Reeperbahn-Festival: Danger Dan als großer Gewinner

Der Musiker Danger Dan war Gewinner des Abends.
Der Musiker Danger Dan war Gewinner des Abends.

Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

24.09.2021 11:14 Uhr

Das Reeperbahn-Festival bot den Rahmen für eine Preisverleihung unabhängiger Musikunternehmen (VUT). Thees Uhlmann hielt die Laudatio für Danger Dan und bezeichnete ihn als „Leuchtrakete der Lyrik“.

Mit einem bissigen Lied gegen Rechtsextremismus gelang ihm dieses Jahr der große Durchbruch – nun ist Danger Dan mit einem der wichtigsten Kritikerpreise der deutschen Musikszene geehrt worden.

Der 38-Jährige – bürgerlich Daniel Pongratz – nahm beim Hamburger Reeperbahn-Festival den „VIA-VUT Indie Award“ der unabhängigen Musikbranche als „Bester Act“ entgegen. Außerdem erhielt Danger Dan am Donnerstagabend mit seiner Deutschrap-Band Antilopen Gang eine Auszeichnung als „Best New Music Business“ für das Label Antilopen Geldwäsche.

Danger Dan: Von der Antilopen Gang ans Solo-Klavier

Der Sänger, Rapper und Pianist aus Aachen hatte im März den gesellschaftskritischen Song „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ veröffentlicht. Darin attackierte er namentlich, aber im Rahmen des juristisch Erlaubten Protagonisten der rechten Szene in Deutschland. Das Musikvideo wurde auf Youtube bisher über 5,6 Millionen Mal aufgerufen.

Pongratz stellte das Lied – begleitet vom Klassik-Starpianisten Igor Levit – auch mit großem Erfolg in der Fernsehsendung „ZDF Magazin Royale“ von Jan Böhmermann vor. Das gleichnamige Album erreichte Platz eins der deutschen Charts. Wenn Danger Dan nicht gerade solo am Klavier und eher unplugged performt, ist er Teil der Hip-Hop-Band Antilopen Gang.

Danger Dan – eine „Leuchtrakete der Lyrik“

Der Rockmusiker Thees Uhlmann bezeichnete Danger Dan in seiner Laudatio als „Leuchtrakete der Lyrik“. Weitere Ehrungen des Verbandes Unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT) gingen an die bayerische Band The Notwist und ihr aktuelles Werk „Vertigo Days“ (Bestes Album), an die Kieler Sängerin und Songschreiberin Sofia Portanet im Newcomer-Bereich sowie an das Berliner Musikunternehmen City Slang (Bestes Label).

Ein VUT-Sonderpreis für besondere Verdienste um die unabhängige Musikbranche ging an Balbina, Peter Maffay, Sarah Lesch und Rocko Schamoni – der Verband lobte ihren gemeinsamen Einsatz für ein besseres neues Urheberrecht in Deutschland.