„Kampf der Realitystars“: Jan Leyk sollte verboten werden

Leni HübnerLeni Hübner | 18.04.2022, 18:30 Uhr
Jan Leyk im bunten Hemd am Strand
Jan Leyk im bunten Hemd am Strand

Foto: RTLZWEI

In der zweiten Folge bekommt Jan Leyks neues Saubermann-Image durch sein Aggro-Potential so viele Löcher, dass er bei „Kampf der Realitystars“ rausfliegen sollte. Doch scheinbar hat er alle im Griff.

Mit seiner üblen Vergangenheit wollte Jan Leyk (37) eigentlich abschließen. So präsentiert sich der ehemalige „Berlin – Tag & Nacht“-Star, der sich schon mehrfach wegen Körperverletzung verantworten musste, im „Kampf der Realitystars“ als sympathisches Raubein mit dem Herz am rechten Fleck. Doch sein neues Image kann er nicht lange aufrechterhalten: Jan Leyk hat ernste Probleme.

Jan Leyk übt Druck aus

Auch in der neuen KDRS-Folge gibt sich Jan Leyk zunächst wieder handzahm und offenbart seinen Mitstreitern, dass hinter der Bad-Boy-Schale ein total sanfter Typ schlummert. Ging es ihm früher darum, zu prahlen und immer mehr zu wollen, habe der neue Jan Leyk angeblich erkannt, dass es eine gute Sache ist, sich für Schwächere stark zu machen und mit Ehrlichkeit zu punkten.

„Kampf der Realitystars“: Veganerin Tessa spaltet die Schafherde

Doch lange hält der Laiendarsteller diese TV-Rolle nicht durch. Nach einer wirklich amüsanten Buddy-Challenge mit „Temptation Island“-Hottie Yasin Mohamed (30) und Schäfer Heinrich (55), bricht sein wahres Ich durch die polierte Fassade. Die Reality-Stars bekommen danach nämlich eine Strafe aufgedrückt, die Jan Leyk nicht passt. Er will nicht acht Stunden lang sinnlos Sand in eine Sanduhr schaufeln, sondern sich mit der Produktion von „Kampf der Realitystars“ anlegen.




Revolution in Thailand

„Ey, wir können doch sagen, wir lassen es durchlaufen und lassen uns überraschen“, fordert er die anderen auf, die Mitarbeit zu verweigern. Während Ex-It-Girl Nina Kristin (39) sofort protestiert, meint Yasin Mohamed zustimmend: „Ich finde es witzig.“ Die Mehrheit der „Kampf der Realitystars“-Kandidaten verharrt unschlüssig bei der Sanduhr, doch Jan ist von seiner eigenen Idee echt begeistert: „Wir revolutionieren die Sala!“ Angst habe er schließlich vor nichts.

Trotzdem will er einen Rauswurf lieber nicht allein riskieren, sondern zieht seine neuen Freunde Yasin und Heinrich als selbsternannten „Gentleman-Club“ mit ins Verderben. In der Starbox eskaliert die Situation dann heftig: Als es heißt, mit der Sendezeit für die drei sei es dann ab sofort Sense, wird es Yasin und Heinrich zu heiß. „Bullshit“, kommentiert Jan Leyk weiterhin selbstbewusst.

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Das ist keine Freundschaft

Heinrich gerät in ein echtes Dilemma: Er hat Angst, Jan zu enttäuschen und ihn als Freund zu verlieren, aber noch größere Panik hat der „Bauer sucht Frau“-Kultstar davor, aus der Sendung zu fliegen. „Lass dich nicht manipulieren“, beschwört ihn Jan, der sich hier ja eigentlich als der größte Manipulator zeigt. Das ist keine gute Basis für eine echte Freundschaft.

Yasin Mohamed, der sich in dieser Staffel „Kampf der Realitystars“ bisher tatsächlich als herzlicher Kumpel-Typ beweist, stärkt Heinrich den Rücken. Pöbelnd, drohend und unglaublich aggressiv zieht Jan Leyk allein von dannen, während Yasin Mohamed und Schäfer Heinrich sich nach der gescheiterten Revolte wieder der Gruppe anschließen, um gemeinsam Sand zu schaufeln.

So ein Verhalten geht gar nicht!

„Bis dahin fand ich Jan super, aber er hat mir eine Seite gezeigt“, meint Yasin im Interview: „geht gar nicht!“ Auch die Zuschauer, die natürlich „Kampf der Realitystars“ auch gucken, um Eskalationen am Rande der Spiele zu beobachten, werden hier an die Grenze des Erträglichen gebracht. Jan Leyk geht nicht.

