Montag, 27. April 2020 21:59 Uhr

Karl Lagerfeld: Von der eigenen Mutter ans Bett gefesselt?

imago images / Sven Simon

Der verstorbene Modedesigner Karl Lagerfeld (†85) hatte ein Leben lang ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Mutter Elisabeth. Dabei galt die nicht gerade als kinderlieb. Angeblich soll sie den kleinen Karl sogar jede Nacht ans Bett gefesselt haben.

Das behauptet jedenfalls André Leon Talley (70), Ex-„Vogue“-Journalist und sehr guter Freund von Lagerfeld in seinem neuen Buch „The Chiffon Trenches“.

Der Modezar soll als etwa achtjähriges Kind von seiner Mutter Elisabeth nachts mit Lederriemen ans Bett gefesselt worden sein. Das berichtet die britische Zeitung „Daily Mail“, der Auszüge aus dem im September 2020 erscheinenden Buch vorliegen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Andre Leon Talley (@andreltalley) am Aug 1, 2017 um 6:31 PDT

Darin schreibt Talley, Lagerfeld habe ihm einst anvertraut, dass seine Mutter Elisabeth diese extremen Maßnahmen ergriffen habe, um seine Ernährung zu kontrollieren: Sie habe ihn als Kind nachts ans Bett festgebunden, um zu verhindern, dass er Nahrung zu sich nehme. Außerdem habe sie ihren damals achtjährigen Sohn regelmäßig beleidigt, abgewertet und gemaßregelt. Etwa mit Worten wie: „Du siehst aus wie ich, aber nicht so gut.“

Lagerfelds Mutter: Fluch oder Segen?

Auch in anderen Bereichen führte Mama Elisabeth ein unerbittliches Regiment, wie Sohn Karl selbst immer wieder betont hat. In der Dokumentation „Lagerfeld, der einsame König“, spricht Lagerfeld 2008 über seine Mutter: „Ihr lag nicht viel an Kindergeschwätz. Sie sagte: ‚Wenn du mit mir reden willst, dann streng dich an, oder sei ruhig.'“ Selbst als der kleine Karl Klavier spielen wollte, gab es Probleme. „Eines Tages klappte sie den Klavierdeckel auf meinen Fingern zu und meinte: ‚Zeichne lieber, das macht weniger Lärm.'“

Trotzdem hat Lagerfeld immer ihren Einfluss auf seine beispiellose Karriere betont. Noch vor seinem Tod verriet er: „Meine Mutter war aber perfekt für mich. Ohne sie wäre ich heute nicht, wie ich bin.“

Talley und Lagerfeld lernten sich 1975 im Rahmen eines Interviews kennen und freundeten sich an. Zeitweise machten sogar Liebesgerüchte über die beiden die Runde, was Tally später dementierte. Warum er und Lagerfeld jahrzehntelang Freunde waren, begründet Talley mit der Gemeinsamkeit, dass beide in ihrer Kindheit „Misshandlungen“ erlitten hätten.

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