Neues FormatRichterin Barbara Salesch wieder zurück im TV: Das ist ihre neue Show

Barbara Salesch
Barbara Salesch

Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 10.08.2022, 15:17 Uhr

Barbara Salesch - ihres Zeichens die wohl bekannteste TV-Richterin der deutschen Fernsehgeschichte - kehrt zurück ins Fernsehen. Hier alle Infos zu ihrer neuen Show.

Zehn Jahre nach ihrem Abschied als TV-Richterin kehrt Richterin Barbara Salesch (72) zurück ins Fernsehen. Auch ihr TV-Richterkollege Ulrich Wetzel (65, „Das Strafgericht“) feiert seine Rückkehr.

Richterin Barbara Salesch: Das ist ihre neue Show

„Barbara Salesch — das Strafgericht“ heißt die neue Sendung der beliebten Juristin, die ab 5. September 2022 wochentags um 11 Uhr ausgestrahlt wird. Zuschauer dürfen sich — wie schon in den späten 1990er- und 2000er-Jahren — auf spannende Fälle, heftige Streitigkeiten und Wirrungen des Strafrechts einstellen.

TV-Comeback von Barbara Salesch: Das wurde aus den Gerichtsshow-Stars

Was anders ist als damals? RTL selbst beschreibt das in einer Mitteilung so: „Auch moderne Beweismittel wie Smartphone-Videos, Sprachnachrichten und Chat-Verläufe spielen dabei eine wichtige Rolle, um die wahren Täter zu überführen und für Gerechtigkeit zu sorgen“. Wir dürfen gespannt sein.

Barbara Salesch und Ulrich Wetzel

Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Das sagt Salesch selbst

Barbara Salesch freut sich über ihre TV-Reunion. „Ich freue mich sehr, dass es wieder losgeht. Gericht interessiert die Zuschauer immer. Und jetzt gibt es eine Gerichtsshow im deutschen Fernsehen, die die alte Professionalität mit den neuesten Entwicklungen verbindet – das wird einfach sensationell!“.

Auch ihr Richterkollege Ulrich Wetzel (für dessen Show noch kein Sendetermin genannt wurde) ist begeistert: „Es ist schön, wieder da zu sein. Wir leben in einer Zeit der Veränderungen, Menschen suchen Halt und Zentrierung – das bietet unsere Gerichtssendung. Wir vermitteln ein Gefühl von Gerechtigkeit und Gleichbehandlung – jemand der viel Geld hat, wird nicht besser behandelt als ein Sozialhilfe-Empfänger“.


Richterin Barbara Salesch: Die Geschichte der Sendung

Als Sat.1 am 27. September 1999 zum ersten Mal die Sendung „Richterin Barbara Salesch“ ausstrahlte, konnte noch niemand ahnen, was für ein langlebiger Erfolg es werden würde. Die Serie — die sich an der US-Show „Judge Judy“ orientierte — brachte Gerichtsprozesse auf den Bildschirm. Zunächst waren es noch Mitschnitte von realen Schiedsgerichtverhandlungen, die gezeigt wurden (und über die Barbara Salesch entschied). Bald schon änderte man das Konzept aber und stellte Prozesse mit Laienschauspielern nach. Der Clou: Prozesse, in denen es um das ging, was am meisten Quote bringt (nämlich Delikte wie Mord, Raub, Vergewaltigung) durfte man nicht live mitschneiden.  Mit Laienschauspielerin ging das aber sehr wohl.

Überraschendes Comeback: Richterin Barbara Salesch kehrt ins TV zurück

Richterin Barbara Salesch 1999
Richterin Barbara Salesch

IMAGO / United Archives

Der Erfolg gab dem neuen Konzept recht. Nachdem die ersten Folgen nur 30 Minuten dauerten, verlängerte man schon bald auf 45 Minuten.

Den Marktanteil konnte man von acht auf 20 Prozent steigern — und die Sendung etablierte sich. Sogar so sehr, dass man dreizehn Jahre lang neue Folgen produzierte. 2012 ging Barbara Salesch schließlich in TV-Rente. Aber wie mit allem ist es auch bei der Rente so: Sie hält oft nicht ewig. Zum Glück für alle Salesch-Fans!