Samstag, 3. August 2019 18:40 Uhr

Katja Krasavice & Co. erzählten ihre Storys: Tabu-Thema Abtreibung (2)

Katja Krasavice bei der geburtstagsparty von Shirin David 2019; Foto: imago images / Photopress Müller

Auch heute noch ist das Thema Abtreibung eines, worüber man nur hinter vorgehaltener Hand spricht. Spätestens seit in diesem Jahr die Gesetzeslage in den US-Bundesstaaten Alabama und Georgia den Schwangerschaftsabbruch nach der sechsten Woche in allen Fällen für strafbar erklärte, liest und hört man immer wieder von Prominenten, die offen mit ihren Schwangerschaftsabbrüchen umgehen und gegen das Gesetz demonstrieren.

Tabu-Thema Abtreibung (2): Katja Krasavice & Co. erzählen ihre Storys

Katja Krasavice bei der geburtstagsparty von Shirin David 2019; Foto: imago images / Photopress Müller

Katja Krasavice

Deutschlands erste Sex-Rapperin Katja Krasavice (22) erzählte 2018 im „Promi Big Brother”-Haus dem TV-Publikum von ihrer Abtreibung, die zu diesem Zeitpunkt gerade etwa ein Jahr her war. Für sie war der Schritt unumgänglich, denn sie wusste wohl nicht, von wem sie schwanger war. Außerdem hatte die YouTuberin selbst eine schwere Kindheit mit vielen Schicksalsschlägen und Angst, dass es dem Kind ähnlich schlecht gehen würde, wie es ihr erging. Dennoch gestand sie, dass sie den Schritt heute einerseits auch bereue, so sagte sie in dem TV-Format: „Ich habe dem Kind keine Chance gegeben. Ich fühle mich so leer.”

Tabu-Thema Abtreibung (2): Katja Krasavice & Co. erzählen ihre Storys

Joan Collins bei der „V&A Summer Party“ in London 2019; Foto: imago images / PA Images

Joan Collins

1960 wurde Schauspielerin Joan Collins (86) ungewollt von ihrem Kollegen Warren Beatty (82) schwanger und entschied sich für eine Abtreibung. Im Interview mit dem Sender ‘ITV’ erzählte die ‘American Horror Story’-Darstellerin: „Es wäre undenkbar gewesen, ein Kind zu bekommen. Er hatte kein Geld, ich hatte nichts. Ich glaube, dass du eine Verantwortung gegenüber einem Kind hast, das du auf die Welt bringst. Ich weiß, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.“ Heute ist die 86-Jährige dreifache Mutter.

Tabu-Thema Abtreibung (2): Katja Krasavice & Co. erzählen ihre Storys

Suzanne Somers bei der „30th Annual Palm Springs International Film Festival Film Awards Gala“ 2019; Foto: imago images / Starface

Suzanne Somers

‘Eine starke Familie’-Schauspielerin Suzanne Somers (72) hatte 1968 ein Erlebnis, die verdeutlicht, warum es so wichtig ist, legal abtreiben zu dürfen. Die damals 21-jährige wurde ungewollt schwanger von US-Quiz-Master Alan Hamel (83). Beide entschieden sich dagegen, das Kind zu bekommen. Allerdings war in ihrem Bundesstaat abtreiben damals noch illegal und so begab sich Suzanne in die Hände eines unbefugten Arztes. Bei dem Eingriff kam es zu Komplikationen und die Schauspielerin verblutete fast. In der amerikanischen TV-Sendung ‘Bio’ erklärte sie später, dass sie schließlich nur noch ihre streng irisch-katholische Mutter um Hilfe bitten konnte: „Ich sagte meiner Mutter nicht, dass ich abgetrieben hatte. Ich fühlte mich nicht wohl damit, aber gleichzeitig konnte ich kein zweites Kind haben. Ich konnte noch nicht einmal mein erstes Kind [Bruce Somers Jr.] ernähren. Ich hatte keine Wahl.“

Tabu-Thema Abtreibung (2): Katja Krasavice & Co. erzählen ihre Storys

Whoopie Goldberg vor dem MoMa in New York im Februar 2018; Foto: imago images / MediaPunch

Whoopi Goldberg

Schauspiel-Urgestein Whoopie Goldberg (63) sprach in dem Buch „The Choices We Made: 25 Women and Men Speak Out About Abortion”, das 1992 erschien, über ihre Abtreibung. 1969 wurde sie ungewollt schwanger, die Geschichte des Abbruchs jagt einem Schauer über den ganzen Körper. Damals schrieb die Mutter einer Tochter in dem Buch: „Ich fand mit 14 Jahren heraus, dass ich schwanger war. Ich bekam meine Periode nicht mehr. Ich bekam Panik. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mehr Angst davor, jemanden zu erklären, was los war, als mit einem Kleiderbügel in den Park zu gehen – was ich dann auch tat.“

Sollten Abtreibungen verboten werden?

Ja, auf jeden Fall. Schließlich geht es um ein Leben.
Nein, das muss jeder für sich entscheiden dürfen.

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