Thomas Gottschalk macht die Palme im Wind

dpadpa | 03.11.2021, 15:45 Uhr
Thomas Gottschalk moderiert am 6. November eine Sonderausgabe von  «Wetten, dass..?».
Thomas Gottschalk moderiert am 6. November eine Sonderausgabe von «Wetten, dass..?».

Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Wenn am Samstagabend die Sonderausgabe von „Wetten dass..?“ im ZDF läuft, steht Thomas Gottschalk als Quotengarant mal wieder im Rampenlicht. Dass er das noch kann, bezweifelt er nicht.

Entertainer Thomas Gottschalk (71) geht gelassen mit Kritik um. „Viele meiner Kritiker habe ich bereits überlebt. Ich nehme weder mich ernst, noch das, was über mich geschrieben wird“, sagte er dem Magazin „SuperIllu“. Am Samstag moderiert Gottschalk in Nürnberg eine Sonderausgabe der ZDF-Show „Wetten dass..?“.

Lieber Palme als Eiche

Unter den Gästen ist Schlagerstar Helene Fischer. „Helene spielt in der Champions League. Sie gehört bei dieser Show auf die Bank und auf die Bühne“, sagte Gottschalk. Auf die Frage, welchen Rat er der Sängerin mit auf den Weg geben würde, sagte er: „Shitstorms kommen und gehen. Da biegt sich die Palme im Wind, und die deutsche Eiche fällt um. Ich hab immer die Palme gemacht.“

Auch sonst hat der Entertainer ein gutes Gespür bei seinen Entscheidungen bewiesen. Dass er vor vielen Jahren Michelle Hunziker mit an Bord des ZDF-Flaggschiffs geholt hat, findet er bis heute eine kluge Idee, ja, „ein Lichtblick in seinem Schaffen“, wie er es selbst in einem Gastbeitrag bei BUNTE formuliert. Mit ihr habe er ohne Druck die Frauenquote erhöht und das Thema Migrationshintergrund abgedeckt.

Angriff des Pop-Titan

Auch Seitenhiebe eines anderen großen Blonden der Showbranche steckt Gottschalk mit Gelassenheit weg. Während der stänkerte, dass Brot noch mehr Ahnung von Musik habe als der 71-jährige Kollege und der die Haarteile seiner Oma auftrage, machte Thomas Gottschalk einfach weiter seinen Job. Auch auf RTL, der einstigen Homebase des Pop-Titanen.

Das Comeback im ZDF ist für Thomas Gottschalk übrigens kein Grund, um über Modernisierungen von „Wetten, dass..?“ nachzudenken. Schon im Vorfeld schloss er aus, sich mit neuen Promis wie Internet- und Social-Media-Stars auseinanderzusetzen. „Bitter erspart mit irgendwelche Influencer…“, bat er im Rahmen einer Veranstaltung in Frankfurt am Main. Auf der Coach sollen Prominente sitzen, die auch der Entertainer kennt. Als Show-Dino muss er sich die neuen Namen ja auch nicht mehr merken.

dpa-infocom/KT