„Haus des Geldes“ – Staffel 5: Fans sind extrem unzufrieden

"Haus des Geldes" – Staffel 5: Fans sind extrem unzufrieden
"Haus des Geldes" – Staffel 5: Fans sind extrem unzufrieden

© Netflix

09.09.2021 20:30 Uhr

In der fünften Staffel von „Haus des Geldes“ stehen der Professor und seine Räubertruppe in der Bank von Spanien mit dem Rücken zur Wand. Klingt super spannend, hätte es auch sein können.

Spanische Produktionen boomen auf Netflix! Eine davon ist die Erfolgsserie „Haus des Geldes“. Am 03. September war es endlich soweit: Für die zahlreichen Fans hatte das lange Warten ein Ende – die Fortsetzung und somit fünfte Staffel wurde veröffentlicht. Zumindest der erste Teil.

Es mag Menschen geben, die sich das Datum sogar in einem analogen Kalender markiert haben und mit Bauchkribbeln vor dem TV saßen, doch am Ende stand nur eine Frage im Raum: Was zur Hölle war das?

Achtung: Es folgen Spoiler!

"Haus des Geldes" – Staffel 5: Fans sind extrem unzufrieden

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„Haus des Geldes“: Zuschauer sauer nach neuen Folgen

Kurz gefasst, die Serie erzählt in Staffel 1-2 die Geschichte eines Überfalls mit Geiselnahme auf die spanische Banknotendruckerei und in den Staffeln 3 – 5 auf die spanische Zentralbank. Alles unter Anleitung des „Professors“. So weit, so gut.

Doch die Handlung driftet langsam ab und die Fans sind sauer. 

"Haus des Geldes" – Staffel 5: Fans sind extrem unzufrieden
Tokio

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Eine Tote, die Geschichten erzählt

Vermutlich ist Tokio einer der wenigen Seriencharaktere, für die man eine Art Hassliebe entwickelt hat: „Tokio war nervig, ja, aber ich liebte sie trotzdem sehr“, lautet beispielsweise ein Kommentar im Netz. Sie gehört einfach zu der Serie wie keine andere Figur. „Wahrscheinlich eine unpopuläre Meinung, aber Tokio war mein Lieblingscharakter“, äußert sich ein weiterer Serien-Fan auf Reddit. Trotzdem stirbt Tokio in der letzten veröffentlichten Folge.

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Spoiler-Alarm für Staffel 5: Tokio stirbt – Frage ist nur warum?

Ja, richtig gelesen: Tokio stirbt. Ziemlich heldenhaft, aber sie stirbt. Sowohl in den sozialen Medien als auch auf Reddit äußern sich viele Fans empört, vor allem wegen der etwas rätselhaften unlogischen Perspektive. Denn es ist eine Sache, wenn der wichtigste Charakter einer Serie stirbt. Doch wie kann Tokio dann die Geschichte als Erzählerin weiterführen, wenn sie währenddessen stirbt? Nur einer der Aufregungen im Netz. Auch in Hinblick auf die vorigen Staffeln wirft der Tod von Tokio jetzt nachträglich Fragen auf. 

Gerade durch ihre Position als Erzählerin sind viele Zuschauer:innen sogar immer davon ausgegangen, dass die Figur am Ende die letzte Überlebende aus der Truppe sein wird, nun aber wendet sich das Blatt. Naja, gut – wenn da nicht der Rest der Staffel wäre. 

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Viel zu viel Action, wenig Story 

Vor allem beliebt war „Haus des Geldes“, aufgrund ihrer spannenden Geschichten mit unfassbaren Intrigen und Genialität der Extraklasse. Brillant geplante Überfälle und charismatische Charaktere garantieren meist Suchtfaktor. Während des Zuschauens – zumindest bei Staffel 1-4 – ist einem regelmäßig das Herz stehen geblieben, blinzeln wurde zur Nebensache und Fäuste wurden von Bissspuren geprägt – alles positiv zu verstehen, denn die vollkommen neuen Geschichten waren bahnbrechend.

Was nun geblieben ist, ist eine Art Kriegsfilm ohne großartigen Spannungsbogen (von Tokios Tod abgesehen). Dauernd wird geschossen, das Militär schaltet sich ein (?), überall liegen Leichen und eine der wichtigsten Figuren der ganzen Serie stirbt. Nebenbei eine tolle Story? Von wegen.

„Ganz zu schweigen davon, dass sie nur versucht haben, die ursprüngliche Staffel zu kopieren, indem die Figuren im Wesentlichen einfach erneut eine Bank ausrauben“, lautet ein weiterer Kommentar in den sozialen Medien.

Die Fans müssen aber jetzt stark bleiben: Der zweite Teil der Staffel – und somit die finalen Episoden – werden erst im Dezember veröffentlicht. Dann geht die Reise für den Professor und sein Team endgültig zu Ende. Bleibt zu hoffen, dass die Zuschauer:innen doch noch positiv überrascht werden und mit der Serie mit einem zufriedeneren Gefühl abschließen können. Sonst drohen apokalyptische Zustände wie einst nach dem Ende von Kult-Serie „Lost“… (DO)