29.07.2020 18:45 Uhr

Jon Bon Jovi erobert TikTok mit albernem Video – folgt jetzt ein Shitstorm?

TikTok ist bei den Kids weltweit aktuell der letzte Schrei. Jon Bon Jovi eher weniger. Deshalb wirkt es doppelt anbiedernt, dass der Rock-Dino sich jetzt auch auf der Lip-Sync-Videoplattform angemeldet hat.

TikTok/HamptonWater

Nun gesellt sich der 58-jährige „It’s My Life“-Rocker zu sämtlichen halbwegs minderjährigen Influencern, die auf TikTok kurze Tanz-, Schmink- oder Lip-Sync-Videos hochladen. Kann man machen, könnte man aber auch lassen, aber jetzt ist er halt da …

@hamptonwaterLet’s see you “Do What You Can” ##DoWhatYouCanChallenge ##fyp ##singalong ##foryoupage? original sound – hwtest1234

Die Zuschauer sind Flaschen!

Eigentlich hätte Bon Jovi – wie sämtliche andere Acts auch – in diesem Sommer viele Shows gespielt, doch dann kam es anders – Dank Corona! Nun hatte auch der alternde Schönling die Gelegenheit, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen, die die coolen Kids heute so machen.

Rausgekommen ist dabei ein kurzer Videoclip, in dem der Gute seinen Welthit “Livin’ on a Prayer” vor vollem Haus performt. Genau genommen ist das Haus leer, aber die Zuschauer voll! Witzbold Bon Jovie steht nämlich im Garten, singt voller Inbrunst in ein Gartengerät für einem Publikum, das aus Flaschen besteht. Ein richtiger Schenkelklopfer!

Kluger Marketing-Zug

Dabei handelt es sich aber nicht um Pfandflaschen aus dem Keller, sondern um schamlose Eigenwerbung für seinen Wein. Der heißt „Hampton Water“, wird als „frischer und lebhafter Rosé mit ausgeprägter Mineralität“ beschrieben.

Über die Jahre konnte Bon Jovis Wein, den er zusammen mit seinem Sohn Jesse kreierte, mehrere Auszeichnungen gewinnen. Was möglicherweise auch den stolzen Preis von 21 Dollar pro Flasche rechtfertigen soll.

Kommt jetzt ein Shitstorm?

Doch zurück zum Video: Auch wenn der Clip bei TikTok lustig gemeint und halbwegs kreativ ist, bleibt er trotz allem Schleichwerbung für alkoholische Getränke. Eigentlich eine Sache, die in den sozialen Medien eher ungern gesehen ist.

Vor allem da die Plattform größtenteils von jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt wird. Der nächste Shitstorm dürfte also nicht weit sein. Also eigentlich ein echtes Wunder, dass sich – bis jetzt – unter den Kommentaren verhältnismäßig wenig wie: „Wo sind die Jugendschutzorganisationen, wenn man sie mal braucht?“ befinden.

Vielleicht sind aber auch in der Lockdown-Zeit die Sittenhüter im Netz entspannter geworden. Wir werden sehen …

 

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