Kerstin Ott: Joachim Llambi sollte bei „Let’s Dance“ gefeuert werden

Leni HübnerLeni Hübner | 22.04.2022, 18:31 Uhr
Kerstin Ott in King-Pose auf der Bühne im violetten Anzug
Auf der Showbühne bei „Let’s Dance“ ließ sich Kerstin Ott ihren Llambi-Frust nicht anmerken.

Foto: IMAGO/ Future Image

„Let’s Dance“ ist eine Herausforderung für die Promis, die mitmachen, das weiß auch Kerstin Ott aus Erfahrung. Dem Juror Joachim Llambi macht sie nun aber schwere Vorwürfe, die Grenzen der Unterhaltung zu überschreiten.

Gerade begeistern Stars wie Janin Ullmann (40), Amira Pocher (29) und Mathias Mester (35) die TV-Nation mit ihren Tanzkünsten und ihrem Ehrgeiz bei „Let’s Dance“. Doch für die ehemalige Kandidatin Kerstin Ott (40) waren nicht Schweiß, Blut und Tränen beim Training mit Tanzprofi Regina Luca (33) das Härteste, für sie wurden die Live-Shows zum absoluten Horror.

Joachim Llambi wird zu persönlich

Im Podcast „Aber bitte mit Schlager“ spricht Kerstin Ott nun aus, was 2019 nur Fans und Freunde ahnten. Sie empfand die Art von Chef-Juror Joachim Llambi (57) als beleidigend. „Ich hätte damals kein Problem gehabt, hätte er einfach meinen schlechten Tanzstil kritisiert“, erzählt sie, aber der Ex-Finanzexperte sei zu weit gegangen. Seine Kritik wurde zu persönlich, meint sie deutlich.

„Let’s Dance“-Ex-Tänzer üben harten Krtik an Jorge Gonzalez

Das habe sie krasser getroffen, als wenn sie einfach null Punkte bekommen hätte. „Wir wissen doch, dass es für die Gesundheit eines Menschen nicht gut sein kann“, betont die Frau, die mit dem Song „Die immer lacht“ berühmt wurde. Bei „Let’s Dance“ verging ihr das Lachen. Kerstin Ott wünschte sich, dass ihre Fans nicht mehr für sie anrufen, weil sie sich in der Show fehl am Platz fühlte.




Die Jury betreibt Mobbing

In der fünften Folge war es soweit: Kerstin Ott durfte die Tanzfläche verlassen und atmete sichtlich auf. Das war für Joachim Llambi nur ein weiteres Indiz dafür, dass es der Sängerin an Kampfgeist gefehlt habe. Doch das zeugte nur davon, dass Llambi sich nicht mit Kerstin Ott auseinandergesetzt hat.

„Ich finde, was da Jury-mäßig abläuft, das ist auch Mobbing!“, bringt sie es nun drei Jahre nach ihrem „Let’s Dance“-Einsatz auf den Punkt. Im Internet wird die Sängerin beständig angegriffen, weil sie lesbisch ist und ihre Körperform nicht den Idealvorstellungen einiger Hohlköpfe entspricht. Sie weiß leider nur zu gut, von was sie da redet.




RTL will Reformen

So ein Verhalten hat ihrer Meinung nach nichts im Unterhaltungsfernsehen zu suchen, auch wenn sie bemerkt hat, dass Joachim Llambi weniger scharf schießt. „Ich glaube, das hat auch ein bisschen mit Bohlen zu tun, dass auch bei RTL ein Umdenken stattfindet. Was auch richtig und wichtig ist“, sagt sie in dem Podcast „Aber bitte mit Schlager“.

Aber Kerstin Ott geht das nicht weit genug: „Genauso wie Dieter Bohlen ersetzt wurde, würde ich mir das auch bei Herrn Llambi wünschen“, fordert sie offen sein, „der kann ja auch ein sehr freundlicher Mann sein. Ich finde aber, dass es nicht sein muss, jemanden so dermaßen blöd aussehen zu lassen.“

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Darum war Kerstin Otts „Let’s Dance“-Teilnahme wichtig

So ganz verloren die Zeit bei „Let’s Dance“ zum Glück nicht: Immerhin hat Kerstin Ott mit ihrem Auftritt viel für die LGBTQ-Bewegung getan, um ein neues Selbstverständnis zu schaffen. Sie war die erste Teilnehmerin, die mit einer Frau tanzte. RTL hat auf die Vorwürfe noch nicht reagiert.

Zurück aus der Osterpause und sieben Tanzpaare sind noch im Rennen um den Titel „Dancing Star 2022“. In der ersten Show nach der Osterpause am heutigen Freitag, 22. April 2022, 20:15 Uhr schmeißen die Promis wieder ihr ganzes Können aufs Parkett, um Jury und Zuschauer zu begeistern. Und: Der alljährliche Discofox-Marathon verspricht Partystimmung vom Feinsten im Studio und an den Bildschirmen!