Shitstorm gegen GNTM: Heidi Klum muss ordentlich einstecken

Annabell KöstlerAnnabell Köstler | 18.04.2022, 19:45 Uhr
Heidi Klum bei der Vanity Fair Gala
Heidi Klum bei der Vanity Fair Gala

IMAGO / Future Image

Heidi Klum macht sich mit der 17. Staffel von "Germany's Next Topmodel" nicht beliebt: Kuriose Shootings, billig wirkende Ergebnisse, erzwungene Diversität und Influencer-Ausbildung übers Modeln - das gibt einen Shitstorm.

In Staffel 17 von „Germany’s Next Topmodel“ ist alles anders! Models allen Alters, jeder Figur und jeder Körpergröße sind 2022 eingeladen worden um die Topmodel-Krone zu kämpfen. Diversity ist das Motto – eigentlich ja etwas tolles. Trotzdem sind Fans mit dieser Staffel überhaupt nicht zufrieden und Heidi Klum erntet einen ordentlichen Shitstorm gegen ihre Sendung!

Erzwungene Diversity verärgert Fans

Ganz zu Anfang der neuen Staffel waren Fans noch begeistert: Zwei Ü60-Models wurden von Heidi auserwählt; die 68-jährige Barbara und die 66-jährige Lieselotte. Die GNTM-Omis, wie Fans sie liebevoll nannten, konnten sogar abliefern! Besonders Barbara überzeugte mehr als einmal, konnte sogar einen Job ergattern.

Ganz anders Lieselotte. Während ihre Leistung oft in Ordnung war, schien sie einfach nicht besser zu werden. Mit der Zeit wurde deutlich, dass es für Lieselotte eigentlich nur Spaß ist. Die Leistungen ließen nach; wurden albern. Und wer musste gehen? Barbara, aufgrund einer schlechten Woche! Lieselotte dagegen wird immer weiter durch die Sendung gezogen, trotz schlechter Leistungen und fehlendem Enthusiasmus.

Besonders regt die Fans auf, dass statt Lieselotte immer mehr gute Models gehen müssen, weil ihre Leistungen nicht 100 Prozent, sondern nur 80 Prozent waren, während Liese mit ihren 20 Prozent in den Himmel gelobt wird. Favoritinnen wie Inka, Amaya und Viola verlassen die Show trotz Top-Leistungen.

Keine Teachings, kaum Shootings

Normalerweise ist es üblich, dass Heidi oder die Stargäste den Models einige Teachings geben. Außerdem werden die Meeedchen vor den Job-Castings gedrillt, wie sie sich am besten zu verhalten haben. Dieses Jahr – Fehlanzeige! Einmal schaut sich Heidi ihre Modelanwärterinnen beim Walken an und gibt Tipps, danach nix mehr.

Auch Einzelshootings sind dieses Jahr Mangelware. Stattdessen gibt es einige Video-Shootings und merkwürdige Gruppenbilder, bei denen sich die Zuschauer fragen, welcher Kunde sowas ernst nimmt. Scheinbar nicht so viele – es gibt keine „normalen“ Castings mit anderen Models, nur vorausgeplante Castings, bei denen niemand außer der GNTM-Mädels antritt. Langweilig.

Küchenshooting sorgt für Empörung

Als es endlich mal an der Zeit für ein Einzelshooting für die Models ist, könnte GNTM kaum problematischer agieren. Star-Designer Jeremy Scott ist zu Gast und lässt die Models in seiner neuen Kollektion shooten. Die ist… nun ja – merkwürdig. Im Stil der 50er Jahre, mit kinderfreundlichen Designs und super kurzen Röckchen – das empört die Fans.

Hinzu kommt, dass Heidi offensichtlich nicht nur die Posen bewertet. Neeein, die Meeedchen sollen bitte wirklich Ahnung von der Küche haben und die Probs richtig nutzen, statt nur hübsch zu posieren. Kommentare wie „Anita macht sich gut in der Küche“ und ähnliche geben den Zuschauern den Rest.

Qualität lässt massiv nach

Die Art der Fotoshootings sind beinahe nicht nachvollziehbar: Komische, albernde Gruppenfotos, die halb Twitter mit einem alten iPhone und Photoshop besser bearbeiten könnte als die Fotografen. Regelmäßig erinnern sich Fans an Shootings aus vergangenen Staffeln zurück. Ob da am Budget geschnippelt wurde?

Germany’s Next Influencer?

Man kann sich nicht mehr sicher sein – sind wir wirklich bei „Germany’s Next Topmodel“ gelandet, oder schauen wir eher bei „Germany’s Next Influencer“ zu? Bei den Videoshootings und vor allem bei dem Shooting, wo die Meeedchen irgendein sinnfreies Produkt überzeugend verkaufen sollen, wirkt es wirklich so, als sei da nicht mehr viel Modelpotenzial nötig.