Montag, 5. März 2018 07:40 Uhr

Oscars 2018: Alles über die Gewinner

Der Abend der Abende ist gelaufen: Vier Oscars gibt es für das Kinomärchen „Shape of Water“. Der Afro-Amerikaner Jordan Peele schreibt Oscar-Geschichte. Und ein Oscar geht nach Deutschland – für visuelle Effekte!

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Guillermo del Toro („Shape of Water“) mit seinen Oscars für den besten Film und die beste Regie. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP

Das fantasievolle Kinomärchen „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ ist mit vier Oscars ausgezeichnet worden. Das Werk des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro gewann die Trophäen als bester Film und für die beste Regie. Außerdem gab es Preise für die Filmmusik und das Produktionsdesign.

Gary Oldman bekommt Hauptdarsteller-Oscar

Zwei Schauspieler-Auszeichnungen gingen an die Tragikomödie „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“. Die 60-jährige Frances McDormand wurde für ihre Rolle als kämpferische Mutter nach der Ermordung ihrer Tochter für die beste Hauptrolle geehrt – zum zweiten Mal nach 1997, als sie mit „Fargo“ gewann. Ihr Filmkollege Sam Rockwell (49) bekam den Oscar für seine Nebenrolle als rassistischer Kleinstadtpolizist.

Regisseur und Autor Jordan Peele schrieb Oscar-Geschichte: Mit seiner Horror-Komödie „Get Out“ gewann er als erster Afro-Amerikaner den Preis für das beste Original-Drehbuch.

Der Brite Gary Oldman wurde für seine Verkörperung des britischen Premierministers Winston Churchill in „Die dunkelste Stunde“ mit dem Hauptdarsteller-Oscar ausgezeichnet. Das Historiendrama erhielt auch eine Auszeichnung in der Kategorie Make-up/Frisur. Beste Nebendarstellerin wurde Allison Janney – im Drama „I, Tonya“ spielt sie die ehrgeizige Mutter der Eiskunstläuferin Tonya Harding.

Oscars 2018: Alles über die Gewinner

Gary Oldman war der große Favorit gewesen. Der Brite hat als bester Hauptdarsteller seinen ersten Oscar gewonnen. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP

Deutscher mit Oscar für visuelle Effekte

Von den mehrfachen deutschen Oscar-Hoffnungen erfüllte sich nur eine: Gerd Nefzer aus Schwäbisch Hall, der in der Filmschmiede Potsdam-Babelsberg arbeitet, erhielt die Trophäe für die besten visuellen Effekte. Der 52-Jährige wurde mit drei Kollegen für die Arbeit an „Blade Runner 2049“ ausgezeichnet – der Science-Fiction-Film wurde außerdem für die beste Kamera geehrt. Weitere deutsche Oscar-Hoffnungen wurden enttäuscht.

Oscars 2018: Alles über die Gewinner

Richard R. Hoover (l-r), Paul Lambert, John Nelson und Gerd Nefzer sind in der Sparte „Beste visuelle Effekte“ ausgezeichnet worden. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP

Moderator Jimmy Kimmel hatte die Gala mit zahlreichen Spitzen zum Missbrauchsskandal in Hollywood eröffnet. „Oscar ist derzeit der beliebteste und am meisten respektierte Mann“, sagte der 50-Jährige in der Nacht zu Montag und ergänzte: „Er hält seine Hände dort, wo man sie sehen kann.“ Er sei nie unflätig, und am wichtigsten: „Kein Penis.“ „Das ist ein Mann, von dem wir mehr in dieser Stadt brauchen.“ Kimmel spielte damit auf die Missbrauchsvorwürfe gegen Produzent Harvey Weinstein und weitere Männer im Filmgeschäft an.

Oscars 2018: Alles über die Gewinner

Moderator Jimmy Kimmel führte souverän durch den Abend. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP

„Dunkirk“ mit drei Oscars

In den technischen Kategorien räumte das Kriegsdrama „Dunkirk“ drei Oscars ab (Tonmischung, Tonschnitt, Filmschnitt). Je einen Oscar bekamen das Gesellschaftsdrama „Der seidene Faden“ (Kostümdesign) und das Liebesdrama „Call Me By Your Name“ (adaptiertes Drehbuch). Der Zeichentrickfilm „Coco“ holte zwei Trophäen: als bester Animationsfilm und für den besten Filmsong.

Oscars 2018: Alles über die Gewinner

Als erster Schwarzer hat der US-Amerikaner Jordan Peele den Oscar für das beste Original-Drehbuch gewonnen. Der 39-Jährige wurde für seine Arbeit an der Horror-Komödie „Get Out“ ausgezeichnet. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP

Der Auslands-Oscar ging in diesem Jahr nach Chile an Sebastián Lelio mit seinem Film „Eine fantastische Frau“. Beste Dokumentation wurde „Icarus“ von Bryan Fogel und Dan Cogan über die russischen Doping-Machenschaften der vergangenen Jahre.

Academy Awards 2018

Bester Film
Shape of Water

Bester Hauptdarsteller
Gary Oldman – Dunkelste Stunde

Oscars 2018: Alles über die Gewinner

Guillermo del Toro checkt noch einmal den Umschlag, den er von Warren Beatty bekommen hat. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP

Beste Hauptdarstellerin
Frances McDormand – Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Bester Nebendarsteller
Sam Rockwell – Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Beste Nebendarstellerin
Allison Janney – I, Tonya

Bester Animationsfilm
Coco – Lebendiger als das Leben

Oscars 2018: Alles über die Gewinner

Jennifer Lawrence gönnt sich ein Gläschen Wein. Foto: Chris Pizzello/Invision/AP

Beste Kameraführung
Blade Runner 2049

Bestes Kostümdesign
Der seidene Faden

Beste Regie
Guillermo del Toro – The Shape of Water

Bester Dokumentarfilm
Ikarus – Bryan Fogel und Dan Cogan

Beste Kurz-Dokumentation
Heaven Is A Traffic Jam On The 405 – Frank Stiefel

Bester Schnitt
Dunkirk

Bester Fremdsprachiger Film
A Fantastic Woman (Chile)

Beste Maske
Dunkelste Stunde

Beste Original-Filmmusik
Shape of Water – Alexandre Desplat

Bestes Original-Drehbuch
Get Out

Bestes Adaptiertes Drehbuch
Call Me By Your Name

Visuelle Effekte
Blade Runner 2049

Ton-Mischung
Dunkirk

Ton-Schnitt
Dunkirk

Kurzfilm – Live Action
The Silent Child

Kurzfilm – Animiert
Dear Basketball

Bestes Szenenbild
Shape of Water

Bester Original-Song
Remember Me (from Coco)

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