19.04.2020 18:20 Uhr

Prince Damien: „Ich gebe keine Wohnzimmerkonzerte. Dafür bin ich zu schüchtern“

imago images / Future Image

Während der Corona-Krise bleibt auch der amtierende Dschungelkönig Prince Damien brav zuhause. Doch langweilig wird dem sympathischen Sänger da noch lange nicht. Im Interview mit klatsch-tratsch.de hat der 29-Jährige erzählt, wie er sich die Zeit in der Quarantäne sinnvoll vertreibt.

Zudem hat der Musiker über die Pläne geplaudert, die er aufgrund der Ausgangsbeschränkungen vorerst nicht umsetzen kann. Auch die Suche nach der großen Liebe muss Prince vorerst vertagen…

Krank oder gesund?
Ich bin, soweit ich weiß, gesund. Aber man kann nie wissen ob man symptomlos träger des Viruses war und nun eine Immunität hat.

Was ist in Deinem Alltag jetzt anders?
In meinem privaten Alltag hat sich nicht viel verändert. Ich war nie der Mensch, der privat gerne auf Veranstaltungen ging, feierte, essen ging oder sich mit Freunden in Kneipen traf. Mein Alltag ist demnach gleich geblieben: Ich bin zu Hause bei meinen Tieren. Nur kann ich mich nun nicht mehr mit meiner Oma treffen. Und leider fällt auch das Thema Dating und Partnersuche flach. Gerade jetzt, wo ich mich Menschen öffnen wollte, ist es nicht möglich, sich zu treffen. Für angefangene Bekanntschaften ist das nun echt eine Bewährungsprobe.

Quelle: instagram.com

Welche Pläne kannst Du jetzt erstmal nicht umsetzen?
Dieses Jahr war bis vor Kurzem gespickt mit Terminen, Auftritten, Studioterminen für die Aufnahme meines neuen Albums und vielen TV-Shows. Leider machte das Coronavirus mir in dieser Hinsicht einen Strich durch die Rechnung. Aber ich hoffe, dass einiges nach der Krise nachgeholt werden kann. Zur Zeit kann ich leider auch nicht mehr mit meinen Mädels in der Tanzschule tanzen.  Aber umso mehr freue ich mich, wenn das dann wieder live möglich ist.

Wie schätzt Du die Situation für Kunst und Kultur ein?
Für die Kunst und die Kultur ist das ein totales Fiasko. Ich habe letztes Jahr Musical spielen dürfen und merke nun, anhand meiner Bekannten wie eine komplette Branche bis Ende August stillsteht und jeder ums Überleben kämpft. Was ich aber super finde ist, dass nun durch kreative Wege Möglichkeiten gefunden werden ,die Kunst und die Kultur in das digitale Zeitalter zu bringen.

Was machst Du jetzt den lieben langen Tag?
Ich mache das, was ich vorher auch gemacht habe wenn ich mal zu Hause war: Ausschlafen. Langweilig wird mir nie, denn es gibt immer etwas zu tun, selbst wenn es im Netz keine neuen Serien oder Dokus zu sehen gibt genüge ich mir selbst und freue mich, dass ich gesund bin und Essen im Kühlschrank habe. Ich habe zur Zeit sogar angefangen mir eine neue Fremdsprache anzueignen: Ich lerne Spanisch. Ich nutze die freie Zeit auch wieder mit dem Gitarrenspielen weiterzumachen – und schreibe fleißig an neuer Musik. Manchmal kommt es mir so vor als gehen die Tage viel zu schnell vorüber, weil man noch so viel zu erledigen hat.

Wie können Künstler in Krisen ihre Reichweite sinnvoll nutzen?
Ich glaube, gerade in dieser Zeit wird klar, dass Künstler und Entertainer einen nicht niedrigen Stellenwert in der Gesellschaft haben. Das war mir nie so wirklich bewusst wenn man sich überlegt, dass viele Berufe viel wichtiger erscheinen. Aber gerade jetzt, in Zeiten der Unsicherheit, bringen Künstler und kreative Menschen Licht ins Dunkle und schaffen Ablenkung von den Sorgen des Alltags, machen die Zuschauer einfach glücklich.

Ich denke, dass man mit seiner Reichweite vor allen Dingen Positives erreichen kann, indem man Glück in jeglicher Hinsicht versprüht. Sei es ein lustiges Video, ein kleiner Hinweis auf eine Möglichkeit, wie man den Alltag seiner Menschen angenehmer gestalten kann, bis hin zum Sammeln von Spenden für Soziale Projekte. Auch das Motivieren der Menschen zu Hause zu bleiben und evtl. Tips zu geben wie man die viele Zeit zu Hause am sinnvollsten verbringt sind Dinge, die Künstler auf Instagram weitergeben können.

Quelle: instagram.com

Ich versuche einfach ich selbst zu sein und merke, dass ich damit einige Menschen zum Schmunzeln bringe. Auch wenn ich ab und zu über die Stränge schlage (lacht). Ich mache auch gerne Verlosungen, um den Menschen eine Freude zu machen.

Weil mein Herz vor allen Dingen für Reptilien und Exoten schlägt, versuche ich den Menschen die mich gerne sehen, diese Tiere näher zu bringen und nutze die Gagen, welche ich mit Instagram Kooperationen bekomme, teilweise um Reptilienhäusern welche nun keine Besucher mehr haben und ihre Tiere versorgen müssen, zu unterstützen. Viele Persönlichkeiten auf Instagram machen Wohnzimmerkonzerte, aber ich habe festgestellt, dass ich dazu viel zu schüchtern und selbstkritisch bin.

Quelle: instagram.com

Gibt es Dinge, die Du schon immer mal machen wolltest und für die jetzt Zeit bleibt?
Jetzt habe ich endlich genug Zeit, mich neuer Musik und dem Erlernen einer neuen Sprache, Spanisch, zu widmen. Davor hatte ich nie die Zeit dazu, aber jetzt kann ich richtig in die Thematik einsteigen. Ich habe auch endlich einiges an Papierkram, der über die Monate liegen geblieben ist, erledigen können. Als Nächstes steht der Keller auf der “To Do Liste”. Der Verhau muss auch mal beseitigt werden.

Noch genügend Nudeln und Klopapier im Haus?
Man mag es kaum glauben, aber Nudeln esse ich normalerweise nur, wenn ich Besuch habe oder unterwegs bin. Aber ja: Ich habe tatsächlich in einer Schublade Nudeln gefunden und mir sogar mal eine Portion gemacht. Das ist echt einfaches und schnelles Essen. Jetzt verstehe ich auch, warum alle auf dem Nudeltrip sind. Klopapier habe ich auch noch genug. Aber wie jeder Vorrat wird auch dieser langsam zu Ende gehen.

Was ist das letzte Foto, das Du mit dem Handy gemacht hast?
Warte, da muss ich gerade mal nachschauen. Das letze Foto welches ich gemacht habe ist von meinem süßen und neugierigen Madagascar Taggecko Mirco. Er schaut in dem Moment ganz süß in die Kamera.

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