12.07.2020 19:46 Uhr

90er-Stars E-Rotic: Lyane Leigh singt jetzt Schlager

In den 90ern galt das Dancefloor-Projekt E-Rotic als eines der erfolgreichsten Gruppen seiner Art. Ihre frivolen Hits wie "Max Don’t Have Sex with Your Ex" oder auch "Fred Come to Bed" gelten noch heute als Kult und dürfen auf keiner 90er Party fehlen.

Nico Schimmelpfennig

Auch wenn die Musik des Projekts in der heutigen Zeit charttechnisch keine nennenswerte Rolle mehr spielt, sind E-Rotic noch immer gern gesehene Gäste auf sämtlichen 90er-Jahre-Raves. Frontsängerin Lyane Leigh hat sich aber über die Jahre ein weiteres musikalisches Standbein aufgebaut: Sie sing Schlager!

Zwei Herzen in einer Brust

Doch wie passen Schlager und E-Rotic zusammen? Diese Frage höre sie häufig, erklärt Lyane Leigh: „Die Meisten kennen mich von E-Rotic, aber tatsächlich habe ich schon viel länger davor mit Schlager angefangen.“

Schon als junges Mädchen hat sich Liane Hegemann, wie sie bürgerlich heißt, mit Schlager beschäftigt und trat mit ihrer Popschlager-Formation Xanadu zweimal beim Vorentscheid vom Eurovision Song Contest an.

„Ich habe immer bereut, dass ich aus der Band raus bin“

Lyane kann nur mit den Augenrollen, wenn Neunmalkluge ihr unterstellen, dass sie „jetzt auch so eine ist“, die „erst englischsprachig gesungen hat und jetzt Schlager singt.“ Das sei bei ihr schlichtweg falsch, denn „das habe ich schon immer gemacht.“ Es sind einfach zwei Herzen in ihrer Brust, die da schlagen, erklärt sie. „Beides macht mir großen Spaß.“

„Meine aktuelle Single heißt ‚Ich frag mich‘ und darin singe ich, was die meisten so singen: Über Beziehungen zwischen Mann und Frau und Fragen, die man sich stellt. Antworten, die man nicht bekommt. Davon handelt der Song.“

90er-Stars E-Rotic: Lyane Leigh singt jetzt Schlager

Nico Schimmelpfennig

Für diesen Sommer plant Hegemann gleich mehrere Veröffentlichungen, unter anderem eine große Herzensangelegenheit. Und zwar eine Coverversion von „Ein Tag, eine Nacht, eine Stunde“, einem Lied ihrer alten Band Xanadu. Der Song habe ihr zwar schon immer sehr gefallen, allerdings habe sie den Song damals nicht gesungen, weil sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Teil der Gruppe war.

Auf der finalen Version des Songs war damals schon die Stimme ihrer Nachfolgerin zu hören. „Ich habe das immer bereut, dass ich aus der Band  raus bin. Ich habe dann gedacht, dass ich zum 30-jährigen Jubiläum meinen Beitrag leiste und eine Neuproduktion von ‚Ein Tag, eine Nacht, eine Stunde‘ mache.“

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