SATC-Fortsetzung: DAS steckt hinter dem Serien-Tod, der alle schockt

Anna MankAnna Mank | 13.12.2021, 19:20 Uhr
SATC-Reboot: DAS steckt hinter dem Serien-Tod, der alle schockt
SATC-Reboot: DAS steckt hinter dem Serien-Tod, der alle schockt

IMAGO / ZUMA Wire

Dieser Tod lässt Fans weltweit verstört zurück: In der „Sex and the City“-Fortsetzung „And just Like That …“ stirbt in der ersten Folge ein Zuschauerliebling. Was es damit auf sich hat.

„And just like That …“ ist die lang erwartete Fortsetzung der Kult-Serie „Sex and the City“. In der Original-Show, die von 1998 bis 2004 produziert wurde, ging es um das Liebesleben vier befreundeter Frauen in ihren Dreißigern mitten in der Single-Metropole New York. Im Sequel sind die Ladys, inzwischen alle in ihren 50ern, bis auf Samantha-Jones-Darstellerin Kim Cattrall (65) endlich wieder vereint. So weit, so gut. Doch gleich in der ersten Folge stirbt eine der beliebten Figuren den wohl tragischsten Serientod des Jahres.

Was es damit auf sich hat, erklärte jetzt Produzent Michael Patrick King (67) in einem Interview mit der US-Seite „Entertainment Weekly“.

ACHTUNG, SPOILER!

Um diese Szene geht es: Während Carrie (Sarah Jessica Parker, 56) die Klaviervorstellung von Charlottes Tochter besucht, erleidet ihre große Liebe Mr. Big (Chris Noth, 67), eigentlich John James Preston, einen Herzinfarkt. Als Carrie nach Hause kommt, kann sie ihren Ehemann gerade noch in die Arme nehmen und ihm in die Augen schauen. „Und einfach so … starb Big“, sagt sie am Ende von Folge eins …

Was hat sich Serien-Erfinder Michael Patrick King denn nur dabei gedacht?

SATC-Fortsetzung: DAS steckt hinter dem Serien-Tod, der alle schockt
Serien-Erfinder Michael Patrick King mit seinen Stars bei Dreharbeiten

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„Carrie hatte Big nie“

Für den Autor ist Bigs Tod eine wichtige dramaturgische Konsequenz, denn, so King: „Ich wäre nicht zurückgekommen und hätte alles riskiert, (…) wenn ich als Autor nicht eine wirklich starke Geschichte zu erzählen hätte.“

Er sei einem „starken Impuls“ gefolgt, dem Gedanken auf den Grund zu gehen, ob es besser sei, einen Menschen geliebt und dann verloren oder niemals geliebt zu haben. „Vor allem bei einem Charakter (Carrie), der ausschließlich versucht hat, die Liebe bei einer einzigen Person zu finden.“

Michael Patrick King merkt an: „Die Leute vergessen, dass Carrie Big in der Serie niemals für sich hatte. Sie hatte ihn flüchtig, eine Minute oder zwei. Und auch jetzt hat sie Big nicht. Es sind nur andere Umstände. Es ist diesmal endgültiger.“

Das ist die Message hinter Bigs Tod

Für ihn ginge es am Ende nicht um die Beziehung zu einem anderen Menschen, sondern um die Beziehung, die jeder Mensch mit sich selbst eingeht, so King. „In der Serie sagt Carrie, dass die herausforderndste, liebevollste Beziehung, die wir je haben werden, die mit uns selbst ist. Wenn du jemanden findest, der dich auch so sieht, ist das wunderbar. Doch die Show handelt von der Liebe zu sich selbst, und wir haben versucht, zu beweisen, dass wir selbst genug sind.“

Dennoch: Eine ziemlich drastische Art, den Fans der Serie diese Message vor Augen zu führen! Finden übrigens auch die Zuschauer, die ihrem Unmut derzeit in sozialen Medien freien Lauf lassen.

Wird die Serie jetzt noch düsterer?

Mit einem derart dramatischen Höhepunkt gleich in der ersten Folge stellt sich nun die Frage, ob aus der einst so bunten und witzigen Geschichte über coole Single-Frauen jetzt ein düsteres TV-Stück wird.

Michael Patrick Kings Antwort auf diese Frage: „Die letzten drei Minuten der ersten Folge sind schrecklich. Und auch in der zweiten Episode werden die Zuschauer dieses Gefühl der Dunkelheit verspüren. Wir haben gerade jemanden verloren, den wir lieben. Diese ganze Serie dreht sich um Carries Verlust. Und dennoch hält Carrie alles zusammen. Und wenn wir weiterschauen, wird alles wieder heller.“

Er habe kein Interesse daran, die Fans der Serie in einen „dunklen Wald zu führen und dann dort zurückzulassen.“ King: „Ich will niemanden deprimieren. Ich möchte die Leute schockieren. Ich will, dass sie fühlen. Ich will, dass sie Dinge durchmachen. (…) Ich wollte, dass die Menschen wissen, dass das hier eine andere Sendung ist. Es ist ein Unterschied, ob du 35 oder 55 bist. Du bist nicht tot, nur weil Big tot ist.“

SATC-Fortsetzung: DAS steckt hinter dem Serien-Tod, der alle schockt
Auf Wiedersehen, Mr. Big

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Kommt Samantha jetzt doch noch zurück?

Eine andere Frage, die die Fans beschäftigt, ist die nach einer möglichen Rückkehr von Serien-Sexbombe Samantha Jones (Kim Cattrall). In einer Szene von „And Just Like That …“ unterhalten sich Carrie und Miranda über ihre Freundin, die inzwischen nicht mehr in New York, sondern in London wohnt. Gibt es vielleicht doch eine kleine Chance, dass Kim Cattrall in der Fortsetzung auftaucht?

„Nein“, sagt Michael Patrick King ganz klar. „Die Frauen unterhalten sich einfach über ihre Freundschaft und wie seltsam es ist, dass man nicht für immer zusammen sein kann. Es ist kein Hinweis auf eine Rückkehr.“

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Die Original-SATC-Girls in den Neunzigern (v.l.): Kristin Davis, Sarah Jessica Parker, Cynthia Nixon und Kim Cattrall

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