selben Jahr wurde Depp verklagt, weil er angeblich ein Crew Mitglied geschlagen und verbal beleidigt hatte, während er am Set von „City of Lies“ unter Alkoholeinfluss stand.

(KTAD)