„Ninja Warrior“-Sieger René Casselly schweigt zu den Todes-Vorwürfen

Tari TamaraTari Tamara | 29.12.2021, 12:12 Uhr

Foto: RTL / Markus Hertrich

René Casselly gewann vor wenigen Wochen die deutsche Ausgabe von "Ninja Warrior". Danach geriet er Aufgrund eines Todesdramas um zwei seiner Elefanten in die Schlagzeilen.

René Casselly hat sich über Jahre auf diesen Moment vorbereitet: Nun darf er sich, nach dem fulminanten Finale gegen Moritz Hans, als erster „Ninja Warrior“ Germany bezeichnen. Er schlug Hans am Mount Midoriyama um wenige Sekunden!

Doch kurz nach seinem Sieg geriet René, übrigens Cousin von DSDS-Gewinner Ramon Roselly, in die Schlagzeilen. Denn in Ungarn lief ein Ermittlungsverfahren gegen ihn.

Mysteriöser Vorfall

Casselly, der einer berühmten Zirkusfamilie angehört, verstrickte sich nach dem mysteriösen Tod zwei seiner Elefanten in Ungarn in Widersprüche. Außerdem soll er die Tierkadaver, nachdem zwei Elefanten über Nacht in einem Tiertransporter qualvoll erstickt sind, illegal in einem Safaripark-Gelände in Szada verscharrt und zuvor die kostbaren Stoßzähne entfern haben.

René, der sich auf Instagram als „Animal Lover“ und „Elephantboy“ bezeichnet, äußerte sich öffentlich nicht zu dem Vorfall und auch RTL scheint die Vorwürfe unkommentiert zu lassen.

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"Ninja Warrior"-Sieger René Casselly schweigt zu den Todes-Vorwürfen

Foto: RTL / Markus Hertrich

„Wenn meine Tiere zufrieden sind, bin ich auch zufrieden“

Stattdessen wird er als strahlender Sieger von „Ninja Warrior“ gefeiert, der sich über eine Siegprämie von 300.000 Eure freuen darf. Dieses Geld will der, zuvor wegen Tierquälerei in Verruf geratene René, in seine Tiere investieren:

„Ich will mein ganzes gewonnenes Geld in das Wohlergehen meiner Tiere in meinem eigenen Tierpark, dem „Kimba Elephant Park“, investieren. Unter anderem möchte ich den Park vergrößern, denn je mehr Platz ich für meine Tiere habe, umso besser ist es. Wenn meine Tiere zufrieden sind, bin ich auch zufrieden“, so Casselly gegenüber RTL.

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Viele Widersprüche

Und es stimmt, auf seinem Instagram-Profil zeigt sich René als großer Tierfreund, vor allem seine Elefanten liegen ihm sehr am Herzen: „Deswegen investiere ich das ganze Geld in meinen Park. Ich selber brauch nicht viel. Wenn meine Familie, meine Freundin und meine Tiere alle glücklich sind, dann bin ich auch glücklich. Ich brauche kein teures neues Auto, keinen teuren Fernseher oder neuen Laptop“, erklärt er seine Bescheidenheit weiter.

Aber wie passt das mit den Vorwürfen um den mysteriösen Tod seiner Elefanten zusammen? Würde ein „Elephantboy“ und „Animal Lover“ wirklich seine Tiere über Nacht in einem Tiertransporter lassen?

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„Diese Krokodilstränen nehmen wir René Casselly nicht ab“

Daniela Freyer, Mitbegründerin der Tierschutzorganisation „Pro Wildlife“, ist mit dem Fall Casselly vertraut und sagt in einem Statement auf der Seite von „Pro Wildlife“: „Ein tragischer, früher Tod nach einem unwürdigen, qualvollen Leben – im Zirkus kommt das leider allzu häufig vor. Allerdings sind die Lügen und Heuchelei im Fall Casselly kaum zu überbieten.“

Und weiter: „Diese Krokodilstränen nehmen wir René Casselly nicht ab. Wer jahrelang seine Tiere als Turngerät missbraucht und auch noch zulässt, dass ihnen nach ihrem Tod brutal die Stoßzähne entfernt werden, kann kaum von Ehrfurcht sprechen.“