„Wetten, dass…?“ ab Juli bei RTL – und er soll’s moderieren

Paul VerhobenPaul Verhoben | 12.06.2022, 20:00 Uhr
Guido Cantz in "Ich setz auf dich!"
Guido Cantz in "Ich setz auf dich!"

Foto: RTL / Ruprecht Stempell

Das ZDF-Original "Wetten, dass...?" bekommt Konkurrenz. Ab Juli probiert RTL ein eigenes Samstagabend-Format aus, in dem es ums Wetten geht. Promi-Gäste sollen sagen, ob die jeweils "einzigartigen Wetten" scheitern oder nicht.

In „Ich setz auf Dich“ treten pro Ausgabe sieben Kandidaten bzw. Kandidatinnen bzw. Teams mit „einzigartigen Challenges und Wetten“ vor einem prominenten Zocker-Panel an. Dabei reichen die mitgebrachten Wetten von „riesig und spektakulär über skurril bis hin zu absolut unglaublich“.

So soll „Ich setz auf dich“ funktionieren

Die Panel-Mitglieder brauchen eine gute Intuition und natürlich auch etwas Zockerglück. Denn jeder der Promis muss sich vor Beginn jeder Wette entscheiden: Wird die Wette eingelöst? Oder scheitern die Kandidaten? Entsprechend setzen die Prominenten einen niedrigen oder hohen Geldbetrag.

So mehrt oder vermindert sich das Konto der sogenannten „Panel-Gäste“, mit dem sie am Ende des Abends ein letztes Mal All-in gehen: Sind alle Wetten vorgeführt worden, wird nämlich per Voting ein Sieger unter allen Kandidaten, die ihre Wette im Verlauf des Abends absolviert haben, gekürt. Wer hat die beste Wette der Show abgeliefert?

„Ich setz auf dich“
„Ich setz auf dich“

Grafik: RTL

Eine Show mit Promi-Jackpot

Parallel setzt jeder Prominente seine erzockte Summe auf seinen Favoriten. Der Panel-Gast mit dem höchsten Kontostand beginnt, es kann nur ein Mal pro Kandidaten gesetzt werden. Der Promi, der auf den Sieger gesetzt hat, gewinnt den erspielten Jackpot für den Kandidaten und für eine Charity-Organisation seiner Wahl.

Klingt also alles wie eine Mischung aus dem ProSieben-Erfindershow-Kopieflop „Das Ding des Jahres“ und „Wetten, dass…?“.

Und damit ist die Mechanik der Show gut umrissen: Die Sendung in die Länge ziehen und gaaaaanz am Schluß einen Sieger küren (für den sich eh keiner interessiert). Das soll zum einen über Stunden Zuschauer binden und zum anderen vor allem reichlich Platz bieten für nervende Werbeinseln. Schlimm.

Das sind die Gäste der ersten Show

Das Promi-Panel in der Pilotfolge sind die sattsam bekannten RTL-Gesichter Sonja Zietlow, Motsi Mabuse und Mario Barth. Und der Thomas Gottschalk von RTL ist Guido Cantz, der nach seinem Abgang von „Verstehen Sie Spaß?“ nun endlich wieder an einem Samstagabend moderieren darf. Der 50-jährige sagte dazu im Gespräch mit RTL: „Ob ich der Richtige bin, wird man sehen. (lacht) Ich moderiere jedenfalls gerne große Abendshows zur Primetime und natürlich zocke ich gerne selbst! Als unparteiischer Moderator darf ich zwar nicht mitspielen, jedoch werde ich versuchen, unser Panel aus der Reserve zu locken und bin gespannt, wie viel Zocker-Gen in den Promigästen steckt. Außerdem bin ich selbst ziemlich ehrgeizig und gespannt, ob ich mir etwas von den Talenten abschauen kann.“



„Wetten, da biste baff?“

Der Slogan der neuen Show lautet „Wetten, da biste baff?“. Parallelen zum ZDF-Klassiker sind somit vorprogrammiert. „Ich habe zwar eine blonde Prachtmähne und eventuell wird auch ein Bagger in meiner neuen Show vorkommen, aber eins ich kann versprechen: Bei uns muss kein Promi frühzeitig den Flieger nehmen!“, so Guido Cantz weiter. „Im Ernst: ‚Ich setz auf Dich‘ ist spielerischer Spaß für die ganze Familie. Unterschiedliche Wetten von außergewöhnlichen Menschen mit einzigartigen Talenten.“

„Ich setz auf Dich“ am 2. Juli 2022 um 20:15 Uhr bei RTL, eine weitere Folge wird zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt.

Cantz war gerade bei RTL gescheitert mit der Neuauflage der Comedy-Talk-Klassikers „7 Tage, 7 Köpfe„. Wie und es weitergeht, ist unklar. Drücken wir ihm mit dem neuen Format mal die Daumen.

„Wetten, dass…?“ am 19. November

Für Fans: Das Gottschalk-Original läuft als jährliches Event-Highlight zum zweiten Mal. Der Termin steht auch fest: Am 19. November um 20:15 Uhr live aus Friedrichshafen, der schönen Stadt am Ufer des Bodensees. Wetten, dass diesmal keine 14 Millionen Zuschauer mehr erreicht werden?