Michelle Monballijn im Sommerhaus: Warum macht man sowas mit (wie Mike Cees)?

Serena ShtreziSerena Shtrezi | 23.10.2021, 18:31 Uhr
Michelle Monbajillin im Sommerhaus: Warum macht man sowas mit?
Michelle Monbajillin im Sommerhaus: Warum macht man sowas mit?

Foto: RTL

Es gibt viele Sprichwörter zum Thema Liebe: „Gegensätze ziehen sich an“, „Liebe macht blind“, oder „was sich liebt, das neckt sich.“ Letzteres trifft auf Michelle Monballjin und ihren Mann Mike auf jeden Fall zu. Aber ob man bei einem solch toxischen Verhalten noch von „Neckereien“ sprechen kann?

Die Beziehung von Michelle Monballijn (42) und ihrem Mann Mike (34) sorgt bei den „Sommerhaus der Stars“ Zuschauern für mächtig Zündstoff. Niemand versteht wirklich, warum Mike sich so kontrollierend und widersinnig verhält. Doch bei dem ganzen Mike-Bashing stellt sich doch auch die Frage: Warum macht man sowas als Frau eigentlich mit? Michelle?

Michelle und Mike: Eine ausgeprägte Hass-Liebe

Also manch ein Zuschauer fragt sich bei Mike und Michelle sicherlich, ob man da eigentlich überhaupt noch von Liebe sprechen kann. Egal was Michelle macht: Zähne putzen, Haare kämmen, duschen – Nervensäge Mike ist immer dabei! Und wehe sie möchte mal ein paar Minuten für sich, dann rastet der gute Mike in Kleinkindmanier aus und wirft seiner Frau Beleidigungen an den Kopf: „Sobald dich jemand bestärkt, kriegst du Oberwasser – gefällt mir nicht, sag ich dir ganz ehrlich!“ Und wehe, die 42-Jährige gibt auch mal Kontra, dann wird ihr mit der immer selben Phrase der Mund verboten: „Du bist jetzt still!“.

Es gibt hierzulande vermutlich nicht viele Frauen, die sich im Jahr 2021 von ihrem Mann sagen lassen würden, dass sie gefälligst den Mund halten, keine Freundschaften knüpfen und sowieso nichts machen sollen, wovon er nichts weiß. Solche Zustände vermutet man wohl eher in konservativen und hochreligiösen Ländern. Aber doch nicht in Deutschland, und dann auch noch beim „Sommerhaus der Stars“?.

Michelle Monbajillin im Sommerhaus: Warum macht man sowas mit?

Foto: RTL

Beleidigungen und permanente Kritik, wieso tut man sich das an?

Mike hat wirklich bewiesen, dass er kein Typ für Fernbeziehungen ist. In Folge 9 reicht es aber schon, wenn Michelle einfach kurz duschen möchte und nebenbei ein bisschen Smalltalk mit Peggy führt – der paranoide Mike glaubt sofort, dass da was im Busch ist, dass Peggy Michelle vielleicht sogar rät, die Beziehung zu ihm zu hinterfragen. Das kann er natürlich nicht akzeptieren und so nistet er sich prompt zwischen den beiden Ladies im Bad ein und beginnt – mal wieder – einen Streit mit Michelle. Worum es eigentlich geht? Keine Ahnung. Hauptsache Michelle fühlt sich schuldig und scheisse. Denn sie hat es ja immerhin gewagt, mit jemandem außer ihrem Mann in Kontakt zu gehen, vielleicht sogar ein angenehmes Gespräch zu führen.

Und das wird sofort mit Kritik, Niedermachen und Maßregelung bestraft: „Hör auf jetzt rumzuzicken – nur weil jemand dabei ist meinst du, dass du mich unterdrücken musst.“ Ahja. Interessant wie Mike Maßregelung und Unterdrückung als No-Gos empfindet, wo das doch eigentlich seine größten Kompetenzen sind.

Michelle Monbajillin im Sommerhaus: Warum macht man sowas mit?

