Freitag, 2. Februar 2018 18:10 Uhr

Die Amis und der Blödsinn mit Murmeltier Phil

Jedes Jahr im Februar zieht ein Mann mit einem schwarzen Zylinder ein dickes Murmeltier aus seinem Bau. Wirft es einen Schatten, bleibt es der Legende nach kalt. Aber dem Nager ist nicht zu trauen.

Das wohl berühmteste Murmeltier der Welt hat einem baldigen Frühling in den USA eine Absage erteilt. Wie in jedem Jahr am 2. Februar wurde der Nager Phil am frühen Freitagmorgen aus seinem Bau in einem Wäldchen bei Punxsutawney (Pennsylvania) gezogen und ins Licht gehalten. Dabei sah man seinen Schatten – der Legende zufolge bedeutet das sechs weitere Wochen Winterwetter in den USA.

Bereits am frühen Morgen hatten sich Tausende Menschen bei eisigen Temperaturen in der kleinen Stadt versammelt. Die Zeremonie, die 1993 durch den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ weltweit bekannt wurde, folgt einem festen Ablauf: Drei Mal klopft ein Mann mit Zylinder und schwarzem Frack an die Tür des nachgestellten Murmeltierbaus, um „Punxsutawney Phil“ aufzuwecken. Dann zerrt ein anderer den neun Kilogramm schweren Nager aus seinem Winterquartier und setzt ihn ins Licht. Wirft er einen Schatten, bleibt der Winter. Hat er keinen, kommt der Frühling.

Brauch gibt es schon seit 1887

Den Brauch gibt es bereits seit 1887. Die Prognosen des Murmeltiers entpuppten sich in der Vergangenheit allerdings oft als falsch. Der US-Wetterdienst weist sogar eigens darauf hin, dass Phil „keine Vorhersagefähigkeiten“ besitzt.

Der Ursprung des Murmeltier-Tages geht auf deutschsprachige Siedler in Pennsylvania zurück. Sie glaubten, dass an Mariä Lichtmess – 40 Tage nach Weihnachten – Murmeltiere aus ihrem Winterschlaf erwachen. Wenn sie dann ihren Schatten sehen, erschrecken sie und ziehen sich für weitere sechs Wochen in ihren Bau zurück. (dpa)

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