Ob es Jan Leyk irgendwann zu langweilig wurde, einsam derbe Schimpftiraden abzufeuern, ob seine Galle sich allein wieder auf ein Normalniveau einpegeln konnte oder ob Redakteure der Sendung ihm ein Ultimatum gestellt haben, ist im TV nicht zu sehen. Irgendwann trollt sich der 1,90 m große Hüne wieder zu seinen Mitstreitern und beugt sich sogar der Sanduhr-Strafe.




Übles Nachspiel für Yasin Mohamed

Vergeben und vergessen? Selbst wenn sich Jan Leyk die nächsten Stunden unauffällig zurück in seine neue Rolle als Everybody’s Darling flüchtet, der nächste Totalausfall lässt nicht lange auf sich warten. Beim folgenden Spiel, mit dem sich nur ein Reality-Star vor dem Rauswurf in der „Stunde der Wahrheit“ sichern kann, flammt der alte Jan wieder auf.

Wie aus dem Nichts wirft Jan Leyk den gefüllten Eimer seines Gerade-noch-Freundes Yasin aus dem Parcours. „Das war ein kleiner Diss“, erklärt Jan Leyk später, „so: Pass auf deinen Eimer auf, weil das ist gerade das Wichtigste in diesem Spiel, dass du dein Wasser darin behältst.“ Als Yasin ihn dafür als „Bastard“ bezeichnet, rastet Jan Leyk völlig aus. Der brutale Bodycheck, der folgt, und die Aggression, die darin steckt, schockieren auch die Zuschauer.

Ab in die Therapie

„Die Situation war sau-unangenehm“, meint Yasin später, während Jan Leyk die Sache herunterspielt. Er habe ihn als „großer Bruder“ zurechtgerückt und auf das „Hausrecht“ gepocht. Bullshit, möchte man ihn zurufen. Hier sieht man eher, wie leicht es dazu kommt, dass Jan Leyk ausrastet. Therapiert scheint er in jedem Fall nicht und entschuldigt hat sich absurderweise nur Yasin für seine Ausdrucksweise.

Jan Leyk, der irgendwie doch gemerkt haben dürfte, dass er zu weit gegangen war, versuchte das Ruder noch im Spiel rumzureißen. Er kippte sein Wasser nicht in den eigenen Trog, sondern unterstützte die vermeintlich Schwächeren und verhalf so jemand anderem zum Sieg – wem: Das spoilern wir mal nicht…

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Keine Konsequenzen für Jan Leyk?

RTLZWEI ahndet das Fehlverhalten von Jan Leyk wohl nicht, im Gegenteil: Man freut sich, dass endlich mal was passiert. Zu oft wirkt die Gruppe nämlich nahezu harmonisch – ein Unding für solche Formate. Gewalt sollte aber hier kein Forum finden – weder in körperlicher, noch in verbaler oder psychischer Form. Der Muttersender RTL will sich doch ingesamt diverser und politisch korrekt präsentieren. Hätte Jan Leyk mit diesem Verhalten wohl im „Dschungelcamp“ bleiben dürfen?

Nun, bei RTL2 muss man noch mehr auf die Quoten achten als bei RTL. Aber es ist ein Unterschied, ob Elena Miras (29) in feinster Zicken-Manier Tessa Bergmeier (32) in die Schranken verweist oder ob Jan Leyk gegen Yasin Mohamed handgreiflich wird. Mit so einem Verhalten hat man keine Sendezeit verdient.

KDRS 2022: Darum geht es in der Show

Am Traumstrand in Thailand kämpfen Deutschlands Promis bei „Kampf der Realitystars“ auch in der dritten Staffel in herausfordernden Action- und Geschicklichkeitsspielen um 50.000 Euro Siegprämie und den sagenumwobenen Titel „Realitystar 2022“.

Doch auch abseits der Spiele müssen sich die Promis in der Sala behaupten: Immer wieder müssen Teilnehmer oder Teilnehmerinnen die Gruppe verlassen und sich Moderatorin Cathy Hummels in der „Stunde der Wahrheit“ stellen, während Neuankömmlinge dazustoßen. Das RTLZWEI-Format wird von Banijay Productions Germany realisiert.




„Kampf der Realitystars“ 2022: Sendetermine, Sendezeiten, Wiederholungen

„Kampf der Realitystars“, ab dem 13. April 2022 immer mittwochs um 20:15 Uhr bei RTLZWEI.
Wer die Folgen nicht im TV schauen möchte, kann sie auch im Stream auf RTL+, ehemals TVNow, verfolgen. Und wer es nicht abwarten kann, bis die neue Folge linear auf RTL2 gezeigt wird, kann sie bereits immer am Samstag zuvor streamen.

Auf RTL+ stehen die Sendungen im Anschluss an die TV-Ausstrahlung auch noch als Wiederholung zur Verfügung.