Freitag, 27. Oktober 2017 11:48 Uhr

Grace Jones: In diesen Klamotten trauert sie um ihre Mutter

Grace Jones, androgyne Verkleidungsgöttin der 80er Jahre, überraschte am Mittwochabend mit reichlich Gestrüpp rund um ihren Kopf. Die 69-Jährige folgte damit altbekannten Gesichtsverhüllern wie Björk oder Sia.

Grace Jones: In dieser Klamotten trauert sie um ihre Mutter

Foto: Lia Toby/WENN.com

Zur Premiere der Dokumentation „Grace Jones: Bloodlight and Bami“ in London kam die legendäre und vor allem schräge Sängerin als wandelnder Baum, andere wollen einen Ficus Benjamini aus dem Gartencenter bzw. gar einen Yeti hinter der Kostümierung erkannt haben. Drunter trug die Popdiva ein gothic-inspiriertes enganliegendes, ärmelloses Cocktailkleid.

Die Dame könnte einen Kartoffelsack tragen – und käme immer noch heiß rüber. Und Miss Jones genoss ihren Auftritt ach sichtlich.

Hommage an die geliebte Mutter

Rührender Hintergrund des bizarren Auftritts: Grace Jones‘ Mutter Marjorie ist Anfang Oktober im Alter von 90 Jahren gestorben. Sie hatte tagelang an ihrem Bett gewacht. Das Kostüm galt als Trauerkleidung. „Ich trauere viel, brauche aber kein Trauer-Outfit, so muss ich meine Augen nicht zeigen, weil ich viel geweint habe“, sagte sie der Agentur AP. „Und meine Mutter liebte es, sich herauszuputzen, also tue ich das für sie.“

Grace Jones: In dieser Klamotten trauert sie um ihre Mutter

Foto: JRP/WENN

Den Film „Grace Jones: Bloodlight and Bami“ (Trailer unten), bezeichnet nicht nur die ‚Süddeutsche‘ als „Sensation“. In dem von vielen Kritikern hochgelobten Dokumentation wird die Sängerin vor allem privat begleitet – in ihre einstige Heimat Jamaika zur Familie und auch zu Musikern wie Sly & Robbie. Auch ihre geliebte und gospelsingende Mutter ist immer wieder zu sehen.

„Da ergibt sich der größtmögliche Kontrast zu jener Grace Jones, an die man sonst denkt: der Grimassen schneidenden New Wave Queen, die sich nur von Schampus, Austern und muskulösen Männern ernährt, die in Talkshows die Moderatoren verprügelt und in zackigen Issey-Miyake-Kostümen immer aussieht wie Besuch aus dem All“, schreibt das Blatt.

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