„Hide and Seek – Gefährliches Versteckspiel“: Darum geht’s in der neuen Thrillerserie

dpadpa | 11.06.2022, 20:00 Uhr
Hide and Seek - Gefährliches Versteckspiel
Hide and Seek - Gefährliches Versteckspiel

ZDF und FILM.UA/© Hide & Seek

Seit dem Angriff Russlands ist die Solidarität mit der Ukraine auf allen Ebenen groß. Der Sender ZDFneo holt nun die ukrainische Thriller-Serie „Hide and Seek - Gefährliches Versteckspiel“ ins Programm. Sie ist spannend inszeniert und sehenswert.

Eine Wohnung in einer Hochhaus-Siedlung, Vater und Tochter spielen Verstecken. Der Vater zählt bis fünf, dann ist die Tochter weg. Ganz weg, verschwunden aus der Wohnung. Was ist passiert?

Die düstere, ukrainische Thrillerserie „Hide and Seek – Gefährliches Versteckspiel“ dreht sich um die Entführung mehrerer Kinder. Im Mittelpunkt steht ein Ermittlerduo, das mit den Schatten der eigenen Vergangenheit kämpft. ZDFneo zeigt die spannende, achtteilige Reihe am Samstag ab 22.00 Uhr. Ab 12. Juni ist sie zudem für 30 Tage in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Darum geht’s in „Hide and Seek“

Vater Jevgenij (Oleksandr Kobzar) ist verzweifelt, er alarmiert die Polizei. Die kleine Alina (Azalia Tkachuk) ist unauffindbar. Die Polizei verdächtigt den Vater, selbst mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun zuhaben. Die Stimmung unter den Kommissaren ist gedrückt, die haben kurzerhand eine neue Chefin bekommen. Varta (Yulia Abdel Fattakh) soll zusammen mit dem gerade degradierten Maksim (Pyotr Rykov) den Fall lösen. Das unfreiwillige Duo muss sich zusammenraufen.

Alinas Vater beteuert, die Wohnung sei abgeschlossen gewesen. Varta glaubt ihm, im Gegensatz zu Maksim. Es gab immer wieder Ärger mit der Ex-Schwiegermutter. Denn die ist Mitglied der Sekte „Kirche der unbefleckten Geburt“, wohin sie ihre Enkelin manchmal mitnahm. Dem Vater war das nicht recht.

Eine bemerkens- und lohnenswerte Entscheidung

Die Situation spitzt sich zu. Als Beamte den Wohnblock observieren, kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall. Dann taucht im Internet ein Video auf. Zu sehen: Alina in einem Kellerraum mit einem Blatt Papier in den Händen. Darauf stehen vier Ziffern. Die Ermittler rätseln. Kurz darauf verschwindet ein zweites Kind. Bogdan, der Sohn der Sängerin Didi wird aus der Garderobe hinter der Bühne entführt. Anders als bei Alina wird bei Bogdan ein Lösegeld gefordert.

Diese Serie ins eigene Programm zu heben, ist nicht rein aus Gründen der Solidarität, sondern auch inhaltlich und serientechnisch eine bemerkens- und lohnenswerte Entscheidung von ZDFneo gewesen. Eine ungewöhnliche Handlung in düsterer, kalter Atmosphäre, mit sorgsam ausgewählter Musik hinterlegt, gespielt von hierzulande unbekannten Schauspielern. Fazit: ein spannendes Projekt.



Koproduzentin Kateryna Vyshnevska sagt, mehr denn je sei es wichtig, „dass ukrainische Erzählungen so viele Menschen wie möglich erreichen, um den Erhalt des Kulturerbes der Ukraine zu ermöglichen“. Die Serie sei in dem Ort Enerhodar gedreht worden, in dem das größte europäische Atomkraftwerk befindet. „Es wurde beschossen und wird nun von den russischen Angreifern kontrolliert, als Teil ihres unrechtmäßigen Kriegs gegen die Ukraine. Aber Enerhodar ist und wird ukrainisch bleiben.“