Foto: RTL

Mike kontrolliert alles

Mike, der an Formaten wie „Temptation Island“ und „Die Bachelorette“ teilgenommen hat, verbietet Michelle bauchfreie Oberteile und kurze Röcke. Auch zum Klamotten-Wechsel muss sie sich in der Dusche verstecken, während ihr hilfsbereiter Mann ihr das Höschen zuschiebt. Um sich nur mal eine Minute Ruhe zu gönnen, muss Michelle sogar auf die Toilette flüchten – aber auch dort ist sie vor Mikes Kontrollwahn nicht sicher. Ihr Bedürfnis nach Privatsphäre und Ruhe wird mit erneuten Vorwürfen abgespeist: „Echt peinlich, wie du dich verhältst!“

Mikes Vergangenheit ist angeblich Grund für sein Verhalten

Natürlich schlüpfen solche Kontrollfreaks wie Mike gerne mal in die Opferrolle: RTL hat ein dramatisches Paar-Interview von Mike und Michelle veröffentlicht und sogar eine Psychologin zu Wort kommen lassen, die sich sicher ist – der arme Mike hat starke Verlustängste, weil ihn seine Mutter mit 11 Jahren verlassen hat. Deshalb klammert er so, das ist eigentlich nur Liebe.

Aber eine schwere Kindheit ist doch keine Entschuldigung, sondern höchstens eine Erklärung für solch ein narzisstisches Verhalten? Das hieße ja, dass jeder Mann, der von seiner Mutter verlassen würde, sich seiner Partnerin gegenüber so verhalten müsste wie Mike. Dem ist aber (Gott sei Dank) nicht so. Und warum fragt eigentlich niemand, was mit Michelle ist? Wieso macht eine 42-jährige Frau (wie Mike irgendwie auch immer so schräg betont) so etwas mit?

Was ist mit Michelle los?

Eigentlich hat Michelle in ihrem Leben ziemlich gut vorgesorgt: Eine professionelle Schauspielausbildung, TV-Auftritte und sogar eine Heilpraktikerausbildung hat die Mutter zweier Kinder gemacht. Auch beim „Sommerhaus der Stars“ ist es wirklich bewundernswert, wie ruhig und geduldig sie mit den emotionalen Eskapaden ihres Mannes umgeht, ihm sogar noch zu erklären versucht, warum gewisse Verhaltensweisen von ihm nicht nur sie, sondern auch andere im Haus verletzen. Sobald Michelle rational argumentiert, verfällt Mike in eine trotzige Kindrolle: „Du hast mir gar nichts zu sagen!“ Man kann wirklich nur noch Mitleid mit ihr haben.

Vor allem, weil die junge Mutter wegen ihrer Beziehung zu Mike von ihrem Ex-Mann aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen wurde und nun mit Sack und Pack bei ihren Eltern wohnt. Eigentlich hatten die Ex-Partner vorgehabt, die Kinder gemeinsam und friedlich zu erziehen. Ihr Ex-Mann und Regisseur Joachim Mannek konnte aber die Anwesenheit von Mike in seiner Wohnung nicht mehr tolerieren. Irgendwie nachvollziehbar.

Demütigungen 24/7: Ist Michelle selber Schuld?

Trennungen sind okay und immerhin wird in Deutschland jede zweite Ehe geschieden. Aber muss man sich nach 13 Jahren Ehe Hals über Kopf in eine Beziehung mit einem „Temptation Island“-Darsteller stürzen und in nur 11 Monaten zusammenziehen und auch noch heiraten? Leider können Männer wie Mike vor allem am Anfang einer Beziehung sehr liebevoll und bemüht sein, bis sie die Frau dann richtig am Haken haben. Und dafür eignen sich natürlich Hochzeiten sehr gut. Am besten nimmt man auch noch den Nachnamen an, Herr Cees-Monballijn.

Michelle Monbajillin im Sommerhaus: Warum macht man sowas mit?

Foto: RTL

Selbst in er größten Phase der Verliebtheit müsste man eigentlich bei einem Mann wie Mike die Beine in die Hand nehmen. Aber Michelle sitzt während seiner Schimpftiraden einfach emotionslos und stocksteif da, lässt alles über sich ergehen und muss den cholerischen Ehemann dann zur Wiedergutmachung auch noch küssen. Man kann nur hoffen, dass sich die RTL-Psychologin nicht nur Mike vornimmt, denn: Eine schöne, starke und erfolgreiche Frau, die bei einem solch kontrollierenden und narzisstischen Mann bleibt, hat womöglich selbst einiges aufzuarbeiten… (SeS)