Nino de Angelo gesteht: „Ich habe 30 Jahre lang gekokst!“

Nino de Angelo gesteht: "Ich habe 30 Jahre lang gekokst!"
Nino de Angelo gesteht: "Ich habe 30 Jahre lang gekokst!"

IMAGO / Future Image

19.03.2021 14:41 Uhr

Schlagerstar Nino de Angelo redet jetzt Klartext: In seiner neuen Autobiografie „Gesegnet und verflucht“ spricht der „Jenseits von Eden“-Sänger über die Höhen und Tiefen in seinem Leben und von denen gab es in seinen letzten 57 Jahren so einige ...

In seinem Buch gibt Nino de Angelo neben pikanten Einblicken auch „wichtige Tipps, um nicht vor die Hunde zu gehen“. Dabei spricht der tätowierte Frauenschwarm aus eigener Erfahrung, denn nach seinem größten Hit „Jenseits von Eden“ Anfang der 80er kam der freie Fall – mit vielen Lebenskrisen.

„Er drückte mir einen Schein in die Hand“

„Ich habe 30 Jahre lang gekokst“, verrät Nino und erinnert sich an sein erstes Mal mit Sänger Drafi Deutscher (†60): „Ich hörte nur klack, klack, klack. Drafi hatte mit seiner Kreditkarte das Koks auf dem Klodeckel kleingehackt. Er drückte mir einen Schein in die Hand: ,Komm, Junge, für dich!‘ Es fühlte sich wie ein Zaubertrank an.“

Dieser Drogenrausch hinterließ einen bleibenden Eindruck, dem er ganze drei Jahrzehnte hinterher jagte: „Ich war zum Schluss nicht mehr in der Lage, ohne Koks vor die Tür zu gehen. Sobald ich einen Klodeckel sah, juckte es mir sofort in der Nase. Ich habe 30 Jahre lang gekokst. Mindestens.“

Für ihn war Koksen wie Kaffeetrinken

Dabei habe es kaum Koks-Pausen gegeben, erinnert er sich zurück: „Die längste Pause war vielleicht ein halbes Jahr. Für mich gehörte Koks zum Alltag wie Kaffeetrinken.“ In diesen Zeiten habe er viele wilde Abenteuer erlebt, verrät er weiter: „Es wurde getrunken, gefeiert und vor allem gevögelt.“

Stark vereinfacht kann man von Sex, Drogen und Schlager reden, wenn man die Erlebnisse des jungen Nino de Angelo so hört: „An hübschen Frauen hat es nie gemangelt. Anfangs haben sich einige Pärchen noch auf ein Zimmer verzogen, zum Schluss war es eine reine Orgie. Ich muss gestehen, es war geil.“

„Meiner Seele fehlte das Koks“

Irgendwann habe das Spiel mit den Drogen überhandgenommen und Nino machte einen Entzug. Rückblickend eine sehr düstere Zeit, sinniert er. Aus dem Partyspaß war bitterer Ernst geworden: „Das war die Hölle. Meiner Seele fehlte das Koks, meinem Körper der Alkohol. Wenn ich geschnupft habe, habe ich gesoffen. Nun ließ ich beides weg und war körperlich ein Wrack.“

In der Zwischenzeit hat sich viel im Leben des Schmusesängers verändert. So hat er nun endlich die große Liebe gefunden und möchte noch in diesem Jahr heiraten. Seine Simone wird dann seine fünfte Ehefrau: „Mit dreien meiner vier Ex-Frauen war ich vor der Hochzeit nur rund ein Jahr zusammen – das war zu wenig. Mit der rosaroten Brille erzählt man jeden Schwachsinn.“

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„Aus meinem Mund klingt das vielleicht etwas blöd“

Doch diesmal soll alles anders werden und für immer halten, erklärte Nino erst kürzlich der Illustrierten „Gala“. Allerdings sei ihm bewusst, dass nach so vielen gescheiterten Ehen die Außenwirkung möglicherweise eine andere ist.

„Aus meinem Mund klingt das vielleicht etwas blöd. Und auf dem Standesamt fragen die sich wahrscheinlich auch: ,Was will der denn schon wieder hier?‘ Aber ich glaube einfach an die Liebe“, zeigt sich Nino de Angelo hoffnungsvoll. (DA)