Jan Hofer über seine neue Show bei RTL

Jan Hofer über seine neue Show bei RTL
Jan Hofer über seine neue Show bei RTL

© IMAGO / Future Image

27.07.2021 09:45 Uhr

Ende 2020 hat Jan Hofer nach fast 36 Jahren als Sprecher der "Tagesschau" die ARD verlassen und heuert nun mit einem neuen Nachrichtenformat bei RTL an. Jetzt sprach er über seine neue Sendung.

„Wir machen etwas vollkommen Neues“, erzählte er im Gespräch im Podcast „Nice am Stil“ des Männer-Magazins „GQ“. „Wir sind demnächst die einzige politische Live-Sendung, die aus Berlin gesendet wird, es gibt keine andere. Mit einer Ausnahme: Einmal in der Woche ‚Bericht aus Berlin’.”

Täglich eine halbe Stunde im Abendprogramm

Die neue Sendung „RTL direkt“ werde ab 16. August immer Montag bis Donnerstag täglich laufen, eine halbe Stunde lang. Und das ab 22.15 Uhr. Eine unmissverständliche Kampfansage an die ARD-„Tagesthemen“.

Dafür werde in Berlin ein komplett neues Redaktionsteam aufgebaut, das sich „kleiner, hoffentlich effektiver und ohne Schere im Kopf” präsentiert. Der 71-Jährige dazu: „Ich wünsche mir einfach, dass diese Leute, die da sind, und die kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, einfach alles vergessen, was sie vorher gemacht haben. Man kann Dinge nicht neu erfinden, das weiß ich auch, also Nachrichtensendungen, News-Shows haben eine gewisse Gesetzmäßigkeit, das ist ja klar. Aber wie man es macht, wie man die Leute anspricht und wen man anspricht, da gibt es eine große Bandbreite.”

Jan Hofer: Enorme Spaßnahmen bei ARD und ZDF

Nicht nur Jan Hofer hat die ARD und dessen Flaggschiff verlassen und ist zu den privaten TV-Sendern gewechselt. Auch die ehemaligen Kolleginnen Linda Zervakis und Pinar Atalay arbeiten zukünftig für ProSieben bzw. RTL. Über die wahren Wechselgründe der beiden kann nur spekuliert werden.

Hofer dazu: „Es geht um die Frage der Perspektive: Es gibt enorme Sparmaßnahmen in den Öffentlich-Rechtlichen. […] Das mag man von außen vielleicht nicht so merken, aber intern ist das schon sehr deutlich zu spüren. Also die Honorare werden gekürzt, die waren ohnehin nie so wirklich üppig. Also man konnte gut davon leben, ich will das gar nicht schmälern. Aber im Verhältnis zu dem, was man in den anderen Bereichen der Medien verdienen konnte, war das nicht viel.“