5 gute Gründe, warum wir keinen Modetrends mehr folgen sollten

5 gute Gründe, warum wir keinen Modetrends mehr folgen sollten
5 gute Gründe, warum wir keinen Modetrends mehr folgen sollten

Foto: Pixel-Shot / Shutterstock

17.04.2021 19:30 Uhr

Mal hängt die Hose tief unter dem Gesäß, dann sitzt sie an der Hüfte. Boyfriendhemden sind in, dann out, pink ist mal schick, mal peinlich. Rot und rosa gehen überhaupt nicht, dann doch wieder. Grau ist erst trist, dann der letzte Schrei. Mode ändert sich ständig – Haut, Haar und Figur bleiben dagegen bei den meisten Menschen gleich. Was ihnen steht, und was nicht, demzufolge auch.

„Viele Frauen machen die Erfahrung, dass sie sich immer wieder schöne Kleidung kaufen, diese dann aber nicht anziehen – einfach weil sie ihnen nicht wirklich steht. Denn nur weil Olivgrün gerade in ist, heißt das nicht, dass jede diesem Trend auch folgen muss“, betont Stil-Coach und Mode-Designerin Rosa Biazzo.

„Mode wird an echten Menschen nie so aussehen, wie in den Hochglanzmagazinen oder in den Prospekte“, so Biazzo. „Zum einen haben die meisten Models eine so genannte H-Silhouette mit der sie fast alles gut tragen können. Zusätzlich arbeitet man bei Fotoshootings mit Tricks – oft wird Kleidung am Rücken mit Klammern befestigt, so dass sie ganz anders fällt als in Wirklichkeit.“

Hier sind 5 gute Gründe, warum es nichts bringt, Modetrends zu folgen!

1. Die aktuellen Farben stehen nicht jedem

„Je nach Haut- und Haarfarbe können Männer und Frauen unterschiedliche Farben gut tragen. Die Mehrheit sieht mit Reinweiß und Schwarz blass aus und sollten diese Farben eher meiden. Aber auch braun und olivgrün steht nicht jedem“, sagt Rosa Biazzo. „Mein Tipp: Mit verschiedenfarbigen Kleidungsstücken experimentieren, notfalls buntes Tonpapier vors Gesicht halten und Selfies machen. So finden Sie schnell heraus, welche Farbe Sie zum Strahlen bringt und wann Sie eher blass und kränklich wirken.“

Foto: santypan / Shutterstock

2. Die Schnitte passen nicht zum individuellem Figur-Typ

„Sehr viele Frauen tragen Schnitte und Größen, die ihnen in Wirklichkeit nicht stehen. Es ist besser, Körperteile zu betonen, als zu verhüllen – das gilt auch für große Größen. Ein Walla-Walla-Outfit wirkt nie schön“, meint Biazzo. „Besonders auffällig ist, dass Frauen mit X-Silhouette, also mit einer im Vergleich zu Schultern und Becken schmaleren Hüfte häufig die Taille bedecken, anstatt sie zu betonen.“ Rosa Biazzo empfiehlt deshalb allen Frauen, sich zunächst mit ihrem Figurtyp zu beschäftigen und dann zu entscheiden, ob ein aktueller Trend zu ihnen passt oder nicht. „Viele Frauen denken, sie müssen ihren Körper verändern, dabei ziehen sie sich einfach nur falsch an.“

Foto: Alliance Images / Shutterstock

3. Zeitlose Mode durch eigenen Stil

„Der eigene Stil ist zeitlos. Wer etwa bei der Einrichtung den nordischen, kühlen Stil liebt, wird sich mit Rüschen und Blümchenkleidern nicht wohl fühlen, egal ob das gerade in ist oder nicht“, erläutert die Stil-Expertin. „Wer nicht weiß, was ihm oder ihr wirklich steht, sollte am besten mehrere Personen fragen, ob etwas gut aussieht oder nicht. Menschen zu fragen, die selbst keine Ahnung von Mode haben, kann eher kontraproduktiv sein.“

Foto: Roman Samborskyi / Shutterstock

4. Modefotografien entsprechen nicht der Realität

Es lohne sich nicht, Trends hinterherzulaufen, meint Rosa Biazzo. Der Grund: „Modefotografen fotografieren immer so, dass die abgebildete Mode schön aussieht. Mit passenden Models und einem aufwändigen Arrangement der Kleidung mit Nadeln und Klammern. Viele Fotos sind zusätzlich bearbeitet“. Ihr Tipp: „Inspiration ja, Trends hinterherlaufen, nein.“

Foto: Bangkok Click Studio / Shutterstock

5. Ein eigener Stil ist nachhaltig

„Wer den eigenen Stil gefunden hat, braucht nicht mehr viel Kleidung. Rund 40 Stücke reichen völlig aus, um etwa im Sommer jeden Tag gut angezogen zu sein“, erklärt die Mode-Designerin. „Ich empfehle lieber auf Qualität zu setzen, Kleidung zu kaufen, die wirklich gut aussieht und qualitativ hochwertig ist, als immer neuen Trends zu folgen. Das ist auch wesentlich nachhaltiger.“

Wer sich diese fünf Tipps der Mode-Expertin zu Herzen nimmt, der ist auch ohne ständiges abgehetztes Trend-Shopping immer gut angezogen. Hat man seinen passenden Stil erst einmal gefunden, spart man also nicht nur eine Menge Zeit und Geld, sondern vermeidet auch unschmeichelhafte Outfits. Denn wie sagt man so schön? Never change a winning team!

Wer den eigenen Stil noch nicht kennt, bekommt zum Beispiel mit Rosa Biazzos Gratis-Stil-Check eine Grundlage.