„Viva la Diva“: So haben wir Mario Barth und Bernhard Brink noch nie gesehen

Leni HübnerLeni Hübner | 21.06.2022, 17:44 Uhr
Viva la Diva
Viva la Diva

Foto: RTL / Markus Hertrich

Falsche Brüste, tiefe Ausschnitte und ganz viel Make-up: Mario Barth, Bernhard Brink und Steffen Hallaschka zeigten sich bei „Viva la Diva“ von ihrer schönsten Seite.

Bisher sprach Mario Barth gern darüber, wie wenig er das schönere Geschlecht versteht. Doch wer hätte gedacht, dass der Comedian selbst eine sehr weibliche Seite hat? Auch Moderator Steffen Hallaschka traute sich, sich einmal so richtig in Schale zu werfen und selbst Bernard Brink wagte sich hoch hinaus: auf Highheels.

Die Verwandlung zur Drag-Queen

Ganz freiwillig taten die Herren sich das nicht an, es ging um Sendezeit und da unterscheiden sich diese Stars auch nicht von ihren Reality-TV-Kollegen. Manchmal muss es ein wenig mehr sein, um im Gespräch zu bleiben. In der Sendung „Viva la Diva – Wer ist die Queen?“ traten ingesamt sechs Kandidaten an, um ihr Talent als Drag-Queen unter Beweis zu stellen.

Viva la Diva
Ein riesiges Spektakel

Foto: RTL / Markus Hertrich

Ronaldos Bugatti kracht in Hauswand

Begleitet wurden die Kerle von ihren Anfängen über die aufwendige Verwandlung bis zu den Auftritten, in denen sie lippensynchron einen Song performen sollten. Ob Bernard Brink hier einen Vorteil hatte, weil er aus einer Zeit stammt, in der fast sämtliche TV-Auftritte mit Playback abgesichert wurden. Insofern dürfte Brink lippensynchron jede Performance hinbekommen.

Supa Nova und Lil Sista

Steffen Hallaschka entpuppte sich als wilde Supa Nova, die kein Problem mit Freizügigkeit hat. Fußballstar David Odonkor (38), der auf gelben Lackstiefeln eine prächtige Figur machte, wollte Lil Sista ein Zeichen setzen, weil gerade im Fußball-Profi-Sport noch zu wenig Offenheit herrscht. Angeblich gibt es in der Bundesliga ja nur kraftstrotzende Hetero-Jungs. Ein Coming-Out bedeutet hier meist noch ein Karriere-Aus.

Bernard Brink, der zuletzt mit Kritik an Wladimir Putin und Karl Lauterbach schlagzeilte, setzte als Titania Diamond ein Statement für mehr Toleranz. Das war wohl die Hauptmotivation für alle Teilnehmer: zu zeigen, dass jeder genauso das sein darf, was er will. Das war auch Familienvater Mickie Krause wichtig, der als Minnie de la Cruise auch am Ballermann auftreten könnte.

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Supa Nona in Aktion

Foto: RTL / Markus Hertrich

Sendung für mehr Toleranz

„Volle Kanne“-Moderator Ingo Nomsen präsentierte sich als Kandy Rock: „Ich gehe gestärkt als Frau aus dieser Show hervor“, sagte er RTL im Interview. Die Kollegen, die in der Jury erraten musste, wer sich hinter den falschen Brüsten, dem unglaublichem Make-up und unter den Perücken versteckt, hatten es nicht leicht. Zum Rate-Team gehörten u.a. Olivia Jones, Tahnee, Jorge González und Jana Ina Zarrella.

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Alle Drag Queens

Foto: RTL / Markus Hertrich

Dass ausgerechnet Faisal Kawusi als Madame LeStrange die Show gewonnen hat, ist RTL im Nachhinein unangenehm. Der Komiker, der mit seinem K.o.Tropfen-Witz die Grenzen des guten Geschmacks verlassen hatte, ist bei Sat.1 bereits geächtet. RTL gab auf Twitter bekannt: Wir distanzieren uns von den Aussagen, die Faisal Kawusi im April auf Social Media getätigt hat. ‚Viva La Diva‘ wurde bereits im März 2022 aufgezeichnet. RTL steht für Vielfalt und Toleranz ein.“

Den großen Gewinner-Pokal überreichte Mario Barth als Olympia und durfte dafür seinen Bart behalten. Ein wenig mehr Einsatz wäre schön gewesen. Fernsehkoch Tim Mälzer gab sein Debüt als Showmaster – ganz normal im Anzug.

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"Viva la Diva" kam gut bei den Fans an

Foto: RTL / Markus Hertrich